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		<title>1.März Streik</title>
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			<title>1.März Streik</title>
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		<lastBuildDate>Thu, 26 Jul 2012 11:03:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Solidarity declaration &quot;Remembering the dead, standing up for the living&quot;</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/solidarity-declaration-remembering-the-dead-standing-up-for-the-living/</link>
			<description>Our Solidarity declaration for the vigil and march &quot;REMEMBERING THE DEAD, STANDING UP FOR THE...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p lang="en-GB" style="margin-bottom: 0cm">Our Solidarity declaration for the vigil and march &quot;REMEMBERING THE DEAD, STANDING UP FOR THE LIVING&quot; that took place on 22<sup>nd</sup> of July in Ontario/Canada</p>

Dear friends,<br /><br />hereby, we, the initiative „1st of March transnational migrants' strike“ from Vienna/Austria want to declare our solidarity with the survivors of the tragic car accident in Hampstead/Ontario, in which 11 people were killed more than 6 months ago. We appreciate Your joint efforts to break the invisibility of bad, dangerous and even deadly working conditions many migrant workers are facing and we fully support all Your demands for a better future.<br /><br />We also want to point out that the basic problems You are targeting exist here in Austria and other parts of Europe as well. In Austria, for example, many migrants and refugees, especially asylum seekers and undocumented people, have no or only a very limited access to working permissions and thus are excluded from regular jobs. This forces them into very precarious and often undocumented jobs, for example in housework and care work, construction work, catering, agriculture and also sex work. Extreme exploitation, bad wages, wage fraud, lack of insurance and often also dangerous working conditions are prevailing in many of these jobs. Moreover, citizens from the new EU member states of Bulgaria and Romania are still excluded from EU labour mobility and thus denied access to most regular jobs as well, so that many of them are living as day labourers in extreme poverty in the cities of Austria and Germany.&nbsp; &nbsp;<br /><br />We hope that initiatives like Yours can help to encourage self empowerment and struggles of migrant workers to break invisibility and discrimination and claim equal rights and justice, as well on the judicial level as on the level of strike and protest. As the initiative for 1st of March transnational migrants' strike, our aim is to build up a movement in which migrant workers, asylum seekers, undocumented people, migrant students... proudly strike not only at their working places, but in all domains of daily life, against all forms of racism and exclusion.<br /><br /><b>Solidarity with Justicia for Migrant Workers!<br />Solidarity with the victims and the survivors of bad and dangerous working conditions!<br />Solidarity with all strikes and struggles of migrants worldwide!<br /><br />We are here, we are everywhere!</b>]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Jul 2012 11:03:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Aufruf zur Demo gegen rassistische Stigmatisierung und Kriminalisierung! Stop racist stigmatisation and criminalisation!</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/aufruf-zur-demo-gegen-rassistische-stigmatisierung-und-kriminalisierung/</link>
			<description>english version below
flyer in english + flyer auf deutsch
Schluss mit rassistischer...</description>
			<content:encoded><![CDATA[english version below
<link fileadmin/media/flyer_demo_pastor/flyer_demo1june_english.pdf - download "Leitet Herunterladen der Datei ein">flyer in english</link> + <link fileadmin/media/flyer_demo_pastor/flyer_demo1juni_deutsch.pdf - download "Leitet Herunterladen der Datei ein">flyer auf deutsch</link>
<h3>Schluss mit rassistischer Stigmatisierung und Kriminalisierung!</h3>
<h3>Freiheit für Pastor Joshua Esosa!</h3>
<br /><b>Kommt alle zur Demo:</b><br />1. Juni, 14 Uhr, Justizministerium, Museumsstraße 7 / Weghuberpark<br /><br /><b>Beteiligt euch an der Prozessbeobachtung:</b><br />6. Juni,&nbsp; 9 Uhr, Landesgericht Wien, Saal 305/3. Stock<br /><br /><b>Unterstützungserklärungen an:</b><br />junefirst2012 (at) hotmail.com<br /><br /><br />Die Initiativen „1. März / transnationaler Migrant*innenstreik“ und „Afrique Europe Interact / Wien“ erklären ihre Unterstützung für die Demonstration für die Freiheit von Pastor Joshua Esosa, die von Freund*innen und Angehörigen des Betroffenen am 1. Juni in Wien veranstaltet wird.<br /><br />Pastor Joshua Esosa wurde, wie bereits viele Schwarze Menschen und People of Colour in Österreich, zur Zielscheibe eines von rassistischen Ressentiments geprägten Strafverfahrens wegen angeblichem Drogenverkauf. Polizeiliche und gerichtliche Willkür und Manipulation bei der Beweisführung und bei der Behandlung von Zeug*innenaussagen sind kein Zufall, sondern entspringen einer Logik rassistischer Stigmatisierung und Vorverurteilung.<br /><br />Bis heute wirken in diesem Land die Folgen der „Operation Spring“, bei der 1999 über 100 Menschen, mehrheitlich Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern, in Folge einer rassistischen Hetzkampagne verhaftet wurden und viele über Jahre im Gefängnis verschwanden. Viele, die in Österreich für ihre Rechte und gegen rassistische Gewalt gekämpft hatten, wurden durch diese Kampagne mundtot gemacht. Bis heute werden tagtäglich in Österreich Menschen auf der Grundlage von „Racial Profiling“ von der Polizei kontrolliert und schikaniert.<br /><br />Wir wollen am 1. Juni unsere Solidarität mit Pastor Joshua Esosa und allen, die von rassistischer Kriminalisierung und rassistischen Polizeiübergriffen betroffen sind, zeigen. Wir wollen auch ein Zeichen dagegen setzen, dass österreichische Justiz- und Staatsorgane versuchen, durch ein Klima der Angst Schwarze Menschen, People of Colour, Migrant*innen und Flüchtlinge zum Schweigen zu bringen.<br /><br />Wir können nicht auf göttlichen Beistand warten, bis sich an den Verhältnissen in diesem Land etwas ändert, sondern sagen hier und jetzt laut und deutlich:<br />Es reicht! Gemeinsam gegen Ungleichheit, Stigmatisierung und Rassismus!<br /><br />Initiative 1. März / transnationaler Migrant*innenstreik<br />Netzwerk Afrique Europe Interact / Gruppe Wien
<br /><br /><i>Aufruf der Verwandten, FreundInnen, KollegInnen und NachbarInnen von Pastor Joshua Esosa:</i><br /><br /><b>Der Fall des Pastors Joshua Esosa<br /></b><i>Dealer- paranoia und/oder struktureller Rassismus gegenüber Blacks und <br />People of Colour?</i><br /><br />'Nimmt man die Position eines Unterdrückten ein, so kann man feststellen, dass die Erinnerung etwas ist, was man nicht einfach auslöschen kann; wenn man mit solchen Erinnerungen leben muss, dann ist die Revolte immer nur einen Fußbreit unterhalb der Oberfläche.'<br /><br />Im Februar 2011 beschuldigte eine Polizeieinheit unter der Leitung von AI Robert Bauer Pastor Joshua, einen afrikanischen Priester der Kirche Grace Ministries International, zahlreichen KundInnen Drogen verkauft zu haben. Er wurde rasch inhaftiert - und zwar ohne irgendein glaubwürdiges Beweismaterial. Wie es scheint, wurde das Urteil bereits vor der eigentlichen Anhörung durch das Gericht gefällt, was eigentlich nichts Neues ist im guten, alten Österreich, in dem Vorverurteilungen Teil des natürlichen Laufs der Dinge sind - insbesondere wenn es um Fälle geht, die 'Fremde' betreffen. Man erinnere sich nur der Urteile, die während der Verhandlungen rund um 'Operation Spring' ausgesprochen wurden: 'Der Beschuldigte wird schuldig gesprochen, unbekannte Mengen von Drogen an unbekannten Orten zu unbekannter Zeit an unbekannte Personen verkauft zu haben.'<br /><br />Sind Schuldsprüche dieser Art der Hautfarbe geschuldet?<br />Ist das die Funktionsweise des Rechtssystems, wenn es um MigrantInnen <br />geht?<br /><br /><b>Der Fall von Pastor Joshua - nur ein weiteres Beispiel</b><br />Die Polizei behauptet, sie habe die Drogendealereien des Pastors über einige Zeit hinweg beobachtet und ihn nicht nur Drogen verkaufen sehen (wofür es erstaunlicherweise keinen einzigen, nachweislichen Beleg in Form von Aufzeichnungen, Bildmaterial etc. gibt), sondern auch verfolgt, dass er regelmäßig ein Gebäude in der Mundygasse im 10. Bezirk frequentiert habe. Seltsamerweise erfolgte die Festnahme des Pastors durch die Polizei erst nachdem sie auf der Stadtbehörde in Erfahrung gebracht hatte, dass und wer in diesem Gebäude lebt. Am Morgen der Verhaftung war Pastor Joshua zunächst nicht in dieser Wohnung; als er dort auftauchte, wurde er sofort festgenommen und im Burgenland inhaftiert.<br /><br />Während der Gerichtsanhörung im Jahr 2011 legte die Polizei folgendes <br />Beweismaterial vor: Sie berief sich erstens auf acht Zeugen, von denen zwei behaupteten, Drogen vom Pastor gekauft zu haben. Erwähnenswert ist vielleicht, dass diese beiden Zeugen während ihrer Inhaftierung von eben jenen Polizisten Besuch erhielten, die den Pastor der Dealerei beschuldigten; dies lässt vermuten, dass es sie kompromittiert sind. Der zweite von der Polizei eingebrachte Beweis war Jam-Mehl: Mit diesem 'Milchpulver', so behaupteten sie, habe der Pastor sein Kokain gestreckt. Diese Substanz, also Jam-Mehl, findet sich in nahezu jedem nigerianischen Haushalt, da Jam in Indien und Westafrika ein weitverbreitetes Nahrungsmittel ist. Zudem - und das zeigt wie fahrlässig und unachtsam die Polizei ist, wenn es um Fälle geht, die schwarze Afrikaner betreffen - fanden sie es nicht der Mühe wert, das von ihnen gefundene Pulver im Labor identifizieren zu lassen, ehe sie es dem Gericht als Beweismittel vorlegten.<br />Schließlich verwies die Polizei noch auf die schwarz-weißen Schuhe, die sie beim Pastor gefunden hatten und die smarterweise als Schuhe eines Drogendealers identifizierten (wobei Schuhe dieser Art in vielen Schuhschränken zu finden sind). Wie es heißt, habe der Pastor zudem selbst schuldig plädiert - vielleicht weil er den Empfehlungen des von ihm engagierten Anwalts Folge leistete, vielleicht aber auch weil ihm im Zuge der Verhöre mit Abschiebung nach Nigeria gedroht wurde, falls er sich nicht schuldig bekennen würde.<br /><br />All das war die solide Basis für einen Schuldspruch! Nachdem der Pastor 8 Monate seines 15 Monate Urteils abgegessen hatte, kam er frei. Er hat sich nunmehr entschlossen, Einspruch gegen die Kriminalisierung seiner Person einzulegen, da er Gerechtigkeit obsiegen lassen will.<br /><br /><b>Netzwerk gegen rassistische Polizeipraxis</b><br />Wir sind eine aus Verwandten, FreundInnen, KollegInnen und NachbarInnen zusammengesetzte Gruppe, die für das jüngste Opfer von Rassismus gegenüber schwarzen Männern in Wien eintritt. Es ist nach wie vor gängige Praxis, dass die österreichische Polizei alles, was sie an Druckmitteln zur Verfügung hat - einschließlich des Gesetzes! - dafür einsetzt, Schwarzen hier das Leben zu verunmöglichen, und zwar unabhängig davon mit wem sie es zu tun haben und, was noch wichtiger ist, wenn es um das Gesetz geht: auch unabhängig davon, was sich diese Person hat zuschulden kommen lassen. Wir glauben, dass Pastor Esosa Unrecht widerfahren ist. Ein solche Ungerechtigkeit gilt uns als rassistisches Vorurteil und ist damit ein Unrecht, das uns allen widerfährt.<br /><br />Die Frage, vor der wir stehen, lautet: Wie lange können wir noch ruhig bleiben und dabei zusehen, wie unverfrorene Ungerechtigkeiten dieser Art geschehen, ohne in Frage gestellt zu werden? Die Zeit gekommen, zu sagen: 'ES REICHT!' Wir rufen euch und alle Menschenrechtsorganisationen auf, gemeinsam mit uns öffentlich aufzutreten und mit vereinter Stimmkraft, Solidarität für ein weiteres unschuldiges Opfer von Rassismus zu zeigen. Wir wollen gegen alle rassistischen Ungerechtigkeiten auftreten, die ImmigrantInnen in diesem Land erfahren, auch dann wenn diese hinter geschlossenen Türen geschehen. Die Doktrin, sich willkürlich ausgeübter Macht und Herrschaft nicht zu widersetzen, ist absurd und sklavisch! Unterdrückt zu werden, bedeutet, eines Großteils, wenn nicht gar aller grundlegenden Menschenrechte beraubt zu werden! Diesmal geht es um Pastor Joshua Esosa. Gott möge uns ermächtigen, wenn wir für ihn eintreten, insh?allah!<br /><br /><br /><b>Lasst uns gemeinsam gegen Ungleichheit vorgehen!<br />Lasst uns gemeinsam gegen Stigmatisierung auftreten!<br />Lasst uns gemeinsam gegen Rassismus in dieser Gesellschaft kämpfen!<br /><br /></b><br /><b>Termine Prozessbeobachtung und Demonstration</b><br /><br />Die nächste Gerichtsanhörung findet statt am 6. Juni 2012 um 09:00.<br />Landesgericht, Saal 305/3. Stock, Wickenburggasse 22, 1080 Wien<br />Prozessbeobachtung ist gewünscht!<br /><br /><b><br />Demonstration, 1. Juni 2012</b><br /><br /><b>--&gt; 14:00</b><br />Sammelpunkt vor dem Justizministerium<br />Museumsstraße 7, 1070 Wien / Weghuberpark<br />(U3, U2, 48A, Ecke Neustiftgasse, in der Nähe des Volkstheaters)<br /><br /><b>--&gt; 14:45</b><br />Demonstrationszug über die Museumsstraße zur Landesgerichtsstraße<br />(hinter dem Rathaus, U2, vorbei)<br /><br /><b>--&gt; 15:15</b><br />Statements vor dem Landesgericht für Strafsachen<br />Landesgerichtsstr. 11, 1080 Wien<br />(1 Haltestelle entfernt vom Schottentor, U2, mit der Bim 43 und 44)<br /><br /><b>--&gt; 16:00</b><br />Ende der Demonstration<br /><br />Allen die diesen Aufruf unterzeichnen wollen, können ihren Namen, ihre <br />Funktion und ihre Email an folgende Adresse senden:<br />junefirst2012 (at) hotmail.com
<h3></h3>
<h3>Stop racist stigmatisation and criminalisation!</h3>
<h3>Freedom for Pastor Joshua Esosa!</h3>
<br /><b>Come and join the demo:</b><br />June 1st, at 2 pm, Ministry of Justice, Museumsstraße 7 / Weghuberpark<br /><br /><b>Observe the court trial:</b><br />June 6th,&nbsp; 9 am, Landesgericht Vienna, room 305/3rd floor<br /><b><br />Send Your support declarations to:</b><br />junefirst2012 (at) hotmail.com<br /><br /><br />The initiatives „1st of March / transnational migrants' strike“ and „Afrique Europe Interact / Vienna“ hereby declare their solidarity with the demonstration for the freedom of Pastor Joshua Esosa which is organized by his friends and relatives for 1st of June in Vienna.<br /><br />Pastor Joshua Esosa, like many Black People and People of Colour before, became target of a court trial for alleged drug dealing based on racist prejudice. The arbitrary and manipulative ways of the police and the court handling evidences and testimonies didn't happen accidentally, but they are rather based on racist stigmatisation and pre-judgement.<br /><br />Until today, we can see the effects of the so-called „Operation Spring“ in this country: In 1999, more than 100 people, mostly refugees from African countries, were arrested as a consequence of a racist hate campaign, with many of them disappearing in prison for years. Many people who had been fighting for their rights and against racist violence in Austria were silcenced by this campaign. Until today, it happens daily in Austria that people get controlled and harrassed by the police based on „racial profiling“.<br /><br />On 1st of June, we want to show our solidarity with Pastor Joshua Esosa and all those who are targetted by racist criminalization and racist police harrassments. We also want to show a sign against Austrian court and state authorities trying to silence Black People, People of Colour, migrants and refugees by creating a climate of fear.<br /><br />We cannot wait for god helping us to change the situation in this&nbsp; country, but we say it loud and clear, right here and right now: It is really enough! Together against inequality, stigmatisation and <br />racism!<br /><br />Initiative 1st of March / Transnational Migrants' Strike<br />Network&nbsp; Afrique Europe Interact / Vienna<br /><br /><br /><br /><i>Call by relatives, friends, colleagues and neighbors of Pastor Joshua Esosa:</i><br /><b><br />Dealerparanoia and/or structural racism against Blacks and People of <br />Colour<br /></b>The Case of Pastor Joshua Esosa<br /><br />“If you see yourself in the position of an oppressed person, you will find out that the memory is one thing that cannot be taken away easily; when you live with such memories, revolt is always an inch below the surface.”<br /><br />In February 2011 a police group headed by AI Robert Bauer accused Pastor Joshua, an African priest at Grace Ministries International, of haven sold drug to numerous clients. He was unjustly and swiftly put to jail without any credible evidences. As it seems he was already pre-judged even before the court hearing – nothing new in good old Austria, where being found guilty seems to be in the natural order of <br />things – especially, when it comes to cases involving “foreigners”. One just has to remember the verdicts spelled out during “Operation Spring” in 2000: “The accused is found guilty of having sold an unknown amount of drugs, at an unknown place and an unknown time to unknown persons” …<br /><br />Was he found guilty in the court because of the color of his skin?<br />Is this how the judicial system functions when it comes to migrants?<br /><br /><b>The case of Pastor Joshua – yet another example</b><br />The police claims that they have been monitoring the Pastor’s drug dealing activities for quite a time; not only have they seen him selling drugs (for which – astonishingly – there is no visible proof), but also – before and after having sold drugs – going into and leaving a building in Mundygasse in the 10th district. Oddly enough, it was only after having verified at the council office that – and which – black male was living there that the police could arrest him. On this respective morning Pastor Joshua was not in this apartment; the police waited for his arrival and when he came there, he was immediately arrested and imprisoned in Burgenland.<br /><br />During the first court hearing that took place in 2011, the police presented the following evidences: First of all they brought forward eight witnesses, two of whom claimed to have bought drugs from the Pastor while the other six witnesses stood against such claims; it has to be said though, that the two of them were imprisoned and frequented by the police – a fact that suggests, that they may have been compromised. Secondly the police presented yam powder as evidence during the hearing claiming that with this milk powder Pater Joshua used to mix his Cocaine with. This same substance (yam powder) can be found in every Nigerian household, as it is a common food in West Africa and in India. <br />As careless as the police can be when handling cases of black Africans, they deemed it not necessary to check the powder in the laboratory before tendering it in the Law Court as evidence. Furthermore the police brought black shoes with white sole forward, a thing can be found in nearly every man’s shoe locker, which the police smartly identified as being shoes of a drug dealer. Last but not least, Pastor Joshua was said to have pleaded guilty, following not only the advise of the lawyer he was paying for, but also due to threats that he will be deported to Nigeria if not pleading guilty.<br /><br />It is on this weak ground that he was found guilty. After having served 8 months of his 15 months sentence, he was set free and has now made an appeal against criminalization, as he wants true justice to prevail.<br /><br />We are an advocacy group made up of relatives, friends, colleagues and neighbors of the latest victim of a racially abused black male in Vienna. It is still happening again and again that the Austrian police can use all vices available – including the law! – to put every black male down irrespectively of what personality they might be, or and this is maybe even more important when speaking about the law: irrespectively of what he might have done. In our view, a high level of injustice has been done against Pastor Joshua Esosa. Such an injustice is seen as a case of racist prejudice and is therefore an injustice done to all of us.<br />The question we are now facing is: How long can we all sit and wait seeing these unapologetic injustices done to all of us happening without being questioned? The time has come to say: “It is really enough!!” <br />Therefore, we are calling on you and on all human rights organizations to come out and join voices as we go on the street to show solidarity for an innocent victim and campaign against all racist injustices done against all immigrants in this country, even if they are happening behind closed doors. The doctrine of non-resistance against arbitrary power and oppression is absurd and slavish! Living as an oppressed puts you in a position of being deprived from all basic human rights. This time it is about Pastor Joshua Esosa. May God empower us all as we stand up on his behalf!<br /><br /><b>Let us all work together against INEQUALITY!<br />Let us all stand together against STIGMATIZATION!<br />Let us all come together against RACISM in this society.</b><br /><br /><br />The next court hearing is on the 6th of June 2012.<br />Landesgericht, Saal 305/3. Stock, Wickenburggasse 22, Vienna 1080.<br />We would ask as many people as possible to attend the hearing and <br />monitor the process!<br /><b><br />Demonstration takes place on Friday, 1st June 2012</b><br /><b><br />--&gt; 2:00pm</b><br />Gathering at the front of the Justice Ministry<br />Museumsstraße 7, 1070 Wien / Weghuberpark<br />(U3, U2, 48A, at the corner of Neustiftgasse, next to Volkstheater)<br /><br /><b>--&gt; 2:45pm</b><br />Street march through Museumstrasse until Landesgerichtsstrasse<br />(passing behind the Rathaus, U2)<br /><br /><b>--&gt; 3.15pm</b><br />Statements in front of the Landesgericht für Strafsachen<br />Landesgerichtsstr. 11, 1080 Wien<br />(1 stop to &amp; from Schottentor (U2) with Tram 43 and 44).<br /><br /><b>--&gt; 4.00pm</b><br />End of demonstration<br /><br />All those willing to sign this call can send their name, function and <br />email to:<br />junefirst2012@hotmail.com]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 28 May 2012 14:58:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Radiosendung mit Rex Osa zur Selbstorganisierung von Flüchtlingen</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/radiosendung-mit-rex-osa-zur-selbstorganisierung-von-fluechtlingen/</link>
			<description>Auf Radio Orange berichtet Rex Osa (The Voice Refugee Forum) im Rahmen der Sendereihe &quot;La voz...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Auf Radio Orange berichtet Rex Osa (The Voice Refugee Forum) im Rahmen der Sendereihe &quot;La voz de America Latina y el Caribe&quot; über die Möglichkeiten der Selbstorganisierung von Migrant_innen und Flüchtlingen zwischen Österreich und Deutschland.
<link http://sendungsarchiv.o94.at/get.php?id=094pr6170 - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Link zur Radiosendung</link>]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 08 May 2012 18:02:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Radiosendung mit Edda Pando zu Selbstorganisierung von Migrant_innen</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/radiosendung-mit-edda-pando-zu-selbstorganisierung-von-migrant-innen/</link>
			<description>Im Rahmen der Sendereihe &quot;La voz de America Latina y el Caribe&quot; auf Radio...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Im Rahmen der Sendereihe &quot;La voz de America&nbsp;Latina&nbsp;y el Caribe&quot; auf Radio Orange berichtete Edda Pando (Mailand) von ihren Erfahrungen zum Transnationalen Migrant_innenstreik in Italien seit 2009.
<link http://sendungsarchiv.o94.at/get.php?id=094pr6169 - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Link zur Radiosendung</link>]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 08 May 2012 17:51:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Keine Sprache ist die rechte Sprache</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/keine-sprache-ist-die-rechte-sprache/</link>
			<description>&quot;Deutsch&quot; herrscht - auch wenn wir Deutsch beherrschen. Vom Aktionstag 1. März.
Artikel...</description>
			<content:encoded><![CDATA[&quot;Deutsch&quot; herrscht - auch wenn wir Deutsch beherrschen. Vom Aktionstag 1. März.
Artikel im Augustin als <link fileadmin/media/sonstiges/1.maerz_augustin316_kl.pdf - download "Leitet Herunterladen der Datei ein">pdf zum download</link>.]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 19:08:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Transnationaler Migrant_innenstreik</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/transnationaler-migrant-innenstreik/</link>
			<description>Ankündigung des Transnationalen Migrant_innenstreiks am 1. März in den &quot;Nachrichten und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Ankündigung des Transnationalen Migrant_innenstreiks am 1. März in den &quot;Nachrichten und Stellungnahmen der Katholischen Sozialakademie Österreichs&quot; als <link fileadmin/media/sonstiges/transnationaler_migrant_innenstreik_kso.pdf - download "Leitet Herunterladen der Datei ein">pdf zum download</link>.]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 10:38:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Über Sprachen Sprechen</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/ueber-sprachen-sprechen/</link>
			<description>http://vimeo.com/36564142
Ein Film, der im Rahmen des Kurses &quot;Sprachliche und kulturelle...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<link http://vimeo.com/36564142 - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://vimeo.com/36564142</link>
Ein Film, der im Rahmen des Kurses &quot;Sprachliche und kulturelle Ausdrucksformen im transnationalen Raum - Schwerpunkt afrikanische Diaspora in Europa&quot; am Institut für Afrikawissenschaften entstanden ist.]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 17:02:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>1. März 2012: Transnationaler MigrantInnenstreik. Für gleiche Rechte! Gegen Rassismus.</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/1-maerz-2012-transnationaler-migrantinnenstreik-fuer-gleiche-rechte-gegen-rassismus/</link>
			<description>Video vom 1. März 2012 auf http://wahltotal.at/questions/1510</description>
			<content:encoded><![CDATA[Video vom 1. März 2012 auf <link http://wahltotal.at/questions/1510 - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://wahltotal.at/questions/1510</link>]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 03 Mar 2012 22:20:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>1. März: Migranten gehen in den &quot;Sprachstreik&quot;</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/1-maerz-migranten-gehen-in-den-sprachstreik/</link>
			<description>Eine Fotostrecke auf diepresse.com</description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine Fotostrecke <link http://diepresse.com/home/panorama/integration/736913/1-Maerz_Migranten-gehen-in-den-Sprachstreik?_vl_backlink=/home/index.do - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">auf diepresse.com</link>]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 03 Mar 2012 22:17:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Migrantenprotest ohne Deutsch</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/migrantenprotest-ohne-deutsch/</link>
			<description>29. Februar 2012 14:22, mas, derStandard.atAm 1. März ist Migrantenstreiktag - Diesmal wird die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[29. Februar 2012 14:22, mas, <link http://derstandard.at/1330389979278/1-Maerz-Migrantenprotest-ohne-Deutsch - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">derStandard.at</link><b><br /><br />Am 1. März ist Migrantenstreiktag - Diesmal wird die deutsche Sprache bestreikt</b><br /><br />Der &quot;Sprachstreik&quot; ist ausgerufen: Der alljährlich in verschiedenen Ländern stattfindende &quot;MigrantInnen-Streiktag&quot; ist heuer am 1. März der Verweigerung des Deutschsprechens gewidmet. &quot;Wir rufen zum Streik gegen den Deutschzwang auf&quot;, heißt es im Aufruftext.<br /><br /><b>Gegen Zwang</b><br /><br />&quot;Es ist klar, dass wir die Sprache lernen. Aber man soll uns nicht dazu zwingen&quot;, sagt der 32-jährige Asylwerber Thomas O. (Name der Redaktion bekannt, Anm.), Sans-Papier aus Nigeria, der den Streiktag mitorganisiert hat, im derStandard.at-Gespräch. O. kritisiert die in den letzten Jahren auferlegten Deutsch-Tests vor der Einreise und vor Erteilung einer Niederlassungsbewilligung. Diese seien &quot;nicht ernst gemeint, man will nicht, dass wir Deutsch sprechen - man will uns nur eine weitere Hürde vorlegen&quot;.<br /><br />O., der laut eigenen Angaben seit acht Jahren in Österreich lebt und dessen drei Kinder hier geboren sind, spricht laut eigenen Angaben &quot;besser Deutsch als viele Menschen mit österreichischer Staatsbürgerschaft. Trotzdem darf ich nicht hier studieren und arbeiten und bekomme keine Hoffnung auf Zukunft.&quot;<br /><br /><b>Swahili am Stephansplatz</b><br /><br />Darum würden er und die anderen RednerInnen bei der Kundgebung um 16.00 Uhr am Stephansplatz Englisch oder eine andere Sprache sprechen. &quot;Wer die Rede auf Swahili halten will, soll das tun&quot;, sagt O. &quot;Solange es nur eine Person im Publikum gibt, die die Sprache versteht, reicht das.&quot; (mas, derStandard.at, 29.2.2012)]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 00:37:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Migranten rufen zum Sprachstreik auf</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/migranten-rufen-zum-sprachstreik-auf/</link>
			<description>http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/736313/Migranten-rufen-zum-Sprachstreik-auf
29.02.20...</description>
			<content:encoded><![CDATA[http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/736313/Migranten-rufen-zum-Sprachstreik-auf
29.02.2012 | 18:21 |&nbsp; 		 		   		CHRISTINE IMLINGER&nbsp;(Die Presse)
<b>Bei  den diesjährigen Protesten am 1.März geht es um die Sprache – Migranten  wehren sich gegen den Zwang, Deutsch zu sprechen. In Wien, Linz und  Innsbruck sind Aktionen geplant.</b>

<b>Wien.</b> „Hayir, Jo, Lo, Ne, Njet, No, Non, Nu!“ – mit  einem „Nein“ in verschiedenen Sprachen ruft eine Gruppe von Migrantinnen  heute, Donnerstag, zum Streik gegen den, wie sie sagen, Deutschzwang,  auf. Die Sprache ist heuer das Thema des „transnationalen  Migrantenstreiks“ am 1.März. Streik bedeutet dabei nicht  Arbeitsniederlegung, vielmehr gehe es, so die Initiatoren, um eine  Bestreikung des „rassistischen Alltags“. Die Initiatoren, das sind  Zuwanderer sowie verschiedene linke und antirassistische Vereine.
<div class="noprint" style="clear:both; "></div>
„Es ist gut, dass wir Deutsch lernen, aber die Aktionen richten sich  dagegen, dass Deutsch als einzige Sprache gilt“, sagt Aghator Clifford,  einer der Initiatoren des Aktionstages. Für ihn bedeutet Sprachstreik,  dass er heute, Donnerstag, nicht Deutsch sprechen wird, sagt der  gebürtige Nigerianer. Mit der Drohung, das Aufenthaltsrecht zu  verlieren, würden Zuwanderer mit immer neuen Gesetzen und Verordnungen  gezwungen, immer schneller ein vorgegebenes Niveau der deutschen Sprache  vorzuweisen. In einzelnen Unternehmen oder in Schulen und Kindergärten  werde indes verboten, mit Kunden oder außerhalb des Unterrichts andere  Sprachen als Deutsch zu sprechen. Das Problem aber, so heißt es im  Aufruf zum Streik, sei nicht die Vielfalt an Sprachen, sondern der  Versuch, durch die Sprache über Menschen zu regieren, ihnen ihre  ursprüngliche Sprache abzuerkennen oder sie durch Ausdrücke wie  „Scheinasylant“ oder zuletzt „Ankerkinder“ herabzuwürdigen.
<h2>1.März soll Tag der Migranten werden</h2>
Der internationale Tag des Migrantenstreiks geht auf Proteste in den  USA zurück. Am 1.März 2006 haben dort Millionen Menschen gegen  verschärfte Einwanderungs- und Asylgesetze protestiert. Die Welle griff  auf andere Länder über. Am 1.März 2010 haben Aktivisten in Frankreich,  Spanien, Griechenland oder Italien Migranten unter dem Motto „Ein Tag  ohne uns“ aufgerufen, die Arbeit niederzulegen und den Konsum zu  boykottieren. Das sollte zeigen, dass Migranten zum Funktionieren der  Wirtschaft beitragen, ihnen zugleich aber Rechte vorenthalten werden.  Auch in Österreich fand 2011 erstmals der Migrantenstreik statt. Dieser  Tag soll sich, so hoffen die Aktionisten, so wie der 8.März als Tag der  Frauen oder der 1.Mai als Tag der Arbeit, als Tag der Migranten  etablieren.
In Wien gibt es heute – neben dem Aufruf zum Sprachstreik – über den  Tag verteilt Kundgebungen zum Beispiel am Handelskai, am Stephansplatz  oder am Viktor-Adler-Markt. Jugendzentren halten Betriebsversammlungen  ab, auch in Linz und Innsbruck sind Aktionen zum Thema geplant.
(&quot;Die Presse&quot;, Print-Ausgabe, 01.03.2012)
]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 22:17:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Šprachştrajk now! Ein kurzer Film</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/sprachstrajk-now-ein-kurzer-film/</link>
			<description>Unter diesem link findet ihr einen Film, der von ein paar Leuten zum Thema Sprachstreik gemacht...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Unter diesem link findet ihr einen Film, der von ein paar Leuten zum Thema Sprachstreik gemacht wurde: <link http://vimeo.com/37484638 - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Šprachştrajk now!</link>]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 23:54:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>PROGRAMA  del 1. de marzo en CENTRO ONCE - PROGRAMM 1. März 2012 in CENTRO ONCE</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/programa-del-1-de-marzo-en-centro-once-programm-1-maerz-2012-in-centro-once/</link>
			<description>MOTTO: DE ESA A AQUI! HUELGA LUDICA!10: 00 a.mDesayuno para tod@s! Cafe, Tente en pie, torta dulce...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>MOTTO: DE ESA A AQUI! HUELGA LUDICA!</b><br /><br /><b>10: 00 a.m</b><br />Desayuno para tod@s! Cafe, Tente en pie, torta dulce para recibir a los y las primeras invitadas<br /><br /><b>11: 00 a.m</b><br />Apertura de la Exposición fotografica „acerca de MACONDO“ en la Zinnergasse 29a en Simmering donde actualmente se ha erigido un centro de deportación de familias de refugiados.. Las fotografias describen acerca de vida y necesidades humanas de los macondeses vieneses<br />Se puede observar la exposición libremente por 45 minutos antes de dar inicio a las acciones en el CENTRO ONCE<br /><br /><b>11: 45 a.m</b><br />Palabras de apertura de BA Zoraida Nieto en torno a las acciones decentrales del 1. de marzo 2012 en toda Viena (en idioma espanol)<br />Historia del día internacional de la huelga transnacional de migrantes 2011/12 Presentación del video oficial de la campana é iniciativa así como de un cortometrage de las acciones en el Victor –Adlermarkt 2011. El sindicato nacional de trabajadores austriacos de Tirol en Austria apoya las acciones decentrales del 1. De marzo 2012!<br /><br /><b>12: 30 p.m</b><br />Grupo músical latinoamericano Luis Parra &amp; Pacha Manka (residentes en Austria)<br /><br /><b>12: 50 a.m</b><br />Saludos de solidaridad de la misión diplomatica paraguaya en Austria<br /><br /><b>13: 00 p.m</b><br />MOTTO: ALLES IST NICHT NUR ARBEIT, ESSEN MUSS MAN AUCH KÖNNEN! NO SOLO SE TRABAJA, SE COME TAMBIÈN!<br />Simbolicamente invitamos a tod@s a hacer huelga en la cocina del CENTRO 11 y a compartir con nosotros para intercambiar ideas en el marco de proximas acciones a lo largo del ano 2012 Empanadas con carne y queso (vegetarianas) y pan de jamón venezolano<br />Vinos rojo y blanco (bio)/ bebidas antialcoholicas<br /><br /><b>14: 30 p.m</b><br />Palabras de su Excelencia, Embajador de la República bolivariana de Venezuela en Austria, Alí de Jesús Uzcátegui Duque acerca de la directiva de retorno en Europa, en idioma espanol<br /><br /><b>15. 00 p.m</b><br />Palabras del activista politico austriaco Federico Mahrer en torno a la excluyente en contra de inmigrantes actualmente: Politicas de extranjeria en Austria y en torno a ilegalizaciones forzosas de migrantes en Espana (Discurso básico en idioma espanol)<br /><br /><b>15: 30 p.m</b><br />Grupo músical Latinoamericano Marca Tambo (Projecto músical de integración CENTRO ONCE) en Austria<br /><br /><b>16: 00 p.m</b><br />Poesía y Prosa acerca de discursos básicos en la migración en espanol Manuel Ramos Martinez (MACONDO City)<br /><br /><b>16: 30 p.m</b><br />Palabras de solidaridad de Ivet Lopez (Segunda secretaria) del cuerpo diplomatico de la Embajada de la República de Cuba en idioma espanol<br /><br /><b>16:45 p.m</b><br />El canta –autor Pedro Vargas nos saluda desde Suecia donde reside actualmente y tocara temas latinoamericanos en solidaridad con el movimiento del 1. de marzo 2012<br /><br /><b>17: 15 -18: 00 p.m</b><br />Nos despedimos con el Grupo de Danzas ARPA de Paraguay para mobilizarnos en dirección a la concentración con la que cierra el 1. de marzo 2012: Viktor Adler Markt, U1 Reumanplatz 1100 y a la fiesta donde tod@s somos Vienvenid@s: Pernerstorfergasse: 12 en PLANET 10 en el mismo distrito vienes Página
*************************************************************************************<br /><b><br />MOTTO: VON DORT, BIS DAHER! DE ESA A AQUI!</b><br /><br /><b>10: 00 Uhr</b><br />Frühstück für ALLE! Kaffe, „Tente en pie“ Latino und süße Torte um die ersten Gäst_nnen herzlich willkommen zu heissen<br /><br /><b>11:00 Uhr</b><br />Eröffnung der Fotographie -Ausstellung „Über MACONDO“ in der Zinnergasse 29a im Simmering, wo gerade einen Häfen zur Abschiebung von Flüchtlings –Familien eingerichtet worden ist. Die Fotografien geben Auskunft über Leben und menschlichen Bedürfnisse der neu angekommenen Wiener lebend in MACONDO.<br />Einen Rundgang durch die Ausstellung für 45 Minuten gibt Einblick über der menschenunwürdigen Art und Weise in den Menschen aufgrund ihrer Herkunft in Österreich behandelt werden.<br /><br /><b>11: 45 Uhr</b><br />Eröffnung der Dezentralen Aktion am 1. März 2012 im CENTRO ONCE durch BA Zoraida Nieto in spanische Muttersprache<br />Zur Geschichte der Transnationalen Migrant_nnenstreik 2011/ 12 weltweit und in Österreich<br />Präsentation des offiziellen Video zur Kampagne und Initiative sowie einen Kurzfilm über die Aktionen am Viktor –Adlermarkt vergangenes Jahr. Der ÖGB Tirol unterstützt die dezentralen Aktionen des 1. März 2012!<br /><br /><b>12: 30 Uhr</b><br />Musikgruppe Luis Parra &amp; Pacha Manka aus Lateinamerika (Lebend in Österreich)<br /><br /><b>12: 50 Uhr</b><br />Solidaritätsworte der diplomatischen Mission Paraguay in Österreich<br /><br /><b>13: 00 Uhr</b><br />MOTTO: ALLES IST NICHT NUR ARBEIT, ESSEN MUSS MAN AUCH KÖNNEN! NO SOLO SE TRABAJA, SE COME TAMBIÈN!<br />Symbolisch laden wir alle herzlich ein, um Streik in der Küche des CENTRO ONCE zu machen, um Ideen auszutauschen im Rahmen der nächsten Aktionen im Jahre 2012<br />Maiz –Teigtaschen mit Fleisch und Käse (vegetarisch) sowie Schinkenbrot aus Venezuela<br />Rote und weiß Wein (Bio)/ auch Anti -alkohlische Getränke<br /><br /><b>14: 30 Uhr</b><br />Redebeitrag des Botschafters der bolivarischen Republik Venezuelas, Alí de Jesús Uzcátegui Duque in spanische Muttersprache : Die Rückkehrdirektive in Europa<br /><br /><b>15. 00 Uhr</b><br />Redebeitrag des österreichischen politischen Aktivist Federico Mahrer rund um die Lage in Ausschluss von Migrant_nnen in Österreich und Spanien (Basis –Diskurs in spanische Muttersprache)<br /><br /><b>15: 30 Uhr</b><br />Musikgruppe Marca Tambo ( Integration -Musikprojekt des CENTRO ONCE) in Österreich<br /><br /><b>16: 00 Uhr</b><br />Poesie und Prosa zur Basis –Diskurse in der Migration: Manuel Ramos Martinez (MACONDO City) in spanische Muttersprache<br /><b><br />16: 30 Uhr</b><br />Redebeitrag von Ivet Lopez, Zweite Sekretärin der Botschaft der Republik Kuba in spanische Muttersprache<br /><br /><b>16:45 Uhr</b><br />Pedro Vargas, lebend in Schweden, kommend aus Lateinamerika wird Grußworte zum 1. März geben, und über die Lage in seine jetzigen zweiten Heimat berichten, sowie faszinierenden Musik darbieten<br /><br /><b>17: 15 -18: 00 Uhr</b><br />Wir verabschieden uns mit der Tanzgruppe ARPA aus Paraguay der auch der 1. März unterstützt und uns Grußworte schenken wird. Weiter mobilisieren wir uns in Richtung Abschlusskundgebung in Viktor Adler Markt, U1 Reumanplatz 1100 um danach an den Fest in PLANET 10, Pernerstorfergasse 12 auch im gleichen wiener Bezirk gemeinsam zu feiern. Alle seid´s Willkommen!]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 23:35:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>1. März: Transnationaler Migrant_innenstreik – maiz macht mit!</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/1-maerz-transnationaler-migrant-innenstreik-maiz-macht-mit/</link>
			<description>Dieses Jahr werden Migrant_innen nicht nur in Wien streiken! Unter dem Motto: „Besetzen &amp;...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Dieses Jahr werden Migrant_innen nicht nur in Wien streiken! Unter dem Motto: „Besetzen &amp; Gestalten“ streikt maiz 2012 in Linz und lädt ein zum produktiven Mitmachen.
<link http://www.maiz.at/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">www.maiz.at</link>
<br />Treffen: 1. März um 9 Uhr in der Hofgasse 11 in der Linzer Altstadt<br /><br />Absperren: maiz wird abgesperrt – kein Zutritt für Streikbrecher_innen – und drinnen und rund herum wird produktiv gestreikt!<br /><br />Gestalten: Im Laufe des Vormittags werden die Aktionen für den Nachmittag geplant und vorbereitet.<br /><br />Eintopfen: Mittags gibt’s zur Stärkung viele Töpfe Eintopf mit Diskussionen zu Positionen<br /><br />Besetzen: am Nachmittag wird das „maiz-Forschungsinstitut“ eine Umfrage an beheizten und von vielen Menschen besuchten Orten durchführen.<br /><br />Die Ergebnisse dieser Umfrage und anderer Aktionen werden im Rahmen einer Pressekonferenz – ebenfalls am 1. März veröffentlicht und für gewohnten Medienrummel sorgen.<br />Ort &amp; Zeit: maiz, Hofgasse 11 um 16 Uhr<br /><br />Für Details zum Migrant_innenstreik bitten wir Interessierte am 1. März den Links auf der <link http://www.maiz.at/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">maiz-Homepage</link> zu folgen. Dort gibt’s auch das Streiklogo für deine Facebookseite zum Download.<br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 21:18:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Presseaussendung: Transnationaler Migrant*innenstreik in Österreich 2012 - für gleiche Rechte, gegen Rassismus</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/presseaussendung-transnationaler-migrantinnenstreik-in-oesterreich-2012-fuer-gleiche-rechte-geg/</link>
			<description>Zum zweiten Mal findet in diesem Jahr der unter dem Motto &quot;für gleiche Rechte - gegen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zum zweiten Mal findet in diesem Jahr der unter dem Motto &quot;für gleiche Rechte - gegen Rassismus&quot; der Transnationale Migrant*innenstreik auch in Österreich statt. Ausgehend von einem massenhaften Streik gegen rassistische Einwanderungsgesetze in den USA im Jahr 2006 haben seitdem Migrant*innen auf der ganzen Welt den 1. März zum transnationalen Streiktag ausgerufen. Streik bedeutet dabei nicht nur Arbeitsniederlegung, sondern das Bestreiken jeder Form des rassistischen Alltags. &quot;Ich sage nicht Entschuldigung! Ich muss mich für nichts entschuldigen, bei allem was mir zusteht! Und für ein gerechtes und menschenwürdiges Leben muss sich niemand nirgendwo bedanken! So wie die Sonne für alle da ist, und nicht nur für die Einen, fordern wir gleiche Rechte für alle!&quot;, bringt Zoraida Nieto, Aktivistin der 1. März Initiative, die Idee des Migrant*innenstreiks auf den Punkt.<br /><br /><b>Migrant*innenstreik in Wien, Linz und Innsbruck</b><br /><br />In mehreren Städten Österreichs sind vielfältige Aktionen geplant: In Wien gibt es, neben einem Aufruf zum Sprachstreik gegen diskriminierende Sprachenpolitik, über den Tag verteilte Kundgebungen am Handelskai, am Stephansplatz und am Viktor-Adler Markt mit Teach Ins, offenem Mikrofon und Musik zu Themen rund um Recht auf Migration und Forderungen von Flüchtlingen. Darüber hinaus finden eine Betriebsversammlung von Mitarbeiter*innen und Nutzer*innen von Jugendzentren, ein ganztägiges Info- und Kulturprogramm in den Räumen des Migrant*innenvereins &quot;Centro Once&quot; in Simmering, Straßentheater in der Innenstadt, sowie Film- und Partyveranstaltungen statt. In Linz plant die Migrantinnen-Selbstorganisation &quot;MAIZ&quot; ein ganztägiges Programm in der Innenstadt mit öffentlichem, von den Teilnehmer*innen selbst organisiertem Unterricht, alternativ zu den ansonsten stattfindenden Deutschkursen. In Innsbruck unterstützt der ÖGB Tirol den Aufruf zum Migrant*innenstreik.<br /><br />Sprachstreik für Sprachenrechte, gegen Deutschzwang<br />Mit dem Sprachenstreik, ein Schwerpunkt des diesjährigen Migrant*innenstreiks, soll die Forderung nach Sprachenrechten und die Absage an diskriminierende Sprachpolitik und den Zwang zum Deutsch sprechen artikuliert werden. Die 1. März Initiative wendet sich damit gegen die in Österreich vorherrschende politische Debatte über sogenannte &quot;Integration&quot;. Diese bedeutet in der Praxis, dass mit immer neuen Gesetzen und Verordnungen Migrant*innen, mit der Drohung, das Aufenthaltsrecht zu verlieren, dazu gezwungen werden sollen, immer schneller ein vorgegebenes Niveau der deutschen Sprache vorzuweisen. Sowohl in Betrieben, wie den Bäckereiketten &quot;Anker&quot; und &quot;Ströck&quot;, als auch in zahlreichen Schulen und Kindergärten, wird durch Verbote, andere Sprachen als Deutsch zu benutzen, versucht, eine monolinguale Sprachnorm durchzusetzen. Auf der anderen Seite wird&nbsp; denen, die keinen geregelten Aufenthaltsstatus haben, die Teilnahme an geförderten Deutschkursen verwehrt. &quot;Sie machen Druck und sagen: 'Du musst A1, A2, B1, oder oder oder... können.' Sie betreiben mit uns eine Spielerei. Und ich wiederum will mehr Deutsch lernen, aber ich als Asylwerber darf es nicht&quot;, so Nebojsa Mladenovic, politischer Flüchtling und 1. März-Aktivist.<br /><br /><b>Eine Plattform gegen diskriminierendes Asyl- und Fremdenrecht</b><br /><br />Ein weiterer Fokus liegt darauf, eine Plattform für Flüchtlingen und Migrant*innen zu schaffen, die ihrer Stimme gegen sozialen Ausschluss, Illegalisierung, Kriminalisierung und Abschiebung, wie sie durch die letzte Novelle des Fremden- und Asylrechts weiter verschärft wurden, öffentlich Gehör verschaffen wollen. &quot;Was meinen sie mit &quot;Integration&quot;, wenn sie gegen uns Isolation betreiben? Unser Intellekt, unsere Projekte, die menschliche Entwicklung werden blockiert. Genauso wie dort, wo wir herkommen, werden wir hier schikaniert, hierarchisiert und verachtet. Aber dieses Europa ist nicht nur euer Europa, es ist auch mein Europa&quot;, meint Nebojsa Mladenovic, der vor seiner Flucht in Montenegro Projekte für die Rechte der Roma geleitet hat. Für die 1. März-Initiative ist es besonders wichtig, dass nicht, wie sonst oft, über die Leute geredet wird, denen in Österreich Rechte verweigert werden, ohne dass diese selbst zu Wort kommen. &quot;Wir selbst sind Sprecher*innen und Akteur*innen unserer eigenen Erfahrungen und wir haben selbst die Antwort auf die eigene Lage im Ausschluss&quot;, betont Zoraida Nieto.<br /><br /><b><br />Hintergrundinformationen:</b><br /><br />Diskiminierende Praktiken gegen Asylwerber*innen in Österreich - eine unvollständige Auswahl:<br /><br />Neu ankommende Asylwerber*innen werden wochenlang in Erstaufnahmelager in Traiskirchen oder im Abschiebezentrum Zinnergasse/Simmering isoliert und von Unterstützung abgeschnitten.<br /><br />Auf der Grundlage der &quot;Dublin II&quot;-Konvention werden oftmals Flüchtlinge ohne Zugang zum Asylverfahren nach Ungarn, Slowakei oder Italien abgeschoben. Dies betrifft aktuell u.a. zahlreiche Flüchtlinge aus Somalia.<br /><br />Der Wiener Flughafen ist Drehscheibe für FRONTEX-Massenabschiebungen u.a. nach Nigeria, Georgien, Russland und Ex-Jugoslawien.<br /><br />Denjenigen, die es ins Asylverfahren schaffen, wird zugemutet, über lange Jahre von minimaler &quot;Grundversorgung&quot;, abgeschnitten von Erwerbsarbeit, in Sammelunterkünften, willkürlich über ganz Österreich verteilt, zu leben. Das betrifft sogar schwer kranke Personen, wie Dialyse-Patient*innen.<br /><br />Häufig werden abgelehnte Asylwerber*innen mit rechtswidrigen Verwaltungsstrafen für sogenannten &quot;Illegalen Aufenthalt&quot; schikaniert, die bloße Existenz einer Person in Österreich wird kriminalisiert.<br /><br /><b><br />Zum transnationalen Migrant*innenstreik am 1. März:</b><br /><br />Der transnationale Migrant*innenstreik am 1. März geht auf die Proteste im Jahr 2006 in den USA zurück. Auslöser war damals &quot;The Border Protection, Anti-terrorism, and Illegal Immigration Control Act of 2005&quot;, bekannt auch als H.R. 4437. Das Gesetz denunzierte u.a. die damals rund 12 Mio. undokumentierten Migrant_innen wie auch ihre Helfer_innen als verbrecherische Personen. In den folgenden Jahren schlossen sich weltweit Migrant_innen und Unterstützer_innen mit den gleichen Anliegen gegen Ausbeutung und Kriminalisierung den Protesten am 1. März an. In Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien finden seitdem zahlreiche Aktionen an diesem Tag statt. Bei den Aktionen zum 1. März geht es um die Sichtbarkeit einer heterogenen sozialen Gruppe, die sich transnational verständigt und solidarisiert. Damit sind nicht die Grenzen der Herkunft, sondern der Widerstand gegen politische und gesellschaftliche Machtverhältnisse, die Ungleichheit und Ausschlüsse produzieren, das gemeinsame Projekt.]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 12:02:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Demo-Aufruf zum 1. März in Innsbruck</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/demo-aufruf-zum-1-maerz-in-innsbruck/</link>
			<description>Am 1. März, dem Tag des Transnationalen Migrant_innenstreiks, findet auch in Innsbruck erstmals...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am 1. März, dem Tag des Transnationalen Migrant_innenstreiks, findet auch in Innsbruck erstmals eine Demonstration statt:<br /><br /><b>*Donnerstag, 1. März 2012, 18 Uhr<br />Wiltener Platzl, Innsbruck*</b><br /><br />Nach der Demonstration ab 20 Uhr Aufwärmen, Essen, Trinken und<br />After-Strike-Party im Café Decentral &lt;http://decentral.blogsport.de/&gt;, Haller Straße 1.<br /><br />Der ÖGB Tirol unterstützt nach einem einstimmigen Beschluß ebenfalls den Transnationalen Migrant_innenstreik für gleiche Rechte, Inklusion und Anerkennung von Migrantinnen und Migranten in Österreich.<br /><br />Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass auf der Demonstration keine Werbung von wahlwerbenden politischen Parteien sowie keine nationalistischen Symbole erwünscht sind!<br /><br />Eine Initiative von ATIGF - Avusturya Türkiyeli Isçi Gençlik Federasyonu (Föderation der Arbeiter_innen und Jugendliche aus der Türkei in Österreich) und Plattform Bleiberecht<br /><br /><br /><b>Transnationaler Migrant_innenstreik in Innsbruck</b><br /><br />Demonstration<br /><br /><b>Donnerstag, 1. März 2012, 18 Uhr<br />Wiltener Platzl, Innsbruck</b><br /><br />Der 1. März ist zu einem symbolhaften Tag für den Transnationalen <br />Migrant_innenstreik geworden.<br />Dieser Tag vereinigt alle Migrant_innen und gibt uns eine gemeinsame Stimme, um gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausschließung auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens zu sprechen - eine gemeinsame Stimme, die unsere Forderungen lauter, stärker und nachdrücklicher machen wird!<br /><br />Streikbewegungen von Migrant_innen haben eine lange Geschichte. Die transnationalen Proteste am 1. März wurden 2006 in den USA initiiert und haben Migrant_innen in anderen Ländern ermutigt, sich zu organisieren und an diesem Tag aktiv zu werden. Nach einer innerbetrieblichen Aktion im letzten Jahr findet dazu erstmals am 1. März 2012 in Innsbruck eine Demonstration statt.
<b>Für globale Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte!<br /><br />Gegen rassistische Unterdrückung und jede Form der Diskriminierung!<br /><br />Gegen kapitalistische Ausbeutung und gegen Sexismus, von dem Migrantinnen besonders betroffen sind!</b>
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<b>Transnational Migrants´ Strike in Innsbruck</b><br /><br />Demonstration<br /><br /><b>Thursday, 1st of March 2012, 6 pm<br />Wiltener Platzl, Innsbruck</b><br /><br />The 1st of March has become a symbolic day for transnational migrants’ strike. This day unites all migrants and gives us a common voice to speak up against racism, discrimination and exclusion on all levels of social life – a common voice that will make our claims louder, stronger and more persistent!<br /><br />Migrants’ strikes have a long history. The transnational protests on the 1st of March were initiatied in the USA in 2006 and have encouraged migrants in other countries to organise and take action on that day. After an action in a local shop last year, this March 1st in Innsbruck a demonstration takes place.<br /><br /><b>For the global right of movement and equal rights!<br /><br />Against racist repression and all forms of discrimination!<br /><br />Against capitalist exploitation and sexism, under which female migrants suffer especially!</b>
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<b>Ulusötesi Göçmen Grevi</b><br /><br />Yürüyüşe çağrı<br /><b><br />1. Mart 2012 Persembe<br />Saat: 18:00<br />Yer: Wiltener Platzl, Innsbruck</b><br /><br />1. Mart, uluslararası göçmenlerin mücadele günüdür. Göçmenleri birleştiren ve toplumun tüm alanlarında ırkçılık, ayrımcılık ve dışlanmaya karşı sesimizi birleştiren, haklarımız için daha güçlü kılan bir&nbsp; gündür. Birlikte&nbsp; hareket etmek ve seslerimizi birleştirmek bizi güclü yapar. Göçmenler mücadele günü uzun tarihi vardır.<br /><br />1. Mart sembolik bir gün haline gelmiştir.&nbsp; Bu mücadele günü buyıl Innsbruck´ta Yürüyüş yapilacaktir. Tüm duyarlı Kitleleri bu yürüyüşe Katılmaya çağırıyoruz.<br /><br /><b>Irkçıliğa ve her türlü ayrımcılığa karşı!<br /><br />Kapitalist Sömürüye, Cinsiyet ayrımcıliğına ve Göçmenlerin daha yoğun sömürülmesine karşi alanlara!</b>
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<br /><b>Transnacionlni strajk migranata</b><br /><br />Demonstracija<br /><br /><b>Cetrvrtak, 01. marta 2012 u 18:00h<br />Wiltener Platzl, Innsbruck</b><br /><br />Prvi mart je postao simbolican dan za transnacionalni strajk migranata. Ovaj dan ujedinjuje sve migrante da zajdnicki podignu glas protiv rasizma, diskriminacije i isljucenja iz svih polja drustvenog zivota – zajednicki glas da nasi zahtjevi postanu glasniji, jaci i izrazeniji. Transnacionalni protesti 1. marta 2006 su zapoceti u USA i potakli su migrane u drugim zemljama da se organizuju i na isti dan postanu aktivni.<br />Poslije jedne interne akcije u poslednjoj godini odrzace se 01.marta 2012 i u Insbruku jedna takva demonstracija.<br /><br /><b>Za globalnu slobodu kretanja i ista prava!<br /><br />Protiv rasistickog ugnjetavanja i svake forme diskriminacije!<br /><br />Protiv kapitalistickog iskoristavanja i muske dominacije od koje su migrantkinje posebno pogodjene!</b><br /><br />Na inicijativu ATIGF - Avusturya Türkiyeli Isci Genclik Federasyuonu (savez radnika i omladine iz Turske u Austriji) i platfome pravo boravka.
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<b>Sciopero generale transnazionale delle comunità migranti</b><br /><br />Manifestazione<br /><br /><b>Giovedì 1° marzo 2012, ore 18<br />Wiltener Platzl, Innsbruck</b><br /><br />Il primo di marzo è diventato il giorno simbolico dello sciopero generale transnazionale delle comunità migranti. Questa giornata unisce tutti i migranti e ci permette di protestare uniti contro il razzismo, la discriminazione e l'esclusione ad ogni livello della vita sociale - una voce corale che renderà le nostre pretese ancora più forti ed energiche!<br /><br />Gli scioperi di migranti hanno ormai una lunga storia. Le proteste transnazionali del primo marzo iniziarono nel 2006 negli Stati Uniti. Esse hanno dato il coraggio ai migranti di altri paesi di organizzarsi e di rendersi attivi in questo giorno.<br />Dopo un azione svolta all'interno di un'azienda nell'ultimo anno, ora inoltre si terrà per la prima volta anche a Innsbruck il primo marzo una manifestazione.<br /><br /><b>Per la libertà di movimento globale e per uguali diritti!<br /><br />Contro l'oppressione razzista e ogni forma di discriminazione!<br /><br />Contro lo sfruttamento capitalista e contro il sessismo, il quale colpisce particolarmente le migranti!</b>
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<b>Grève transnationale des migrant(e)s<br />Grève transnationale des travailleurs immigré(e)s et sans-papiers</b><br /><br />Manifestation
<b>Jeudi 1er Mars 2012, 18 heures<br />Wiltener Platzl, Innsbruck</b><br /><br />Le 1. mars est devenu la journée symbolique pour la grève transnationale des personnes migrantes. Ce jour unit toutes les personnes migrantes et nous donne une voix commune pour parler contre le racisme, contre la discriminiation<br />et l‘exclusion sur tous les niveaux de la vie sociale - cette voix commune sera plus forte et donnera plus de force à nos revendications.<br /><br />Les mouvements de grève de personnes migrantes ont une longue histoire. Les protestations transnationales le 1. mars ont été initiées aux Etats-unis en 2006, et elles ont encouragés les personnes migrantes dans d‘autres pays de s‘organiser et de devenir actives ce jour-là. Après une action au sein de l‘entreprise l‘année dernière, une manifestation en faveur de la liberte de mouvement et l‘égalité&nbsp; de droits aura lieu pour la première fois le 1. mars 2012 à Innsbruck!
<b>Contre l‘opression à cause de la race et toute forme de discrimination!<br /><br />Contre l‘exploitation capitaliste et la division, contre le sexisme par lequel les personnes migrantes sont particulièrement touchées!</b>

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			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 01:25:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Demo am Mittwoch 15.02.12 gegen den Rohstoff-Krieg in der Demokratischen Republik Kongo</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/demo-am-mittwoch-150212-gegen-den-rohstoff-krieg-in-der-demokratischen-republik-kongo/</link>
			<description>Die Demo wird organisiert von der Kongolesischen Diaspora in Österreich, mit Unterstützung von...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt">Die Demo wird organisiert von der Kongolesischen Diaspora in Österreich, mit Unterstützung von Afrique Europe Interact Wien, und richtet sich gegen die Gewalt im militärischen Konflikt um die Rohstoffe in der DRK.</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt">Wir unterstützen diese Demonstration und rufen auf, sich daran zu beteiligen!</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><b>Treffpunkt ist am Praterstern um 11 Uhr – von dort aus geht es zum Sitz der Vereinten Nationen</b></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt">The demonstration is organized by Kongolesische Diaspora in Österreich, and supported by Afrique Europe Interact Wien and ist directed against the violence in the war for resources in the Democratic Republic of the Congo.</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt">We support this demonstration and ask all of you to show solidarity and participate!</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"><b>The demonstration will start at Praterstern, 11 am, and will end at the United Nations Headquarter</b></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt">Hier der Plakat-Text der Kongolesischen Diaspora in Österreich:</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt">„Schon 13 Jahre tobt in der Demokratischen Republik Kongo ein militärischer Konflikt um Rohstoffe! Dieser Krieg hat mehr als 8 Millionen Tote, meistens Zivilisten, zu beklagen! Knapp 1.500 Frauen und Mädchen werden täglich vergewaltigt! Kinder werden als Soldaten und Kanonenfutter eingesetzt! Die Ressourcen des Landes werden geplündert! Die Internationale Gemeinschaft bereichert sich und schweigt zu dieser Tragödie!</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt">Wir wollen eine andere Zukunft für die Demokratische Republik Kongo und werden ein Zeichen für den Frieden und die Rechte aller Menschen setzen!!!“</p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt"></p>
<p style="MARGIN: 0cm 0cm 10pt">Flyer und Plakat finden sich unter anderem <link http://at.indymedia.org/node/22289 - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">hier</link>.</p>]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 19:39:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Vom 1. März zum 1. Mai … Ein Strategiegespräch zu Fragen der Allianzenbildung</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/om-1-maerz-zum-1-mai-ein-strategiegespraech-zu-fragen-der-allianzenbildung/</link>
			<description>Markus Griesser
in Kulturrisse:...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="ig-subtitle">Markus Griesser
in Kulturrisse: http://kulturrisse.at/ausgaben/queere-de-konstruktionen/einrisse/vom-1.-maerz-zum-1.-mai</div>

Am 1. März dieses Jahres fand in Wien der erste Transnationale  Migrant_innenstreik statt (für die Hintergründe siehe den Artikel zum Thema in  dieser Ausgabe). Am 1. Mai 2011 wird Wien nach zweijähriger Pause auch wieder  zum Austragungsort für eine MayDay-Parade. Die <i>Kulturrisse</i> (KR) baten mit  <b>Ilker Ataç </b>und<b> Lisa Sigl</b> zwei in die jeweiligen Vorbereitungen  involvierte AktivistInnen zum Strategiegespräch und diskutierten mit ihnen  Fragen der Allianzenbildung, Nachwirkungen der Uniproteste und das Konzept der  Wissensarbeit.
<b><i>KR: </i></b>Sowohl beim Transnationalen  Migrant_innenstreik als auch beim MayDay wurde bzw. wird der Anspruch  formuliert, breite Allianzenbildungsprozesse initiieren zu wollen. Es soll also  gelingen, über soziale Grenzen hinweg Menschen anzusprechen und zu mobilisieren,  deren Gemeinsamkeit darin besteht, (auf je spezifische Weise) von Prekarisierung  bzw. Rassismus betroffen zu sein. Könnt ihr erläutern, welche Überlegungen  hinter diesem Anspruch stehen?
<b><i>Ilker:</i></b> Die Initiative für den  Transnationalen Migrant_innenstreik geht zurück auf eine Mobilisierung von  MigrantInnen, die 2006 in den USA begonnen hat und in den vergangenen zwei  Jahren unter dem Label „Ein Tag ohne uns“ in unterschiedlichen europäischen  Ländern übernommen wurde. Unter diesem Motto sollte die Frage in den Raum  gestellt werden, was passieren würde, wenn MigrantInnen nicht arbeiten, nicht  konsumieren, am gesellschaftlichen Leben nicht teilnehmen würden. Die Idee  bestand also darin, über diese Sichtbarmachung auf rassistische Gesetzgebungen  und Alltagsrassismen, auf schlechte Arbeitsbedingungen und die im Allgemeinen  prekäre Lage von MigrantInnen aufmerksam zu machen. Insofern ging es um so etwas  wie die breitere Politisierung und Artikulierung eines migrantischen Subjekts,  indem bspw. im Aufruftext versucht wurde, ein migrantisches „Wir“ zu  konstruieren. Zugleich sollte dieses migrantische Subjekt aber nicht ethnisiert  werden, wie das im Alltag sehr stark passiert. Es war also das Ziel, durch die  Konstruktion eines „Wir“ eine Politisierung zu schaffen, die aber gerade nicht –  wie es ja auch im Aufruftext hieß – zu einer Trennung zwischen „Wir“ und „Ihr“  führen sollte.
<b><i>Lisa:</i></b> Die erste MayDay-Parade fand  2001 in Mailand statt, und das Konzept verbreitete sich in der Folge rasch über  Europa und darüber hinaus. Auch in Wien gingen zwischen 2005 und 2008 am  Nachmittag des 1. Maies ja bereits vier Paraden über die Bühne<i>.</i> Der  Anspruch von MayDay ist es dabei zuerst einmal, einen möglichst breiten  Prekarisierungs-Begriff zu etablieren und einen Raum zu schaffen, in dem die  unterschiedlichen von Prekarisierung Betroffenen ihre Forderungen gemeinsam  artikulieren und versuchen können, diese Forderungen zusammen zu bringen. Das  impliziert den Hinweis darauf, dass es Prekarisierung nicht bloß bezogen auf  Arbeitsverhältnisse gibt, sondern dass hier ein umfassenderer Blick auf Fragen  der Wohnverhältnisse, des Aufenthaltsstatus usw. von Nöten ist.
<b><i>KR:</i></b> Sowohl was die zentrale  Kundgebung am 1. März anbelangte, als auch was die MayDay-Paraden vergangener  Jahre betrifft, wurde jedoch vielfach die Kritik artikuliert, dass gerade dieser  Anspruch sozialer Heterogenität weitgehend uneingelöst geblieben ist. Woran ist  das eures Erachtens gelegen, und seht ihr Lösungsstrategien für dieses  Problem?
<b><i>Ilker:</i></b> Was den 1. März anbelangt,  muss ich dieser Einschätzung zumindest zum Teil widersprechen: Einerseits gab es  nämlich an diesem Tag eine Reihe von dezentralen Aktionen und  Betriebsversammlungen, bei denen das nicht so war. Andererseits waren an der  Vorbereitung ja bspw. nicht nur NGOs aus dem migrantischen Bereich, sondern auch  SOMs (Selbstorganisationen von MigrantInnen) oder politische Organisationen v.  a. aus der türkischen, kurdischen und lateinamerikanischen Community beteiligt,  deren Angehörige vielfach auch ArbeiterInnen sind. In bestimmten Kontexten wie  bspw. dem der Betriebsversammlungen spielten diese eine wichtige Rolle. Was die  zentrale Kundgebung am Abend des 1. Märzes am Viktor-Adler-Markt anbelangt – und  da reden wir über ein spezifisches Format –, stimmt die Einschätzung aber  möglicherweise. Über die Frage der Mobilisierung im Kontext des 1. Märzes müssen  wir aber natürlich noch grundsätzlich sprechen. Das hat v. a. damit zu tun, dass  das alles sehr kurzfristig geplant und erst am 10. Januar entschieden wurde, den  Aktionstag zu machen. Entsprechend gab es einfach zu wenige Ressourcen für eine  profunde Basisarbeit, die solche Mobilisierungen tragen kann. Umso mehr freuen  wir uns auf die Basisarbeit für das nächste Jahr.
<b><i>Lisa</i></b>: Ich würde dieser Einschätzung  zustimmen und bin der Meinung, dass das im MayDay-Kontext bislang zu wenig  problematisiert wird, auch wenn es Anstöße zur Reflexion durchaus gegeben hat.  Grundsätzlich glaube ich, dass das daran liegt, dass im deutschsprachigen  Kontext erst einmal der Prekarisierungs-Begriff etabliert werden musste. Und da  ist es natürlich noch mal ein anderer Kraftaufwand, diesen Begriff zu  verbreitern und politische Strategien zu entwickeln, die den angesprochenen  Homogenisierungstendenzen entgegen wirken. D. h., es bedarf hier einer viel  längeren Diskussion und intensiverer Anstrengungen auch über die Parade am 1.  Mai hinaus. Dabei habe ich die Hoffnung, dass mit den Organisierungs- und  Vernetzungsbemühungen rund um den 1. März Ansätze für die Bildung breiterer  Allianzen in diesem Zusammenhang geschaffen wurden.
<b><i>KR:</i></b> Auch die Vorbereitungsnetzwerke  waren bzw. sind in beiden Fällen ja sozial eher homogen und – um einen aktuell  viel diskutierten Begriff aufzugreifen – klar von WissensarbeiterInnen  dominiert. Woran liegt das, und wird das eures Erachtens – die ihr ja beide  selbst WissensarbeiterInnen seid – in den jeweiligen Netzwerken (ausreichend)  problematisiert?
<b><i>Lisa:</i></b> Also ich würde auch dem  zustimmen, habe aber keine wirkliche Lösung dafür, außer dass ich mir denke,  dass das als Anspruch einfach ernster genommen werden muss und längerfristig  Strategien entwickelt werden müssen. Das war und ist in dem Zeitrahmen, in dem  die Paraden-Organisation heuer passiert, nicht wirklich möglich. Auf den  laufenden Plena wird das deshalb auch sicher zu wenig problematisiert. Obwohl es  natürlich ein Problembewusstsein gibt und Leute aus dem MayDay-Plenum gerade  auch deshalb die Vernetzung mit dem Migrant_innen-Streik-Plenum gesucht haben.  Aber man könnte da sicher noch viel mehr tun.
<b><i>Ilker: </i></b>Also ich muss der von dir  angesprochenen Homogenitäts-These auch in Bezug auf die Plena widersprechen. Bei  diesen war in erster Linie auffallend, dass wir eine sehr starke Fluktuation  hatten. Also es gab da ja einzelne mit 40 bis 60 TeilnehmerInnen, sogar zum  letzten Plenum sind noch 20 neue Menschen gekommen. Das zeigt schon sehr  deutlich die Notwendigkeit – und das Interesse an – einer breiten Allianz, was  antirassistische Arbeit betrifft. Das waren auch nicht allein die „üblichen  Verdächtigen“ vertreten. Bei der Reflexionsrunde kam zum Beispiel eine Person  auf uns zu und meinte: „Ich bin Ihr Erfolg, ich kenne niemanden da, die Aktion  hat mich angesprochen, und ich will es mir jetzt anschauen.“ Darüber hinaus  bewegen wir uns auf mehrdeutigem Boden: Wie schafft man zugleich, die im Feld  aktiven Gruppen, aber auch Initiativen darüber hinaus einzubinden, damit ein  Wissenstransfer in beide Richtungen möglich ist? Und wer fühlt sich überhaupt  von welchen Anliegen angesprochen? Vielleicht gerieten – angesichts der zentral  angelegten Aktion und der angestrebten Medienarbeit – diesmal mehr  WissensarbeiterInnen in den Vordergrund. Insgesamt haben wir aber fürs erste  eine für den deutschsprachigen Kontext ungewöhnliche und vielversprechende  Mischung zustande gebracht.
<b><i>KR: </i></b>Lisa, du bist ja auch im Vorstand  der <i>IG LektorInnen und WissensarbeiterInnen</i> aktiv. Kannst du kurz  erläutern, was ihr unter dem Begriff „Wissensarbeit“ versteht – und inwiefern es  euch damit gelingt, Menschen aus unterschiedlichen Zusammenhängen  anzusprechen?
<b><i>Lisa: </i></b>Für mich ist der Begriff der  WissensarbeiterInnen in erster Linie ein Experiment, um auszutesten, auf welchen  Ebenen solche Allianzen gebildet werden können. Begonnen haben diese  Organisierungsbemühungen dabei noch mit dem Begriff der WissenschafterInnen,  wovon wir mit der Zeit aus verschiedenen Gründen abgekommen sind. Einer davon  ist, dass WissenschafterInnen zumindest in den Köpfen stark mit der Institution  Universität verlinkt sind, was für die tatsächlichen Biografien der Leute nur  noch zum Teil zutrifft. Ein zweiter Grund, den Begriff der WissensarbeiterInnen  zu verwenden, war die Idee, eine Allianzenbildung zwischen Studierenden und  Lehrenden/Forschenden zu schaffen, weil bspw. während der Uniproteste die  Verbindungen zwischen den Studierenden- und den Lehrenden-/Forschenden-Plena  recht lose waren und man sich schwer damit tat, zusammenzuarbeiten. Drittens ist  die Dichotomie Studierende vs. Lehrende/Forschende in vielen Fällen künstlich,  weil viele ja gleichzeitig beides sind. Der Begriff „Wissensarbeit“ hat es  seither zumindest geschafft, dahingehend Diskussionen anzustoßen, dass wir – was  die Tätigkeit der Wissensproduktion anbelangt – innerhalb neoliberaler  Umstrukturierungen ähnlichen Angriffen ausgesetzt sind und daher zumindest  potenziell ähnliche Interessen vertreten. Gleichzeitig gibt es die berechtigte  Kritik, dass ein auf die Tätigkeit bezogener Wissensarbeits-Begriff existierende  Macht- und Hierarchiegefälle verschleiert. Eine breitere Reflexion darüber, ob  der Begriff einer Allianzenbildung tatsächlich förderlich sein kann, steht aber  sicherlich noch aus.
<b><i>KR: </i></b>Ihr wart ja auch beide im Kontext  der Squatting Teachers bei den Bildungsprotesten im Jahr 2009 aktiv. Habt ihr  den Eindruck, dass diese Proteste – sei es in personeller oder anderer Hinsicht  – in 1. März- bzw. 1. Mai-Kontexten Nachwirkungen haben?
<b><i>Ilker: </i></b>In den ersten Plena hatte ich  den Eindruck, dass – obwohl es diese relativ breite Zusammensetzung von Gruppen  gab und die Leute sich zumeist nicht persönlich kannten – rasch gut  funktionierende Organisationsformen entwickelt wurden. Da würde ich sagen, dass  das schon zum Teil ein Verdienst der Uniproteste ist, die ja gerade auch in  diesen großen Plena viel mit autonom organisierten Arbeitsgruppen o.Ä.  experimentiert haben. Ich könnte allerdings nicht sagen, dass es in personeller  Hinsicht große Kontinuitäten gab, obwohl einzelne Leute natürlich auch dort  engagiert waren und Erfahrungen gesammelt haben. Das gilt etwa für die AG  Migration und Antirassismus, die sich im Rahmen der Proteste an der Akademie der  bildenden Künste gegründet hat. Im Gegensatz dazu sind die antirassistischen  Strukturen an der Uni Wien aber einfach auch nicht so stark, wie man annehmen  würde. Das kann man etwa daran erkennen, dass die antirassistischen Forderungen  in den Uniprotesten nicht selbstverständlich und häufig sogar stark umstritten  waren. Die SchülerInnen sind in diesem Bereich interessanterweise ja viel  aktiver, nicht zuletzt wegen den Abschiebungen von MitschülerInnen, die hier in  den letzten Jahren immer wieder zu Protesten geführt haben.
<b><i>Lisa: </i></b>In den MayDay-Plena ist das  anders. Das Thema der Wissensarbeit ist dort nicht zuletzt deshalb so zentral,  weil sich viele Leute in der Zeit der Uniproteste kennengelernt bzw. dort ihre  Netzwerke verstärkt haben. Eine der involvierten Initiativen – das linke  Hochschulnetzwerk – ist etwa unmittelbar in diesem Kontext entstanden. Andere  wie etwa die IG Externe LektorInnen und WissensarbeiterInnen haben sich durch  die Proteste verändert, u .a. weil Leute aus dem Umfeld der Squatting Teachers  in den Vorstand gegangen sind und versucht haben, dort auch neue Themen auf die  Agenda zu setzen; also bspw. stärker in Richtung Prekarisierung zu  argumentieren. Insgesamt würde ich also sagen, dass die Proteste massive  Auswirkungen auf die heurige MayDay-Vorbereitung haben.
<b><i>KR: </i></b>Die Idee für den 1.  März-Aktionstag entstand aus der Initiative „Ausschluss Basta!“ heraus, die  einen völlig anderen Ansatz verfolgte, nämlich eine Intervention in die  sogenannte „Integrationsdebatte“ qua bürgerlichen Medien. Nichtsdestotrotz  gelang es, mittels dieser u. a. im <i>Standard</i> publizierten Stellungnahme  Leute aus sehr unterschiedlichen Zusammenhängen zu erreichen. Wie erklärst du  dir, dass auf diesem Weg eine solche Verbreiterung möglich war?
<b><i>Ilker:</i></b> Die an „Ausschluss Basta!“  Beteiligten verstehen sich als Aktivist_innen. Es wurde uns vorgeworfen, wir  wären alles Upperclass-Intellektuelle, die von der Realität der Migration keine  Ahnung hätten und deswegen ein Ende der Integrationsdebatte fordern würden.  Diejenigen, die das behaupteten, haben im Gegenzug für sich in Anspruch  genommen, zu wissen, was da läuft. Das stimmt aber so natürlich nicht, u. a.  weil das ja der Versuch einer kollektiven Textproduktion war, in die vom Beruf  her WissensarbeiterInnen stark involviert waren, in deren Rahmen aber auch ein  intensiver Austausch mit unterschiedlichen Bewegungen stattgefunden hat. Dabei  ging es einerseits zwar schon darum, über eine bürgerliche Tageszeitung in die  öffentliche Debatte zu intervenieren, andererseits war es aber auch die Idee,  damit eine Vernetzung zu initiieren; also darauf hinzuzielen, dass der Text als  gemeinsamer Nenner einer Bewegung funktionieren kann. Und das hat dann ja auch  insofern stattgefunden, als wir mit dem Statement beispielsweise NGOs, SOMs,  Betriebsräte im migrantischen Bereich erreichen konnten. Und im Rahmen einer  Veranstaltung im Anschluss an die „Ausschluss Basta!“-Initiative ist dann ja  auch die Idee für den Aktionstag am 1. März entstanden. Deshalb kann man in  diesem Fall sagen, dass der Text tatsächlich einen Prozess der Allianzenbildung  initiieren konnte.
<b><i>KR:</i></b> Seht ihr Anknüpfungspunkte  zwischen den beiden Initiativen am 1. März bzw. am 1. Mai? Wie steht es eures  Erachtens also um das Potenzial, dass sich diese Kämpfe wechselseitig stärken  und die hier begonnenen Debatten dort aufgegriffen und vertieft werden?
<b><i>Ilker:</i></b> Also im Kontext des 1.  März-Plenums war viel davon die Rede, dass der 1. Mai der nächste Termin in  einem Prozess sein wird. Es gibt bereits erste Ideen, wie man sich am 1. Mai  einbringen kann. Das war also von Anfang an ein Thema, allein schon, weil wir  viel über den Begriff des MigrantInnen-Streiks diskutiert haben und  Arbeitsverhältnisse im Zentrum vieler Debatten standen.
<b><i>Lisa:</i></b> Ja, ich würde sagen, im  MayDay-Plenum gibt es den starken Wunsch, dass das passieren wird – und es ist  schön zu hören, dass das auch im 1. März-Plenum so diskutiert wurde. Wobei die  daran anschließende Hoffnung natürlich wäre, dass die gemeinsame Organisation  einer Parade am 1. Mai in der Folge einen Unterschied für die politische Praxis  während des gesamten Jahres bedeuten wird.

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			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 11:57:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wir sind alle, und wir sind überall</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/wir-sind-alle-und-wir-sind-ueberall/</link>
			<description>Autor_innenkollektiv
erschienen in Kulturrisse:...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="ig-subtitle">Autor_innenkollektiv
erschienen in Kulturrisse: http://kulturrisse.at/ausgaben/queere-de-konstruktionen/kulturpolitiken-1/wir-sind-alle-und-wir-sind-ueberall-1</div>

Am 1. März 2011 fand in Österreich zum ersten Mal ein transnationaler  Migrant_innenstreik statt – in der knappen Zeit von sieben Wochen angedacht,  diskutiert, hinterfragt und organisiert von einem offenen Plenum, das  verschiedene migrantische und antirassistische Initiativen, Gruppen,  Selbstorganisationen, NGOs sowie Einzelpersonen versammelte.
<b>Die Idee(n) hinter dem Transnationalen Migrant_innenstreik</b>
Die Idee zu einem transnationalen Migrant_innenstreik ist in mehreren  Kontexten verortet: Einer dieser ist die Transnationalität von Migration selbst.  Migration ist eine Bewegung, die mit Selbstverständlichkeit über Grenzen hinweg  passiert, kommuniziert, sich involviert, verständigt und solidarisiert.  Migration bedeutet demnach die Erfahrung, in mehreren/verschiedenen Kontexten  deprivilegiert zu arbeiten und zu leben. Migration politisch zu fassen bedeutet  folglich, sie weder als kosmopolitisches Eliten-, noch als Opferdasein zu  denken, sondern vielmehr als einen beständigen und emanzipatorischen Kampf für  soziale Gerechtigkeit.
In diesem Sinne knüpft die Idee für einen Migrant_innenstreik an  transnationale Bewegungen an, z. B. an die Massenproteste in den USA, deren  Auslöser „The Border Protection, Anti-terrorism, and Illegal Immigration Control  Act of 2005“ war. Das Gesetz denunzierte u. a. die damals rund 12 Mio.  undokumentierten Migrant_innen wie auch ihre Helfer_innen als Verbrecher_innen.  Die darauf folgenden Proteste im Frühjahr 2006 richteten sich gegen die massiven  Verschärfungen von Asyl- und Einwanderungsgesetzen. Diese forcierten einerseits  Illegalisierung und Kriminalisierung von vielen Migrant_innen und führten  andererseits zu drastischen Repressionen gegen Menschen ohne Papiere. In den  folgenden Jahren schlossen sich weltweit Migrant_innen und Mitstreiter_innen mit  den gleichen Anliegen gegen Ausbeutung und Kriminalisierung den Protesten an. In  Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien finden seitdem zahlreiche Aktionen  am 1. März statt.
Das Datum sollte an die einige Jahre zuvor an diesem Tag beschlossene Reform  des Einwanderungsgesetzes in Frankreich erinnern, die ein auf ökonomischen  Nützlichkeitskriterien basierendes Migrationsregime etablierte. Es sollte aber  auch für die Zukunft daran erinnern, dass an diesem Tag gegen rassistische  Migrationspolitiken und soziale Ausschlüsse mobilisiert wird: Am 1. März 2010  beteiligten sich in Italien breit die Gewerkschaften, Betriebe wurden bestreikt,  Zehntausende gingen auf die Straße und demonstrierten gegen rassistische  Diskriminierungen und für gleiche Rechte. Diese Proteste, welche im  deutschsprachigen Raum rezipiert wurden, waren ein wichtiger Anknüpfungspunkt  und gaben Impulse für die zuletzt stattfindende Mobilisierung in Österreich.
<b>Geschichte der Idee in Österreich</b>
Die Idee, am 1. März 2011 einen Migrant_innenstreik in Österreich zu  organisieren und sich damit an den weltweiten Protesten an diesem Tag zu  beteiligen, ging auf zwei politische Initiativen zurück, die im Herbst 2010 in  Wien aktiv wurden: die Gruppen Rote Karte Stoppen und Ausschluss Basta!.
Die Aktionen von Rote Karte Stoppen richteten sich gegen die Pläne für  erneute Verschärfungen des Asyl- und Fremdenrechts. Ein wesentliches Element  davon war die Einführung der sogenannten „Roten Karte“, die Asylwerber_innen in  der ersten Woche ihres Zulassungsverfahrens als Statusnachweis ausgehändigt  werden sollte. Sie hätten in dieser Zeit die Erstaufnahmezentren nicht verlassen  dürfen („Anwesenheitspflicht“). Hätte sie die Polizei dabei aufgegriffen, wären  sie von verschiedenen Repressalien bis hin zu Abschiebungen bedroht worden.  Faktisch bedeutete die geplante „Rote Karte“ also die Internierung von  Asylwerber_innen. Menschenrechtliche Bedenken von Jurist_innen sowie massive  Proteste und eine damit einhergehende erhöhte mediale Aufmerksamkeit gegen  verschiedene Abschiebungen in dieser Zeit führten zur vorläufigen Vertagung der  Pläne seitens der Regierung.
Die Initiative Ausschluss Basta! formierte sich wenige Wochen nach einer  Aktion von Rote Karte Stoppen, die parallel zum offiziellen Minister_innenrat am  Ballhausplatz stattfand. Sie thematisierte nicht nur den Ausgang der Wiener  Gemeinderats- und Landtagswahlen, sondern vielmehr die Art und Weise, wie das  Thema Migration von Politiker_innen, Meinungsmacher_innen und Expert_innen in  den letzten Jahren inszeniert wird. Die Initiative verfasste einen  programmatischen Text unter dem gleichen Namen („Ausschluss Basta!“) und  versuchte durch das Platzieren des Beitrags in der Tageszeitung <i>Der  Standard</i> auf die mediale Debatte einzuwirken. Der Text kritisierte die  Inszenierung von Migration als Problemfeld in unterschiedlichen Lebensbereichen  wie Bildung, Wohnen oder Arbeit und die Weigerung, den strukturellen Rassismus,  sprich: die Benachteiligung, Diskriminierung und Entrechtung in eben diesen  Bereichen als eigentliches Problem anzuerkennen. Entsprechend wandte sich der  Aufruf auch gegen die herrschende Integrationsdebatte: In ihrem Fokus stehen  Migrant_innen als potenzielle Konfliktquelle und nicht die Institutionen und  Normalitäten jener Mehrheitsgesellschaft, welche die Ausschlüsse produziert.  Ausschluss Basta! ging es im Gegensatz dazu darum, Migration als eine  emanzipatorische Bewegung vorzustellen und jene Politiken und Praktiken  anzugreifen, die Armut und Rassismus produzieren.
<b>Von Ausschluss Basta! zum Transnationalen Migrant_innenstreik</b>
Gerade weil im Zentrum der angestoßenen Debatte nicht die klassischen, oft  moralisierenden Formen der Kritik am Rechtsextremismus standen, löste das  Manifest ein breites Echo aus und wurde in weiterer Folge kontrovers diskutiert.  Anschließend organisierte die Gruppe zwei Diskussionsveranstaltungen mit  verschiedenen Gruppen und Initiativen. Zum einen, um sich über die Erfahrungen  mit der gegenwärtigen Situation in Österreich auszutauschen und zum anderen, um  gemeinsam über antirassistische Aktionen zu diskutieren. Es stand zur Debatte,  wie der Analyse von – und dem Ausspruch – Ausschluss Basta! geeignete  Handlungsformen folgen könnten. Dabei wurde auch die Teilnahme an den  transnationalen Protesten am 1. März 2011 in Form eines Streiks von  Migrant_innen vorgeschlagen. Dies führte zur Bildung eines Plenums, das die  Vorbereitung, Organisation und Koordinierung des ersten Transnationalen  Migrant_innenstreiks in Österreich übernahm. Der Begriff „Streik“ war hierbei  einerseits ein Begriff, der diese Verweigerung ausdrücken konnte und fand im  Andenken bestimmter Protestformen wie Betriebsversammlungen eine erste konkrete  Ausdrucksform.
Die Frage danach, welche Mobilisierungsformen, Artikulationen und Forderungen  die Anliegen jener heterogenen Gruppe am besten – sprich adäquat und direkt –  vermitteln können, die durch die Verweigerung von Bürger_innen- und sozialen  Rechten als „Migrant_innen“ strukturiert wird, war und bleibt eine  Herausforderung. Vielleicht weil sich hinter dieser Frage eine ganze Reihe  anderer Fragen verbirgt: Wie können jene, denen weitgehend Rechte verweigert  werden, jene, die als illegalisierte und/oder billigste Arbeitskräfte von  mehrfachen Ausschlüssen betroffen sind, ihre Stimmen hörbar machen? Ist Streik  überhaupt ein geeignetes Mittel – gerade in einem Land, wo es (noch) so gut wie  gar keine Streikkultur gibt? In den vorbereitenden Debatten erschien es wichtig,  diesen kämpferischen Begriff, der nicht nur Arbeitsniederlegung, sondern auch  Widerstand und Machtanspruch ausdrückt, nicht aufzugeben, gerade weil in dem  herrschenden medialen Diskurs v. a. <i>über</i> Migrant_innen  gesprochen wird. Hierbei ist es notwendig, den eigenen Subjektstatus geltend zu  machen, anstatt als Masse konstruiert zu werden, welche nach ominösen  Push-and-pull-Prinzipien mal in diverse Nationalökonomien hinein und mal dort  wieder herausgeholt werden soll.
<b>Das „strategischen Wir“ einer heterogenen sozialen Gruppe</b>
Im breit gestreuten Plenum wurde ausführlich die Frage diskutiert, was es  bedeutet, angesichts der Unterschiedlichkeit von Lebensumständen (von  Illegalisierung bis zur Billigung formeller Rechte bei der sogenannten „zweiten“  und nicht selten „dritten Generation“) vom Subjekt „Migrant_innen“ zu sprechen  und welche Artikulationsformen notwendig sind, um diesen Differenzen gerecht zu  werden. Die Frage danach, welche Wege gegenhegemonialer Repräsentationspolitiken  beschritten werden sollten – abseits der oder im Spiel mit Repräsentationsfallen  –, spiegelten sich in der Auswahl der Redner_innen sowie der Formate ihrer  Redebeiträge bei der Kundgebung am 1. März.

Dabei galt es, durch die Rede von einem „strategischen Wir“, transnational zu  handeln, nationalstaatliche Grenzen zu verweigern und „unkorrekt“ mit  zugewiesenen Identitäten umzugehen. Dies betraf auch den Versuch, auf der  sprachlichen und der visuellen Ebene sowie auf jener des gemeinsamen Agierens  keine (rassistischen, sexistischen, klassistischen) Ausschlüsse zu wiederholen.  Ein transnationaler Migrant_innenstreik bedeutet folglich die Sichtbarkeit und  den Machtanspruch einer heterogenen sozialen Gruppe, die sich transnational  verständigt und solidarisiert. Damit sind nicht die Grenzen der Herkunft das  verbindende Element – das gemeinsame Projekt heißt Widerstand gegen politische  und gesellschaftliche Machtverhältnisse, die Ungleichheiten und Ausschlüsse  produzieren.
Der Transnationale Migrant_innenstreik am 1. März 2011 in Österreich stellte  den Anfang einer längerfristigen Perspektive und hat zum Ziel, den Widerstand  gegen die hier zu Lande vorherrschende Migrationspolitik auf eine breitere Basis  zu stellen – um die Bedingungen, unter denen Migration hier verhandelt wird,  offensiv zu attackieren und nachhaltig zu verändern.

<b>Autor_innenkollektiv</b>
aus der Vorbereitungsgruppe zu „Ausschluss Basta! Transnationaler  Migrant_innenstreik“.
http://kulturrisse.at/ausgaben/queere-de-konstruktionen/kulturpolitiken-1/wir-sind-alle-und-wir-sind-ueberall-1
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			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 11:55:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Wir sind auf dem Weg: Interview mit vida-GewerkschafterInnen</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/wir-sind-auf-dem-weg-interview-mit-vida-gewerkschafterinnen/</link>
			<description>Interview mit vida-GewerkschafterInnen zu neuen gewerkschaftlichen Ansätzen, Selbstvertretung von...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Interview mit vida-GewerkschafterInnen zu neuen gewerkschaftlichen Ansätzen, Selbstvertretung von MigrantInnen, undokumentierter Arbeit und dem „1. März – Transnationaler Migrant_innenstreik“</b>

<b>Wir sind auf dem Weg</b>
<b>Interview mit vida-GewerkschafterInnen zu neuen gewerkschaftlichen Ansätzen, Selbstvertretung von MigrantInnen, undokumentierter Arbeit und dem „1. März – Transnationaler Migrant_innenstreik“</b>
1. Mai 2011: Tag der Arbeit, MayDay!-Paraden, weitere Öffnung des EUropäischen Erwerbsarbeitsmarktes. Letzteres wurde in Österreich – auch auf Druck der Gewerkschaften – so lang wie möglich hinausgezögert. Folgen nun Veränderungen in der gewerkschaftlichen Arbeit? Welche Ansätze machen sich breit, um die Interessen aller abhängig Beschäftigten zu vertreten? Und welche Rolle spielen künftig MigrantInnen bei gewerkschaftlicher Organisierung.
<br /> Im Dezember 2010 haben die Gewerkschaften vida und GPA-djp gemeinsam mit dem PrekärCafé zu einem Film- und Diskussionsabend mit Peter Bremme (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft – ver.di Hamburg), einem Mitbegründer der ersten gewerkschaftlichen Anlaufstelle für undokumentierte Arbeit in Deutschland, eingeladen, um sich über Erfahrungen und neue Ansätze im Kampf um gleiche (Arbeits)Rechte auszutauschen. Ein paar Monate später fällt die vida in antirassistischen Kontexten durch die Unterstützung des „1. März <b>–</b> Transnationaler Migrant_innenstreik“ auf. Und auch zur MayDay!-Parade in Wien ruft die vida auf. MALMOE hat Rudolf Kaske (vida-Vorsitzender), Martina Fassler (Leitung Öffentlichkeitsarbeit in der vida) und Karl Delfs (Sektion Verkehr in der vida) zum Interview getroffen.<b><br /> <br /> </b>
<b>In Deutschland gibt es mittlerweile vier Beratungsstellen zu undokumentierter Arbeit. Was tut sich hierzulande?</b>
<b>Rudolf Kaske</b>: Undokumentierte Arbeit ist natürlich auch in Österreich ein Thema. Aus dem Gespräch mit Peter Bremme von ver.di haben wir sehr viel mitgenommen. Wir stehen aber eher am Beginn. Zunächst geht es um Bewusstseinsbildung, auch innerhalb der Organisation. 
<b>Welche Erfahrungen mit undokumentierter Arbeit hat die vida?</b>
<b>Rudolf Kaske</b>: Erfahrungen gibt es beispielsweise in der Pflege und Betreuung – wobei es hier in der Zwischenzeit eine „Legalisierung“ gab. Im Tourismus ist das natürlich ein Thema, wo wir schon seit sehr langer Zeit Beratungen durchführen, aber es sind letztlich nur Einzelfälle, die uns bekannt sind. Ein weiterer, sehr großer Bereich ist der Haushalt.
<b>Wie steht es um gewerkschaftliche Unterstützung für undokumentiert Beschäftigte?</b>
<b>Rudolf Kaske</b>: Wenn sie sich an uns wenden, dann versuchen wir natürlich zu helfen. Keine Frage.
<b>Martina Fassler</b>: Hier ist Vernetzung sehr wichtig, um zu überlegen, was man aufbauen kann, um zu beraten oder auch, um die Betroffenen zu organisieren. Es gibt beispielsweise immer wieder Anrufe von Leuten, die als Au-Pair arbeiten oder gearbeitet haben und dann hier bleiben, obwohl sie nicht mehr dürfen. Meist bleibt es bei einem einmaligen Anruf, bei dem Auskunft zur rechtlichen Situation gesucht wird, oft auch ohne den Namen zu nennen, und das war's dann. Längere Kontakte gibt es selten. Die jetzt beginnenden gewerkschaftsübergreifenden Überlegungen, die Leute besser zu betreuen, sind ein Anfang.
<b>Rudolf Kaske</b>: Es ist auch nicht so einfach, die Leute aus der Illegalität herauszubringen. Undokumentierte Arbeit heißt: Wenn die Leute sich outen, dann haben sie ein rechtliches Problem. Das hat auch Peter Bremme von ver.di ganz klar gesagt hat. Als ver.di Hamburg eine undokumentierte Hausangestellte vor dem Arbeits- und Sozialgericht vertreten hat, hat es viel Kraft gekostet, dass sie im Land bleiben und bei Verhandlungsterminen aussagen konnte. Rechtlich ist das eigentlich nicht möglich aufgrund der Gesetze, die es in Deutschland und auch in Österreich gibt. Folglich war es für ver.di nicht so einfach, die Ansprüche geltend zu machen. Die Sorge, dass beim Gericht die Fremdenpolizei auftaucht, war immer dabei.<b></b>
<b>Aber bei dem erwähnten Beispiel ist das letztlich gut ausgegangen...</b>
<b>Rudolf Kaske</b>: Ja, aber – das hat auch Peter Bremme von ver.di gesagt – man müsste hier an der Rechtslage etwas verändern, sonst sind diese ArbeitnehmerInnen immer von Ausweisung und Abschiebung bedroht.
<b>Martina Fassler</b>: Peter Bremme hat auch von einem anderen Fall erzählt: ein Serbe, der im Baugewerbe undokumentiert gearbeitet hat. Er ist nach Serbien zurückgegangen, hat dennoch mit Unterstützung von ver.di seinen Lohn eingefordert und konnte zur Verhandlung anwesend sein.
<b>Während einem solchen arbeits- und/oder sozialrechtlichen Verfahren den Aufenthalt zu sichern, ist enorm wichtig. Wie steht ihr zu einer solchen Forderung?</b> 
<b>Rudolf Kaske</b>: Eine spannende juristische Frage. Der Aufenthalt ist zunächst ja quasi illegal. Das heißt, man müsste im Zuge des Verfahrens einen Antrag auf einen Aufenthaltstitel stellen. Die Frage ist, ob undokumentierte Arbeit ein Rechtsgrund ist, der zu einem Aufenthaltstitel führt.
<b>Karl Delfs</b>: … wie beim Menschenhandel, wo es ein solches rechtliches Fundament gibt.
<b>Rudolf Kaske</b>: Man müsste eine Frist schaffen, sodass z.B. während der Zeit des Verfahrens die Betroffenen nicht abgeschoben werden und die Möglichkeit haben, vor dem Gericht auch eine Aussage zu tätigen, damit ArbeitgeberInnen zur Verantwortung gezogen werden können und die, die undokumentiert gearbeitet haben, auch zu ihrem Recht kommen.
<b>Welche Perspektiven seht ihr zur Verbesserung der Situation von KollegInnen in undokumentierter Arbeit? Welche Forderungen gibt es?</b>
<b>Rudolf Kaske</b>: Bei AsylwerberInnen gibt es bei uns eine klare politische Ansage: Wer AsylwerberIn ist, soll in Österreich auch die Möglichkeit haben zu arbeiten.<br /> <br /> <b>Martina Fassler</b>: Im Haushaltsbereich könnte nun die Öffnung des Arbeitsmarktes ein Schritt zur Legalisierung sein. Dazu braucht es aber auch das Bewusstsein der ArbeitgeberInnen, dass es sich um ein Beschäftigungsverhältnis handelt. Bei der 24-Stunden-Betreuung ist letztlich eine Legalisierung erfolgt, wenn auch nicht in einer Form, von der wir als Gewerkschaft sagen können, dass alles bestens ist. <br /> <br /> <b>Rudolf Kaske</b>: Im Bereich Altenpflege und Betreuung gibt es übrigens ein gemeinsam mit slowakischen Gewerkschaften initiiertes Projekt. <br /> <br /> <b>Martina Fassler</b>: Zusammenarbeit erfolgt vor allem in der Beratung, an die sich vor allem Frauen wenden, egal in welchem Beschäftigungsverhältnis sie sind. Obwohl die meisten selbständig sind, gibt es nun Überlegungen, sie zu vertreten – obwohl die Gewerkschaft in Österreich normalerweise keine Selbständigen vertritt. 
<b>Wie schätzt ihr das Lohndumping- und Sozialbetrugsbekämpfungsgesetz in Hinblick auf die Durchsetzung von gewerkschaftlichen Interessen ein? Was ändert sich am 1. Mai für KollegInnen in undokumentierter Arbeit?</b>
<b>Rudolf Kaske</b>: Damit ist ein wichtiger Schritt gesetzt. Fairerweise muss man sagen, dass wir damit in Europa eigentlich einmalig unterwegs sind. Aber das betrifft natürlich in erster Linie die „legalen“ Arbeitsverhältnisse – also, dass der Kollektivvertrag oder der Mindestlohn angewendet wird. Es ändert nichts am Problem der undokumentierten Arbeit.<br /> 
<b>Wie ist ein Kampf gegen Überausbeutung bei undokumentierter Arbeit möglich?</b>
<b>Rudolf Kaske</b>: Wir haben natürlich versucht, solchen ArbeitgeberInnen das Handwerk zu legen. Ein ganz ein offenes Wort, dieses Beispiel ist mittlerweile gut 15 Jahre her: Wir wussten von einem Restaurant an der Alten Donau, dass dort etwa zehn bis 15 illegal Beschäftigte aus der Slowakei arbeiten. Daraufhin haben wir die Behörden eingeschalten: Arbeitsinspektorat, Polizei und so weiter. Und ich muss ehrlich sagen, ich war bei der Kontrolle dabei – und die Art des Vorgehens war erschreckend für mich! Warum? Die sind ausgebeutet worden, haben teilweise sogar in Zeltbetten geschlafen, wofür ihnen auch noch Geld abgeknöpft wurde. Natürlich wurden sie unter Kollektivvertrag entlohnt. Dann die Kontrolle, und sie sind noch am gleichen Tag – ich habe das auch gesehen – im Bus Richtung Grenze gebracht worden. Der Arbeitgeber hat sich eines gelacht...
<b>Karl Delfs</b>: …und sich die nächsten zehn organisiert?
<b>Rudolf Kaske</b>: Er hat schon eine Strafe bekommen, etwa 100.000 Schilling damals. Gezahlt hat er letztlich, nach dem Berufungsverfahren und weil er ja so ein armer Unternehmer war, glaube ich, 10.000 Schilling [ca. 726 Euro, Anm. d. Red]. Ich muss als Gewerkschafter ehrlich sagen, mir ist es wahnsinnig schlecht gegangen dabei. Denn der Unternehmer hat das wahrscheinlich aus der Portokassa gezahlt, aber die Leute haben ihren Job verloren und sind an die Grenze eskortiert worden.
<b>Und was ist mit Sanktionen gegen ArbeitgeberInnen? </b>
<b>Rudolf Kaske</b>: Nach den geltenden Gesetzen treffen Kontrollen bzw. ihre Folgen in erster Linie die ArbeitnehmerInnen und nicht die ArbeitgeberInnen, die es – so unser Ansatz – als erstes treffen müsste. Die ArbeitgeberInnen werden dadurch eigentlich nicht groß zur Verantwortung gezogen. Die ArbeitnehmerInnen hingegen – egal ob im Haushalt, in der Reinigung, in der Betreuung oder im Gastgewerbe – müssen fürchten, dass, wenn sie das Problem öffentlich machen, sie sofort von Ausweisung bedroht sind.
<b>Karl Delfs</b>: Daher outet sich de facto niemand, weil die Angst bei dieser Personengruppe natürlich sehr präsent ist.
<b>Rudolf Kaske</b>: Hier sind wir natürlich im Spannungsfeld von einerseits Arbeits- und Sozialrecht und andererseits Aufenthaltsrecht. Und über das Aufenthaltsrecht und Innenministerium will ich mich nicht verbreitern, das ist eine andere Geschichte...
<b>Karl Delfs</b>: Aber man kann schon sagen, dass sich im Laufe der Zeit die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür nicht gebessert haben.<br /> <br /> 
<b>Am 1. März 2011 haben erstmals auch in Wien Aktivitäten zum Transnationalen Migrant_innenstreik stattgefunden. Als „Tag ohne MigrantInnen“ bzw. „Ein Tag ohne uns“ hat der 1. März von den USA ausgehend seit 2006 in einigen Ländern, insbesondere auch in Frankreich und Italien, eine wichtige Bedeutung erzielt. Die vida hat diesen Aktionstag unterstützt. In welcher Form?</b>
<b>Rudolf Kaske</b>: Durch Öffentlichkeitsarbeit, um auf das Thema und den Aktionstag aufmerksam zu machen.
<b>Karl Delfs</b>: Zudem haben wir ins Foyer des Gewerkschaftshauses eines dieser großen Reinigungswagerl gestellt – und da war eben kein Mensch dabei. Das war sehr auffällig und hat auf dem Podest fast wie eine Kunstinstallation ausgesehen. Wir haben ein Plakat darauf angebracht und gefragt, was bedeutet für uns „Ein Tag ohne uns“. Weiters haben wir aus dem 1.-März-Logo Buttons produziert, die dann ÖGB-Bedienstete und vida-Leute bis hin zu den Beschäftigten von ProMente in der Kantine getragen haben. Auf der Kundgebung waren wir auch vertreten. Wobei es uns als Gewerkschafter lieber gewesen wäre, wenn es „Ein Tag ohne uns“ geheißen hätte, weil wir natürlich ein anderes Verständnis von Streik haben. Aber es war eine sehr gute Aktion. 
<b>Wie ist es dazu gekommen, dass sich die vida beteiligt hat? Was waren die Beweggründe?</b>
<b>Karl Delfs</b>: Wir, insbesondere Harald Voitl und ich, sind eigentlich regelmäßig in Kontakt mit NGOs. Als das Ansinnen an uns herangetragen wurde, haben wir sofort gesagt, da machen wir mit.
<b>Rudolf Kaske</b>: Die vida vertritt den Verkehrs-, Gesundheits- und Dienstleistungsbereich. Wir haben Berufsgruppen mit einem Anteil an MigrantInnen von bis zu 30%. Da sehen wir ganz klar, dass viele Wirtschaftszweige gar nicht funktionieren würden, würde es keine MigrantInnen geben. Deswegen ist es uns natürlich ein wichtiges Anliegen, dass die KollegInnen auch eine Stimme haben.
<b>Am 1. März gab es in einigen Betrieben auch entsprechende Betriebsversammlungen. Würde die vida das grundsätzlich auch machen? Am 1. März 2012?</b>
<b>Karl Delfs</b>: Wir haben uns das ernsthaft überlegt. Und – nachdem wir gemeinsam mit dem ÖGB in einem Haus sind – nicht nur als vida. Doch dafür war die Zeit relativ kurz, wir waren erst sehr spät eingebunden. Aber für 2012 haben wir eine Betriebsversammlung ins Auge gefasst und, dass wir jemanden von den OrganisatorInnen einladen, der erzählt, warum der 1. März so wichtig ist und worum es geht.
<b>Beim Transnationalen Migrant_innenstreik ging es sehr stark auch um Rechte und Möglichkeiten von MigrantInnen. Wie arbeitet die vida konkret hierzu? </b>
<b>Karl Delfs</b>: Aktuell haben wir das Projekt „WinAct – winning immigrants as active members“. Im Zuge dessen haben wir gemeinsam mit der Forschungsstelle Arbeitswelt (FORBA) und migrare Oberösterreich begonnen, unsere BetriebsrätInnen zu schulen. In einem dreitägigen Seminar ging es darum, BetriebsrätInnen, die schon erfolgreich waren im Organisieren von Menschen mit Migrationsgeschichte, mit anderen BetriebsrätInnen mit weniger Erfahrung sowie den WissenschafterInnen von FORBA zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen. <br /> 
Natürlich ist es für uns auch wichtig, Menschen mit Migrationsgeschichte zu organisieren und als Mitglieder zu gewinnen. Je stärker sie bei uns Mitglieder sind, umso stärker sind wir insgesamt und können sie auch dementsprechend vertreten. Wir haben Fragen erarbeitet wie: Welche Rolle spielt gewerkschaftliche Vertretung für MigrantInnen? Welche Relevanz hat die Integration von MigrantInnen in die Gewerkschaft? Anschließend haben wir gemeinsam unterschiedlichste Problemkonstellationen und auch Lösungsvorschläge erarbeitet. 
<b>Welche konkreten Problemlagen wurden dabei festgestellt...</b><br /> 
<b>Karl Delfs</b>: Wir haben eine Reihe von spezifischen Problemen von ArbeitnehmerInnen mit Migrationshintergrund definiert: Prekarität, Jobs mit geringen Qualifikationserfordernissen egal welche Ausbildungen mitgebracht werden, gesundheitsgefährliche Jobs, niedrigere Bezahlung, Diskriminierung, schlechte Arbeitsbedingungen, Frage zu Arbeit und Aufenthalt, Sprachprobleme, Abhängigkeit von der Beschäftigungsbewilligung der ArbeitgeberInnen, Neue Selbständigkeit (in die MigrantInnen in verstärktem Ausmaß hineingedrängt werden), die Tatsache, dass MigrantInnen vielfach im Nieriglohnsektor abeiten usw. usf. Und wir haben festgestellt, dass MigrantInnen Vertretungsanspruch durchaus umfassender sehen, d.h. eine Beratung ausschließlich zum Thema Arbeitsrecht reicht nicht. All diese Bedürfnisse und Forderungen, sind von Menschen mit Migrationsgeschichte in den erwähnten Seminaren definiert bzw. erarbeitet und von den WissenschafterInnen dann dokumentiert worden. <br /> 
<b>…und welche Konsequenzen zieht ihr daraus?</b><br /> <b></b>
<b>Karl Delfs</b>: Es ist zunächst wichtig, dass wir unsere BetriebsrätInnen weiterbilden, informieren und sensibilisieren. Wir wollen versuchen – das ist für eine einzelne Gewerkschaft ressourcenmäßig schwer leistbar, aber wir sind gerade in Gesprächen mit anderen Gewerkschaften – eine Beratungsstelle auf die Füße zu stellen, bei der auch zum Aufenthaltsrecht, zur Ausländerbeschäftigung und anderen Themen, die nicht unmittelbar die Arbeitsverhältnisse betreffen, beraten wird. Des Weiteren ist auch daran gedacht, gemeinsame kulturelle Veranstaltungen und Sportveranstaltungen durchzuführen. Und wir wollen versuchen zeit- und bedarfsgerechte Sprachkurse anzubieten. Kurzum: Wir wollen auch mit dem aus den USA kommenden Organizing-Prinzip arbeiten. Perspektivisch wollen wir, in jedem vida-Landesvorstand eine oder einen Migrationsbeauftragten situieren, um dann gemeinsam mit der zentralen Kompetenz zu versuchen, Betriebe mit vielen MigrantInnen zu organisieren. 
<b>Rudolf Kaske</b>: Aber wir wollen MigrantInnen nicht nur als Mitglieder hereinholen, sondern wir wollen, dass sie auch Chancen und Möglichkeiten haben, sich selbst zu vertreten. Letzte Woche bei einem BetriebsrätInnen-Kurs habe ich im Pausengespräch KollegInnen mit Migrationshintergrund angesprochen und gefragt, ob sie sich – jetzt nur als Überlegung – vorstellen können Migrationsbeauftragte im Landesvorstand zu werden. Die Begeisterung war eigentlich relativ groß. Bei einer Kollegin aus dem Reinigungsgewerbe zum Beispiel. Die Chance, sich danach selbst zu vertreten, ist – glaube ich – das Entscheidende. Denn es geht auch darum, sich mehr aufgehoben zu fühlen, als wenn jemand anderer mich vertritt.
<b>Martina Fassler</b>: Also keine Stellvertreterpolitik
<b>Rudolf Kaske</b>: So ist es. Und ich glaube, auf dem Weg sind wir. Und das ist ein guter Weg.

Interview: Daniela Koweindl und Jan Kreisky (PrekärCafé)<br /> <br /> 
Dieses Interview ist in einer kürzeren Fassung in MALMOE #54 erschienen.
<br /> Links:
<link http://www.prekaer.at>www.prekaer.at</link>
<link http://www.1maerz-streik.net>www.1maerz-streik.net</link>
<link http://www.verdi.de/besondere-dienste.hamburg/themen/migrar/ana>www.verdi.de/besondere-dienste.hamburg/themen/migrar/ana</link>
<link http://www.malmoe.org>www.malmoe.org</link>
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			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 04 May 2011 17:33:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Kein Sprechen über Prekarisierung ohne Sprechen über rassistische Ausschlüsse! 1.März goes Mayday</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/kein-sprechen-ueber-prekarisierung-ohne-sprechen-ueber-rassistische-ausschluesse-1maerz-goes-mayda/</link>
			<description>Aus der Organisationsgruppe für den 1.März/Transnationaler Migrant_innenstreik hat eine Handvoll...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Aus der Organisationsgruppe für den 1.März/Transnationaler Migrant_innenstreik hat eine Handvoll Leute eine &quot;AG Mayday&quot; gegründet, um bei der Mayday-Parade als Teil der sozialen Bewegungen sichtbar zu sein und Inhalte aus der 1.März-Organisierung weiterzutragen. Entlang der Mayday-Paradenroute haben wir eine antirassistische Stadttour ausgeklügelt (eigentlich nach hop on/hop off-Prinzip, aber die Pritsche ist ausgefallen;) - es gab 9 Stationen, an denen wir selbstgeschrieben und von anderen Gruppen geklaute Texte zu Rassismen und Antisemitismen und zu anitrassistischer/antifaschistischer Organisierung und Protesten gesprochen haben (s.u.) - die Texte gabs auch als kleines Flyerheft. Beim Stadtpark, zum Gedenken an Seibane Wague, hat zusätzlich Topoke über rassistische Polizeigewalt gesprochen und ein antirassistisches Lied gesungen. (Danke an Prekärcaféwagen mit Anlage!!)
Der Stadttourwagen war mit Transparenten ausgestattet (Migrant_innen aller Länder, desintegrieren wir uns! / Ausschluss Basta! Transnational Migrant Strike / Her mit der globalen Bewegungsfreiheit!) und mit drei Piñatas (= in verschiedenen Ländern Lateinamerikas verwendete Pappmachéfiguren, die mit Süßigkeiten gefüllt sind) geschmückt. Bei der Abschlusskundgebung beim Marcus Omofuma Denkmal wurden dann die zwei gelben 1.März-Piñatas zerschlagen und die Süßigkeiten von den Kindern kollektiviert. 
Insgesamt gab es einige Gruppen und Personen, die antirassistische Inhalte eingebracht haben: zB hatte die SJ Josefstadt (?) ein ziemlich leiwandes Transpi mit der Forderung nach offenen Grenzen, und von Prekärcaféaktivist_innen gabs ein Flugblatt, das über Möglichkeiten zur Verhinderung von Abschiebungen im Flugzeug aufklärt. Außerdem wurde von Unbekannten eine rassistisch benannte Straße im 2.Bezirk in &quot;Kleine Möhrengasse&quot; umbenannt. Angeblich nach Berliner Vorbild und mit Zustimmung einiger anwesender Anwohner_innen...
li*/1.März
Texte für die Stadttour:
INTRO (Wallensteinplatz)
„1.März - Transnationaler Migrant_innenstreik“ ist der Versuch für einen breiten Zusammenschluss, um eine Wende in der Politik gegenüber Migrant_innen einzuleiten. Unser gemeinsames Projekt ist der Widerstand gegen Machtverhältnisse, die Ungleichheit und Ausschlüsse produzieren. Während der MAYDAY-Demo wollen wir antirassistische Kämpfe in Erinnerung rufen und sie gemeinsam feiern. Wir sind hier und wir bleiben hier! Und hier, wo wir gerade leben und arbeiten, wollen wir die gleichen Rechte und gute, gerechte Lebensbedingungen für Alle.
ANTIMUSLIMISCHER RASSISMUS (Dammstraße)
Rechte, konservative und liberale Kräfte benutzen antimuslimischen Rassismus, um auf die Fragen nach sozialer Sicherheit, Arbeitsmarkt- und Asylpolitik zu antworten und spalten die Gesellschaft mit einer konstruierten Wir-Sie-Debatte. Im Zuge der Debatte um Moschee- bzw. Minarettbauverbote, z.B. in der Diskussion über das islamische Kulturzentrum in der Dammstrasse,&nbsp; wird der Islam zu einer Kultur der Anderen. Diesem Kulturalisieren von gesellschaftlichen Fragen muss mit der Kritik an der Dominanz und Hegemonie christlicher Werte und dem Thematisieren sozialer Ungleichheit begegnet werden. 
ANTISEMITISMUS (Taborstraße)
Der zweite Bezirk, die Leopoldstadt, wurde auf Wunsch der katholischen Einwohner_innen nach Kaiser Leopold I benannt. Diese Neubenennung fand in Folge der von ihm initiierten Vertreibung der Juden und Jüdinnen im 17. Jahrhundert statt. Im Nationalsozialismus wurden etwa 160.000 Juden und Jüdinnen aus Wien vertrieben oder ermordet, ihre Wohnungen und ihr Besitz enteignet. Nur ein Bruchteil erhielt in der 2.Republik Entschädigungszahlungen. Heute fordern Graffitis in der ganzen Stadt die Einlösung antifaschistischer Versprechen. Entschädigungszahlungen für alle Vertriebenen und ihre Nachkommen! Leopoldstadt in Mazzesinsel umbenennen!
SEXARBEIT (Heinestraße)
Die Mehrheit der Sexarbeiter_innen in Österreich und der EU werden nicht nur als solche gesellschaftlich stigmatisiert und diskriminiert, sondern erfahren als Nicht-EU Bürger_innen rechtliche Illegalisierungen. Das Sprechen von Sexarbeit richtet den Fokus auf die Heterogenität ihrer Arbeitbedingungen und auf entsprechende Forderungen nach umfassenden Arbeits- und Sozialrechten. Sexarbeiterinnen machen sich als Subjekte sichtbar und weisen stigmatisierende Bilder von sich. Ihre Organisierung ernst zu nehmen bedeutet, mit ihnen als Verbündete gegen neoliberale Ausbeutung zu kämpfen.
SCHWARZE ÖSTERREICHISCHE GESCHICHTE (Praterstraße)
Das Schreiben Schwarzer österreichischer Geschichte heißt, eine Geschichte des Verbergens und der Gewalt aufzudecken und zu erzählen. Dieser Unsichtbarmachung steht eine extreme Sichtbarkeit Schwarzer Menschen als kriminalisierte, sexualisierte, exotisierte Objekte gegenüber. Das Erzählen Schwarzer österreichischer Geschichte ist somit ein „Zurückschreiben“, das diese Zuschreibungen angreift. Zum Beispiel benannte die Recherchegruppe zu Schwarzer österreichischer Geschichte und Gegenwart 2006 die Löwengasse in „Josefine-Soliman-Gasse“ um.
RASSISTISCHE TÜRPOLITIK (Donaukanal)
In den Szene-/Lokalen am Donaukanal, in den Gürtelbögen und aktuell auch am Campus der Universität Wien wird immer wieder rassistische Türpolitik betrieben. Leute werden nach racial profiling, das heißt nach rassistischen Zuschreibungen in Bezug auf ihr Aussehen, nicht reingelassen und nicht bedient. Letzte Woche gab es aus Protest gegen so einen Vorfall, bei dem aus Anti-Roma-Rassismus ein Besucher der Stiegl-Ambulanz im Alten AKH nicht bedient wurde, ein antirassistisches Sit-in. 
POLIZEIGEWALT (Stadtpark)
Im Juli 2003 wurde hier im Stadtpark Seibane Wague von Polizist_innen und Sanitäter_innen ermordet. Die darauf folgenden Gerichtsverfahren gingen mit Freisprüchen, Bewährungsstrafen und geringen beruflichen Konsequenzen für die Verantwortlichen aus. Rassistische Staatsgewalt wird in den meisten Fällen von der Polizei selbst und der Justiz gedeckt. Rassistische Staatsgewalt endet für die Betroffenen nicht selten mit schweren psychischen und physischen Verletzungen oder mit dem Tod. Mischt Euch ein, wenn ihr rassistische Übergriffe beobachtet! Seid solidarisch! Verhindert Abschiebungen! 
DENK-MAL-POLITIK (Luegerplatz)
Das Denkmal und die damit vorgenommene Würdigung für den antisemitischen Bürgermeister Karl Lueger steht – neben anderen zahlreichen problematischen Denkmälern in Wien und Österreich – beispielhaft für in Stein gemeißelte Geschichtsbilder, die antisemitische und rassistische Ausschlüsse, Verfolgung und Vernichtung verbergen und verharmlosen. Emanzipatorische Geschichtspolitik bedeutet, diesen verharmlosenden Erzählungen entgegenzutreten. Und dafür zu sorgen, dass die entsprechenden Denkmäler keinen Platz im öffentlichen Raum mehr besetzen.
BILDUNGSPOLITIK (Schillerplatz)
Migrant_innen werden in Österreich auf verschiedenen Ebenen der Gesellschaft massiv diskriminiert, ebenso im Bildungsbereich. Wir fordern freie Bildung für Alle, aber freie Bildung mit den gleichen Rechten für Alle! Freie Bildung ohne Studiengebühren für Alle, mit Zugang zu Stipendien und Sozialleistungen für Alle, mit dem Wahlrecht für Alle! Freie Bildung für ALLE, ohne die systematische Diskriminierung, ohne die systematische Illegalisierung und Kriminalisierung, ohne die mörderische Abschiebungspolitik in Österreich und Europa, ohne rassistische “Fremdengesetze”!]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 02 May 2011 21:04:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Weltcharta der Migranten </title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/weltcharta-der-migranten/</link>
			<description>Verabschiedet am 4. Februar 2011 auf der Insel Gorée (Senegal)  </description>
			<content:encoded><![CDATA[Verabschiedet am 4. Februar 2011 auf der Insel Gorée (Senegal) 
http://afrique-europe-interact.net/index.php?article_id=387&amp;clang=0
Migranten sind Zielscheibe einer ungerechten Politik. Diese bringt&nbsp; –  auf Kosten der allgemein anerkannten Rechte eines jeden Menschen – die  Leute gegeneinander auf, indem diskriminierende Strategien eingesetzt  werden, die auf nationaler Bevorzugung oder auf&nbsp; ethnischer, religiöser  oder geschlechtlicher Zugehörigkeit beruhen.
Diese Politiken werden von konservativen und hegemonialen Systemen  durchgesetzt, deren Ziel es ist, ihre Privilegien durch die Ausbeutung  der körperlichen und geistigen Arbeitskraft der Migranten aufrecht zu  erhalten. Um dies zu erreichen, benutzen sie die maßlosen Privilegien,  die durch die Willkürherrschaft des Nationalstaats und des durch  Kolonisierung und Deportation zustande gekommenen Weltherrschaftssystems  ermöglicht werden. Dieses System ist nicht nur veraltet und überholt,  es erzeugt auch Verbrechen gegen die Menschheit. Aus diesem Grund muss  es abgeschafft werden.
Die von den Nationalstaaten errichtete Abschirmpolitik lässt die  Migration als ein Problem und eine Bedrohung erscheinen. Sie ist aber  seit jeher ein natürliches historisches Phänomen, das sicherlich  vielschichtig, aber weit davon entfernt ist, eine Katastrophe zu sein.  Sie stellt für die Aufenthaltsländer einen unschätzbaren  wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Beitrag dar.&nbsp; &nbsp; 
Migranten wird überall die volle Ausübung ihres Rechts auf  Bewegungsfreiheit und die freie Wahl ihres Aufenthaltsorts auf unserem  Planeten abgesprochen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;
Ebenfalls wird ihnen nicht das Recht auf Frieden zugestanden und sie  können nicht ihre wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen,  staatsbürgerlichen und politischen Rechte geltend machen, obwohl diese  durch verschiedene internationale Abkommen garantiert sind.&nbsp;&nbsp;&nbsp;
Nur ein breites Bündnis von Migranten wird das Entstehen neuer  Rechte für jede Person ab der Geburt befördern können, ohne  Berücksichtigung von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder religiöser  Überzeugung. Dieses um ethische Grundsätze als Kern formulierte Bündnis  müsste es den Migranten ermöglichen, einen Beitrag zur Gestaltung einer  neuen Wirtschafts- und Sozialpolitik zu leisten. Dieses Bündnis könnte  den Migranten ebenfalls ermöglichen, einen Beitrag zur Neufassung des  Prinzips der Territorialität und des derzeitigen Weltherrschaftssystems  mit seinem wirtschaftlichen und ideologischen Fundament leisten.&nbsp;&nbsp;&nbsp;
Daher verabschieden wir, Migranten aus aller Welt, auf der Basis der  Vorschläge, die wir seit 2006 erhalten haben, und nach einer weltweit  geführten Diskussion die vorliegende Weltcharta der Migranten.&nbsp; 
Unser Ziel ist&nbsp; – in Anbetracht der Lage von&nbsp; Migranten weltweit -,  das Recht für jede Person durchzusetzen, sich auf unserem Planeten frei  zu bewegen und niederzulassen und zum Aufbau einer Welt ohne Mauern  beizutragen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;
Wir Migranten, die wir unsere Region oder unser Land zwangsweise  oder freiwillig verlassen haben, und dauerhaft oder vorübergehend in  einem anderen Teil der Welt leben, sind am 3. und 4. Februar 2011 auf  der Insel Gorée im Senegal zusammengekommen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;
Wir erklären&nbsp; 
Jede Person auf der Erde hat das Recht auf freie Wahl ihres  Aufenthaltsortes, das Recht, dort zu bleiben, wo sie lebt, das Recht,  sich frei zu bewegen und sich ohne Auflagen an jedem Ort dieser Erde  niederzulassen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;
Jede Person ohne Ausnahme hat das Recht, nach eigenem Ermessen vom  Land in die Stadt zu ziehen, von der Stadt aufs Land, von einer Provinz  in eine andere. Jede Person hat das Recht, ein Land zu verlassen, in ein  anderes Land zu ziehen, und wieder zurückzukehren.&nbsp; &nbsp; 
Alle Verfügungen und einschränkende Maßnahmen, die die  Bewegungsfreiheit und die Niederlassungsfreiheit begrenzen, müssen  aufgehoben werden (Gesetze bezüglich Visa, Passierscheine und  Genehmigungen, sowie alle anderen Gesetze in Bezug auf die  Bewegungsfreiheit).&nbsp;&nbsp;&nbsp;
Migranten aus der ganzen Welt müssen dieselben Rechte besitzen wie  die Staatsangehörigen und Bürger des Wohnsitz- oder Transitlandes und in  allen wesentlichen Bereichen des wirtschaftlichen, politischen,  kulturellen, sozialen Lebens sowie im Bildungswesen dieselben  Verpflichtungen übernehmen. Sie müssen das aktive und passive Wahlrecht  für&nbsp; jedes gesetzgebende Organ auf örtlicher, regionaler und nationaler  Ebene haben und das Recht, ihre Verantwortlichkeiten bis zum Mandatsende  zu übernehmen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;
Migranten müssen das Recht haben, ihre Muttersprache zu sprechen und  sie zu weiterzugeben, ihre Kultur und ihre traditionellen Bräuche  weiter zu entwickeln und bekannt zu machen, jedoch ohne Beeinträchtigung  der körperlichen und moralischen Unversehrtheit Anderer und unter  Achtung der Menschenrechte. Migranten müssen das Recht haben, ihre  Religion und ihren Gottesdienst auszuüben.&nbsp; 
Mit dem gleichen Recht wie die Bürger des Aufnahme- oder  Transitlandes müssen Migranten das Recht haben, dort Handel zu treiben,  wo sie es wünschen, sie müssen das Recht haben, ein Gewerbe zu betreiben  oder jeder erlaubten Berufs- oder Geschäftstätigkeit nachzugehen; und  dies auf eine Weise, die es ihnen ermöglicht, ihren Anteil an  Verantwortung bei der Produktion der Reichtümer zu übernehmen, die zur  Entwicklung und zur Entfaltung aller erforderlich sind.&nbsp; 
Arbeit und soziale Sicherheit muss für jede-n Migranten-in  gewährleistet sein. Jeder Beschäftigte muss die Freiheit haben,&nbsp;  Mitglied einer Gewerkschaft zu sein und/oder&nbsp; zusammen mit anderen  Personen eine solche zu gründen. Migranten müssen den gleichen Lohn für  gleiche Arbeit erhalten und müssen die Möglichkeit haben, Arbeitslohn zu  überweisen, Sozialleistungen zu erhalten und ihr Rentnerdasein zu  genießen, und zwar ohne irgendwelche Einschränkung. Sie leisten ihren  eigenen Beitrag für das Solidarsystem, das für die Gesellschaft des  Wohnsitz- oder Transitstaats erforderlich ist.&nbsp; 
Der Zugang zu den Dienstleistungen von Banken und Kreditinstituten  muss jedem-r Migranten-in&nbsp; auf dieselbe Weise wie Staatsangehörigen und  Bürgern des Aufnahmelandes gewährt werden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;
Jede Person, gleich ob Mann oder Frau, hat das Recht auf Landbesitz.  Das Land muss unter denen aufgeteilt werden, die darauf leben und den  Boden bewirtschaften. Die Beschränkungen bezüglich der Nutzung und des  Besitzes von Grund und Boden, die aus ethnischen, innerstaatlichen  Gründen und/oder solchen der Geschlechtszugehörigkeit erlassen wurden,  müssen aufgehoben werden; eine verantwortungsvolle Beziehung zwischen  den Menschen und dem zu bearbeitenden Land ist zu entfalten, die  Rücksicht auf die Erfordernisse nachhaltiger Entwicklung nimmt.&nbsp; 
Die Gleichheit vor dem Gesetz muss für Migranten in gleicher Weise  gelten wie für die Staatsbürger und Bürger des Wohnsitz- oder  Transitlandes. Niemand darf eingesperrt, ins Gefängnis gesperrt,  verschleppt oder in seiner Freiheit eingeschränkt werden, ohne dass sein  Fall in der Sprache seiner Wahl vorher fair angehört und verteidigt  worden ist.&nbsp; 
Migranten haben das Recht auf körperliche Unversehrtheit und sie  dürfen nicht wegen ihres Status oder weil sie ihre Rechte verteidigen,  belästigt, ausgewiesen, verfolgt oder willkürlich verhaftet oder getötet  werden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;
Jedes Gesetz, das eine Diskriminierung vorsieht, die auf nationaler  Herkunft, Geschlecht, Zivilstand und/oder rechtliche Situation sowie&nbsp;  Weltanschauung gegründet ist, muss aufgehoben werden, unabhängig vom  Status der Person.&nbsp; 
Die Menschenrechte sind unveräußerlich und unteilbar und müssen für  alle dieselben sein. Das Gesetz muss allen Migranten folgende Rechte  gewährleisten: das Recht auf freie Meinungsäußerung, das  Koalitionsrecht, das Versammlungsrecht und das Recht zu publizieren.&nbsp; 
Der Zugang zu ärztlicher Behandlung und medizinischer Versorgung  muss jeder Migrantin / jedem Migranten garantiert werden, in derselben  Weise wie für die Staatsangehörigen und Bürger des Aufnahme- oder  Transitlandes, mit einer besonderen Aufmerksamkeit für hilfsbedürftige  Personen. <br /> Jedem-r mit einer Behinderung lebenden Migranten-in müssen das Recht auf  Gesundheitsversorgung&nbsp; und die sozialen und kulturellen Rechte  gesichert werden.&nbsp; 
Das Gesetz muss jedem-r Migranten-in das Recht gewährleisten,  ihren/seinen Partner zu wählen, eine Familie zu gründen und mit seiner  Familie zu leben. Die Familienzusammenführung kann Migranten nicht  verweigert werden und man kann sie nicht von ihren Kindern trennen oder  sie von ihnen getrennt halten.&nbsp; 
Insbesondere die Frauen müssen gegen jede Form von Gewalt und  Menschenhandel geschützt werden. Sie haben das Recht, über ihren eigenen  Körper zu bestimmen und dessen Ausbeutung abzulehnen. Sie müssen in den  Genuss eines besonders verstärkten Schutzes kommen, namentlich bei den  Arbeitsbedingungen, der Gesundheit von Mutter und Kind, sowie im Fall  eines Wechsels ihrer rechtlichen Situation und ihres Zivilstands.&nbsp;&nbsp;&nbsp;
Minderjährige Migranten müssen durch die Gesetze zum Kinderschutz im  Aufenthaltsland genauso geschützt werden wie die Staatsangehörigen und  Bürger des Wohnsitz- und Transitlands.&nbsp;&nbsp;&nbsp;
Das Recht auf Bildung und Unterricht muss ihnen garantiert sein.&nbsp;&nbsp;&nbsp;
Migranten und ihren Kindern muss der Zugang zu Bildung und  Unterricht von der Vorschulstufe bis zur Hochschule gewährleistet  werden. Der Unterricht muss unentgeltlich und gleich für alle Kinder  sein. Das Hochschulstudium und die berufliche Ausbildung müssen allen in  einer neuen Auffassung vom Dialog und Austausch zwischen den Kulturen  zugänglich sein. Im kulturellen Leben, im Sport und im Bildungswesen  muss jede auf die nationale Herkunft gegründete Unterscheidung  aufgehoben werden.&nbsp; 
Migranten muss das Recht auf Wohnung zustehen. Jede Person muss das  Recht haben, am Ort seiner Wahl zu wohnen, menschenwürdig untergebracht  zu sein und Zugang zum Immobilienbesitz zu haben, sowie für den  Unterhalt ihrer Familien den selben Rahmen von Behaglichkeit und  Sicherheit beanspruchen können wie die Staatsangehörigen und  Staatsbürger des Aufnahme- bzw. Transitlands.&nbsp;&nbsp;&nbsp;
Allen Migranten muss das Recht auf eine gesunde und ausreichende  Ernährung und das Recht auf Zugang zum Trinkwasser gewährleistet  werden.&nbsp; 
Die Migranten streben danach, dieselbe&nbsp; Gelegenheit und dieselbe  Verantwortung wie die Staatsangehörigen und die Bürger des Aufnahme-  bzw. Transitlandes zu haben, um gemeinsam den derzeitigen  Herausforderungen zu begegnen (Wohnverhältnisse, Ernährung, Gesundheit,  Entfaltung …).&nbsp; 
Wir Migranten verpflichten uns, die hier niedergeschriebenen Werte  und Grundsätze zu achten und zu fördern, und so zum Verschwinden jedes  Ausbeutungssystems auf der Grundlage von Diskriminierung und zum  Entstehen einer pluralistischen, verantwortlichen und solidarischen Welt  beizutragen.  http://www.cmmigrants.org/goree/spip.php?article16&nbsp;&nbsp;]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 11:13:00 +0200</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Malmoe-Gespräch: Die Normalität bestreiken</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/malmoe-gespraech-die-normalitaet-bestreiken/</link>
			<description>Ein Gespräch zum „Transnationalen Migrant_innenstreik“ am 1. März 2011 in Wien.</description>
			<content:encoded><![CDATA[http://malmoe.org/artikel/alltag/2190
<i>Am 1. März 2011 fand – nach ähnlichen Aktionen in den USA, Frankreich oder Italien – nun erstmals auch in Österreich ein „Transnationaler Migrant_innenstreik“ für gleiche Rechte und gegen Rassismus statt. Grundlegend dafür war die Überzeugung, die gesellschaftliche Problemstellung umzubenennen: weg von der Inszenierung von Migration als Problemfeld hin zur Denunzierung des politischen Systems als Problemfeld, welches Ausschlüsse produziert. Unter dem Motto: „Wir sind hier. Ausschluss Basta!“ fanden dezentrale Aktionen wie etwa Betriebsversammlungen statt und wurde am Viktor-Adler-Markt gemeinsam Präsenz gezeigt und der Tag gefeiert. Die Aufrufe verschiedener politischer Kontexte wie migrantischer Selbstorganisationen und antirassistischer Zusammenhänge zum 1. März stellten unter anderem den Versuch dar, einen symbolischen, politischen und möglicherweise historischen Tag für gleiche Rechte und gegen Rassismus zu etablieren. MALMOE bat einige Personen, die an den Vorbereitungen beteiligt waren, zum Gespräch über erste Einschätzungen des Aktionstags und den ihm vorangegangenen Prozess.</i> <br /> <br /> <b>MALMOE: Was waren für euch die wichtigsten politischen Momente in der Vorbereitung, der Organisierungs- und Mobilisierungsarbeit zum „Transnationalen Migrant_innenstreik“?</b> <br /> <br /> <b>Petja Dimitrova:</b> Entscheidend war erstens die Überzeugung all jener, die mitarbeiten und mitgearbeitet haben, dass es notwendig ist, mindestens einen Tag im Jahr für die emanzipatorische Bedeutung von Migration und die Sichtbarkeit von Migrant_innen zu etablieren und gemeinsam zu tragen. Dazu kam die Überlegung, das es kein „ethnischer Streik“ sein soll, sowie der Wunsch, dem ganzen Mist, der über uns geredet wird, ein Ende zu setzen. Weiters war bemerkenswert, dass es ein enorm produktives Arbeitsklima gab und Prozesse geschaffen wurden, in denen sich viele politische Kräfte – in erster Linie von unterschiedlichen Migrant_innenvereinen und linken Aktivist_innen – gebündelt haben. <br /> <br /> <b>Zoraida Nieto:</b> Die Politik im Lande zwingt Migrant_innen in untergeordnete Positionen. Einer der Bereiche, in dem dies am stärksten der Fall ist, ist jener der Arbeit. Viele Menschen mit migrantischem Hintergrund werden hier in Randbereiche und Abhängigkeit von Arbeitsgeber_innen gedrängt, auch in Arbeitslosigkeit, die sie marginalisiert, ausschließt und quasi trotz ihres legalen Status illegalisiert. Die Lage von Student_innen und jungen Schüler_innen, Migrant_innen der Ersten und Zweiten Generation machten es klar, dass diese Ausschlüsse sehr eng mit einer zu hinterfragenden „Integration“ in Zusammenhang stehen. Auch in der Migrations- und Asylpolitik werden gravierende und menschenunwürdige Entscheidungen getroffen. Dies alles erfährt keine adäquate politische Öffentlichkeit. Migrant_innen werden davon abgehalten, eine eigene Meinung zu den derzeitigen Verhältnissen zu äußern! Aber viele Migrant_innen aus unterschiedlichen Gruppen kritisieren die Situation. Mit dem 1. März hielten wir der verschwiegenen Position, in der Migrant_innen in Angst gehalten werden, mit Mut etwas entgegen, um gemeinsam mit allen, die betroffen sind, das Gesicht zu zeigen. Für mich persönlich war es entscheidend, dass wir alles im Griff hatten und gut vorbereitet waren. Gerade wo von uns Meinung verlangt wurde, gingen wir „nach außen“ und haben viele Menschen angesprochen. <br /> <br /> <b>Can Gülcü:</b> Für mich war eine zentrale Stärke der Bewegung – und damit meine ich nicht nur das Plenum und die Arbeitsgruppen, sondern alle, die dazu beigetragen und somit den „transnationalen Migrant_innenstreik“ initiiert und getragen haben – ihre Bereitschaft und Fähigkeit, mit vermeintlichen Uneinigkeiten umzugehen. Diese Differenzen nicht nur als separat zu verhandelnde Konflikte, sondern als Teil der gemeinsamen Arbeit gegen Ausschlüsse und Diskriminierungen aufzufassen und konstruktiv zu problematisieren. Und dass alle mit dem Wissen und dem Selbstbewusstsein gehandelt haben, keine Opfer, Betroffene oder sonstiges zu sein, sondern sich als eine treibende Kraft in der Gesellschaft begriffen haben. <br /> <br /> <b>Radostina Patulova:</b> Wir standen von Anfang an mitten in mehreren Dilemmata – wir wollten einen Tag der Artikulation von Migrant_innen schaffen, zugleich aber dazu beitragen, den Begriff „Migrant_in“ auseinanderzunehmen. Diese Widersprüchlichkeit belassen zu können, sie nicht los werden zu wollen und sie in die politische Arbeit konstruktiv mit aufzunehmen, ist eine wichtige Achse gewesen. Denn damit werden auch viele Fragen aufgeworfen: Wer folgt dem Aufruf zu einem „Migrantischen Streik“? Welche Gruppen, Kontexte, Initiativen fühlen sich davon angesprochen? Welche nicht und wieso? Wie lässt sich diese Widersprüchlichkeit verbalisieren? Wie lassen sich neue Kontakt- und Reibungsflächen schaffen? Aber es ging auch darum, einen Tag – und damit ein Ereignis – zu schaffen und zu situieren, anhand dessen Problematiken und Perspektiven der aktuellen Migrationspolitiken, aber auch die Kontinuität von Ausschlüssen und die verschiedenen, spezifischen Diskriminierungen aus unserer eigenen Perspektive artikuliert werden können. Dies bedeutet, aus der eigenen gesellschaftlichen Position zu sprechen, aber auch zu handeln. In diesem Sinn ist das Vorbereitungsplenum auch eine Bündelung von sich wechselseitig bedingenden und ermöglichenden Praktiken geworden. <br /> <br /> <b>Wie schätzt ihr die Resonanz und potenziellen Erfolge des Aktionstags ein?</b> <br /> <br /> <b>Zoraida Nieto:</b> Ich glaube wir sind da realistisch. Das was getan wurde, müsste weiter so verlaufen, um mehr erreichen zu können. Für mich persönlich war der Erfolg, dass dies alles von Migrant_innen selbst initiiert worden ist, und zwar gemeinsam mit allen, die nicht mitansehen wollen, wie wir alle in Österreich zu Unrecht behandelt werden. Dass wir aufgrund der Tatsache, in Österreich zu sein und zu leben, grausam und brutal zerrissen werden, kriminalisiert und illegalisiert, gezwungen, das Land zu verlassen und den Ausschluss mit Resignation auf uns zu nehmen, als wäre er etwas Normales. Wir haben uns zusammen getan für eine gleiche Causa. Auch die Organisierung der medialen Präsenz ist gelungen, und zwar gemäß der Inhalte, die wir vertreten. Der 1.März markiert den Beginn davon, etwas zu thematisieren, das auf ALLE zutrifft. Das Gesetz „rassisiert“ auch jene, macht jene zu „Anderen“, die es nicht sein wollen. Nach dem Motto, Österreich sei nur für Österreicher_innen da, und so müsse es bleiben! Genau das wollen wir verändern! Das Recht auf gleiche Rechte, unsere nachteilige Lage zu artikulieren, die uns ständig gefährdet, das war ein großer Erfolg – natürlich war dies aber erst der Anfang. <br /> <br /> <b>Radostina Patulova:</b> Es gab eine Menge Erfolge. Einer der nachhaltigsten war das Zusammenwirken von unterschiedlichen Akteur_innen aus dem Feld der SOMs (migrantischen Selbstorganisationen) mit antirassistischen Gruppen und Initiativen, die in einer neuen Zusammensetzung gemeinsam die Installierung von einem neuen Tag der Artikulation sozialer Kämpfe entschieden und vorbereitet haben. Wir arbeiteten zwei Monate lang in Plena mit 40-60 Menschen, setzten unterschiedliche Agenden, vertieften Diskussionen, trugen Konflikte aus, suchten und fanden konsensuale Lösungen ohne dabei zu vergessen, Dissens zu üben. Beeindruckend für mich war der Zuwachs an Vertrauen, der hier stattgefunden hat, und die ungemein starke Involviertheit von sehr vielen. Trotz unterschiedlicher Meinungen und Zugänge und angesichts von mehrstündigen, oft herausfordernden Diskussionen wurde der Anspruch praktiziert, respektvoll miteinander umzugehen. Diese Tatsache mitzuerleben war toll. Die Stärke eines solchen temporären Kollektivs wird daran sichtbar, dass es darin möglich ist, Spannungen auszuhalten und sie produktiv zu machen. Das war eine tief beeindruckende Erfahrung für mich. Darüber hinaus haben wir verschiedene Kommunikationskanäle eröffnen können. In kürzeste Zeit ist eine sehr informative und sehr schöne Webseite entstanden, die auch mittelfristig als wichtiger Wissenspool dienen wird. Die gezielte Medienarbeit (wir arbeiteten mit alternativen, Community- und Mainstreammedien) hatte eine starke Medienpräsenz zur Folge. Das heißt, es konnten viele Menschen erreicht, Themen aus unserer Perspektive angesprochen und Kämpfe sichtbar gemacht werden. <br /> <br /> <b>Petja Dimitrova:</b> Ein Zeichen für Erfolg war auch, dass alle Menschen, bei denen ich für den 1. März Werbung gemacht habe – also Freund_innen, Lokale, kleine Geschäfte, Callcenters, im Taxi, auf der Uni, auf Parties –, die Initiative sofort verstanden haben. Ich habe eher unterstützende und nie negative oder abgrenzende Reaktionen darauf bekommen. Es gibt also Bedarf nach der Sichtbarkeit einer starken kritischen Stimme von Migrant_innen – das ist in den nächsten Jahre zu berücksichtigen und damit kann gearbeitet werden. <br /> <br /> <b>Zur symbolischen bzw. politischen Bedeutung des Begriffs „Streik“: Ist das Konzept aufgegangen?</b> <br /> <br /> <b>Petja Dimitrova:</b> Meine Erfahrung aus den Mobilisierungprozessen war, dass es hinsichtlich des Streikbegriffs immer wieder Erklärungsbedarf gab. Im ersten Moment war der Streikaufruf für einige Leute verunsichernd, manche haben ihn mit Skepsis ausgenommen. Nach Gesprächen und „Vorschlägen“, was Streik alles bedeuten kann, auch im Sinne von „die Normalität begreifen und sie bestreiken“, ist der Begriff in einem antirassistischen Sinn recht positiv aufgenommen worden. <br /> <br /> <b>Can Gülcü:</b> Ich habe andere Erfahrungen gemacht als Petja und war überrascht, wie viele auf Anhieb nachvollziehen konnten, dass es beim „Migrant_innenstreik“ nicht nur um einen Aufruf zur Arbeitsniederlegung geht, sondern auch um Sichtbarkeit und ein symbolisches „Zurückschlagen“. Und dass dabei alle möglichen Aktions- und Protestformen, die sich gegen Rassismen richten und Forderungen für Selbstbestimmung und Rechte aussprechen, möglich sind, auch außerhalb der Arbeitswelt. In dieser Hinsicht können wir schon von einem „Aufgehen“ sprechen – dass ohne eine zentrale Organisation, ohne zeitliche oder finanzielle Ressourcen viele Initiativen und Menschen aktiv an diesem Tag teilgenommen haben. Auch die relativ große Aufmerksamkeit der Massenmedien hing, glaube ich, teilweise davon ab, dass sie sich nicht ganz sicher waren, was auf sie zukommt. Mit der Angst, dass der Arbeitskampf ausbricht oder sonst etwas „Skandalöses“, und dass sie das verpassen könnten. Überhaupt hat der Begriff Streik etwas Fabulöses in Österreich, ständig sprechen alle über die sogenannte „fehlende Streikkultur“, wobei mir nicht klar ist, wie sich in einer Gesellschaft eine Streikkultur etablieren soll, in der Gewerkschaften zum einen in ihrer Rolle als dem Konsens verpflichtete Sozialpartner_innen einbetoniert und damit alles andere als „arbeitskampfwütig“ sind und zum anderen als protektionistische Mitgestalter_innen der Arbeitsmarktgesetze einen wesentlichen Grundstein für die rassistischen Verhältnisse gelegt haben und weitestgehend immer noch an einer diskriminierenden Zweiteilung der Arbeiter_innen festhalten. <br /> <br /> <b>Zoraida Nieto:</b> Menschen mit migrantischem Hintergrund leben ständig in einem Teufelskreis, es wird mit aller Gewalt versucht, auch mittels Drohungen, das Fehlen an der Arbeitsstelle zu bestrafen. Es wird seitens der Arbeitgeber_innen sogar gegen Student_innen vorgegangen: Wir illegalisieren dich, du darf nicht arbeiten! Du wirst nie die Staatsbürger_innenschaft bekommen! Das ist auch der Grund dafür, warum ich mich eingemischt habe! Ich lebe seit fast 21 Jahren in Österreich, habe sie nie bekommen und stattdessen im Ausschluss studiert und gelebt, auch meine politische Arbeit sah ich verfolgt. Die Regierung hat Migrant_innen, die sich politisch artikulieren, keinesfalls gern! Aber die Gesellschaft kann ohne uns nicht existieren und überleben! Österreich glaubt aber, dass dies möglich ist, und das ist sehr gefährlich. Was in Österreich geschieht, hat nicht mit „Integration“, sondern mit völliger Assimilation und Akkulturation zu tun. Nur angepasste Migrant_innen haben das Recht, in Österreich zu bleiben, also ist „Schweigen“ und „Wegschauen“ angesagt. Streik ist ein revolutionärer Ausdruck, der sich gegen die unzähligen Jahre des Aufrechterhaltens rechtskonservativer und rechtsextremer Politik gegen bestimmte Menschengruppen in der österreichischen Gesellschaft stellt. Wie gesagt, „aufgegangen“ ist noch lange nichts. Wir machten aber nun mal bekannt, dass viele Menschen in Europa und in den USA begonnen haben, sich gegen Ausschlussmechanismen und Rassismus zu wehren. <br /> <br /> <b>Welche neuen oder spannenden Organisierungsformen kamen eurer Meinung nach im Rahmen des 1. März zu Tragen?</b> <br /> <br /> <b>Zoraida Nieto:</b> Spannend finde ich, diesem 1. März einen legalen Rahmen zu geben: Einen international anerkannten Tag zu etablieren, kann bedeuten: An diesem Tag können wir nicht nur aus dem einfachen Grund bestraft werden, eine Meinung gegenüber den politischen Eliten im Lande zu artikulieren. Weiters fand ich die Zusammenarbeit mit jenen Österreicher_innen spannend, die uns ernst nehmen. Ich denke, dass viele von ihnen im Sinne von sozialer Ungleichheit manchmal mit ähnlichen Situationen konfrontiert sein können. Also gibt es etwas gemeinsames in unseren Kämpfen. Diese Gemeinsamkeiten sind wichtig, um in der Konfrontation und gegenüber dem Rechtsruck im Lande nicht alleine zu sein! Und wir haben vor, weitere Aktionen mit einer solch breiten Basis an die Öffentlichkeit zu bringen. <br /> <br /> <b>Welche Organisierungsformen könnten diesbezüglich noch entwickelt werden oder wären eurer Meinung nach wichtig?</b> <br /> <br /> <b>Zoriada Nieto:</b> Die Zusammenarbeit muss weiter stimuliert werden. Assimilation ist sehr gefährlich und wird von den herrschenden Eliten im Lande systematisch gefördert, um den Ausschluss von Migrant_innen zu erreichen. Einer der nächsten Schritte sollte sein, gegen das Asyl-Unrechtspaket vorzugehen, auf das auch im Rahmen des 1. März Bezug genommen wurde. Wie gesagt, es ist der Beginn vielfältiger Aktionen und der Suche nach Kooperationen zwischen den unterschiedlichen sozialen Bewegungen im Lande. <br /> <br /> <b>Transportiert wurde unter anderem die Idee eines „strategischen Wir“, also der Versuch, mit Zuschreibungen wie „Migrant_in“ produktiv bis subversiv umzugehen. Was meint ihr dazu?</b> <br /> <br /> <b>Can Gülcü:</b> Ich möchte betonen, dass es sich bei diesem „strategischen Wir“ eben nicht um ein identitäres „Wir“ handelt, noch weniger um ein Zelebrieren der Differenzen, der Vielfältigkeit und so weiter. Dass nicht manche am 1. März gegen Rassismen, andere am 8. März gegen Sexismen und wiederum andere am 1. Mai gegen Ausbeutung und Prekarisierung kämpfen, und dabei diese verschiedenen Kämpfe eine Aneinanderreihung von „Kostümfesten“ mit sich abwechselnden Wir-Identitäten darstellen, sondern dass die jeweiligen Erfahrungen als Grundlage der unterschiedlichen Sprecher_innenpositionen akzeptiert, sowie Differenzen und Machtverhältnisse erkannt, anerkannt und permanent verhandelt werden müssen. Aber ein „strategisches Wir“ anzuwenden bedeutet für mich vor allem, dass es beim Widerstand gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse über gegenseitige Solidarität hinaus in erster Linie um das Bemühen geht, alle diese Kämpfe zu eigenen zu machen und als eigene auszufechten. <br /> <br /> <b>Radostina Patulova:</b> Wir fragten uns, was unser Anliegen transportieren kann – auch auf einer sprachlichen Ebene. Denn ein „Wir“ jenseits vom grammatikalischen Horizont des „Ihr“ zu denken ist keine so leichte Aufgabe. Gemündet hat dies in der Überlegung, dass ein „Wir“ nur von einem „Alle“ übersteigert werden kann. In der Tat geht es uns um dieses „Alle“, welches viele Facetten hat: Auf den ersten Blick geht es um Migrant_innen plus Mehrheitsangehörige, um protektionistische Politiken und um die Vererbung von Privilegien oder Diskriminierungen. Aber es geht um viel mehr – um die Frage, wie gehandelt werden kann, damit gleiche Rechte – das Recht auf soziale Sicherheit, ein selbstbestimmtes Leben, gute Lebens- und Arbeitsverhältnisse für alle – im Zentrum stehen. Das ist der Spannungsbogen, der sich für uns aufmacht, wenn von einem strategischen „Wir“ die Rede ist. Wie es auch so schön in den Presseaussendungen stand: „Bei den Aktionen zum 1. März geht es um den Machtanspruch und die Sichtbarkeit einer heterogenen sozialen Gruppe, die sich transnational verständigt und solidarisiert. Damit sind nicht die Grenzen der Herkunft, sondern der Widerstand gegen politische und gesellschaftliche Machtverhältnisse, die Ungleichheit und Ausschlüsse produzieren, das gemeinsame Projekt.“ <br /> <br /> <b>Zoraida Nieto:</b> Wir sind nicht Objekte, sondern Subjekte einer gemeinsame Situation, wir befinden uns in ähnlichen Lagen und sind nicht nur so etwas wie „subversiv“. Die Unsichtbarmachung, insbesondere auch von Mädchen und Frauen mit migrantischem Hintergrund und deren sozialer Lage, zog sich über Jahrzehnte. Damit wurde schweigend die Art und Weise gerechtfertigt, in der mit uns umgegangen wird. Wenn ich darin dann „subversiv“ bin, freue ich mich. Denn ich gefalle den Herrschenden der Stunde sowieso auf gar keinen Fall! Und das ist gut! <br /> <br /> <b>Wie könnte der 1. März zu einem ähnlich historischen Tag werden wie der Frauenkampftag am 8. März oder der 1. Mai als Kampftag gegen Ungleichheit und Prekarisierung im Bereich der Arbeit?</b> <br /> <br /> <b>Zoraida Nieto:</b> Indem wir an der Sache dran bleiben. Denn uns alle werden sie nicht aus dem Land schaffen können. Für uns war es so: Dieses Jahr ist Schluss damit! Es muss klar werden, dass es ohne uns nicht mehr zu denken ist. Österreich befindet sich da in einem ungeheuerlichen Wahn, der leider schon Extreme zeigt. Ich will keine Gesellschaft, wo selbst Österreicher_innen sich fragen, ob ihre Leute wahnsinnig geworden sind: Wo Kinder ins Gefängnis gesteckt werden. Wo du – von der Ankunft angefangen – völlig von allen Rechten abgeschnitten wirst. Sehen wir es nicht, wie unsere Familien, Eltern, Geschwister und Kinder behandelt werden? Europa hat zu Unrecht die Türe definitiv geschlossen. Diejenigen, die bleiben, sehen mit Tränen, wie andere durch illegale Abschiebungen zu Unrecht das Land gewaltsam verlassen müssen. Nie hätte ich mir vorgestellt, dass es mir gegenüber so viel Hass gibt, nur weil ich Venezolanerin bin! Ich denke aber auch, dass nicht nur wir, sondern auch Mehrheitsösterreicher_innen prekarisiert werden. Wir müssen uns also für unsere Rechte definitiv einsetzen! Der Schrei nach Gerechtigkeit und einem gerechten Leben in Würde wird von den sozialen Bewegungen getragen. Und ich halte es auch für möglich, auf Regierungsebene daraus einen historischen Tag zu machen. Das schaffen wir dann, wenn wir gemeinsam bleiben und die taktischen Antworten für unser Handeln in den Händen behalten! <br /> <br /> <b>Can Gülcü:</b> Wenn es um Rassismen geht, um Sexismen oder um ausbeuterische Herrschaftsverhältnisse könnten die meisten Menschen auf der Welt jeden einzelnen Tag zum Kampftag erklären. Aber die Frage, wie dieser eine Tag zum Erreichen einer größeren Sichtbarkeit einerseits und als Anlass für Erfahrungsaustausch und Vernetzung andererseits als „historischer“ Tag etabliert werden könnte, hängt für mich unmittelbar von der Weiterentwicklung der Bewegung hinsichtlich ihrer Transnationalität ab. Die Hauptsache dabei ist weniger ein konkretes Datum, sondern die Frage, wie die transnationale Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden kann, wie wir es schaffen, diesen Tag über Grenzen hinweg und im Wissen um die unterschiedlichen Situationen und auch um die Gemeinsamkeiten, symbolisch aufzuladen. <br /> <br /> <span style="font-size: 10pt;">online seit 27.03.2011 15:01:59 (Printausgabe 53)<br /> autorIn und feedback : Katharina Morawek </span><br /> <br /> <span style="font-size: 10pt;">Links zum Artikel:</span>
www.1maerz-streik.net/ Transnationaler Migrant_innenstreik in Wien]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 16:21:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ljubomir Bratic: Rede am 01. März 2011 anlässlich des Transnationalen Migrant_innen Streiks am Viktor Adler Markt in Favoriten</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/rede-am-01-maerz-2011-anlaesslich-des-transnationalen-migrant-innen-streiks-am-viktor-adler-markt-i/</link>
			<description>Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Alle!<br /> <br /> Es wird in diesem Land im Zusammenhang mit uns MigrantInnen gesagt, dass  die &quot;berechtigten Sorgen der Menschen ernst genommen werden&quot;. Nun wenn  das so ist, dann möchte ich mal fragen, warum werden die Mieten, die wir  alle für Wohnungen zahlen, höher? Warum zahlen wir von Tag zu Tag für  die Lebensmittel mehr? Warum sind die Löhne seit 20 Jahren eingefroren  und verdienen wir somit immer weniger und weniger? Warum werden die  Reichen reicher und die Armen ärmer? Sind das keine Sorgen, die ernst  genommen werden sollen?<br /> <br /> Nun, die Taktik dahinter ist durchschaubar und wir haben sie längst  erkannt. Es geht darum, die Armen zu spalten. Es geht darum, die  Solidarität zu verhindern. Und es geht darum, dass die Armen  untereinander, innerhalb der Armenviertel, kämpfen. Und die Reichen in  ihren Nobelbezirken, von denen wir in Österreich nicht einmal wissen,  wie hoch ihr Reichtum ist,  reiben sich die Hände. Diese Reichen in  ihren Penthauswohnungen behaupten, dass sie die Sorgen der Menschen  ernst nehmen. Und was machen sie dabei? Sie beschließen die  &quot;Ausländer-raus!&quot;-Gesetze!<br /> <br /> Man wirft uns vor, dass wir nicht integriert sind. Warum denn nicht?  Zahlen wir nicht Steuern? Zahlen wir nicht unsere Wohnungen? Erledigen  wir nicht die billigsten Jobs? In dieser Hinsicht, als NettozahlerInnen,  scheinen wir genug integriert zu sein. Nur, wenn es darum geht, dass  wir Gleichheit und Freiheit, dass wir Emanzipation von der rassistischen  Gesetzgebung fordern, dann scheinen wir nicht integriert zu sein. Da  wird von den Herrschenden &quot;Integration!&quot; gerufen.<br /> <br /> Liebe Leute, diese Forderung ist nichts als eine Lüge! Eine Lüge, deren  einzige Funktion darin liegt, dass wir als diejenigen, die nach deren  Vorstellung &quot;nicht integriert&quot; sind, weiterhin die Drecksarbeiten  verrichten.<br /> <br /> Glauben denn diese Menschen, dass wir das nicht merken? Glauben sie  wirklich, dass wir so dämlich sind, um nicht zu wissen, was in diesem  Land vor sich geht? Ich sage mal hier öffentlich und ein für alle Mal:  Wir wissen es! Schon längst wissen wir es zu gut und darum haben wir uns  in unseren Zusammenhängen, mit den Mitteln, die uns zur Verfügung  stehen, organisiert. So organisiert, dass wir nicht mehr weg geschoben  werden können. Zumindest nicht mehr, solange nicht wieder einmal  Faschismus Überhang gewonnen hat. Denn dann werden andere Formen der  Organisation notwendig sein. Und dieses Land ist ein postnazistisches  Land. Die Forderung nach den Zwangsdeutschkursen ist eine, die eine  lange Tradition in der Deutschtümelei hat und immer wieder ihr  hässliches Haupt erhebt. Der rabiate Antisemit Karl Lueger stellte sie  und seine brutale Schwester Maria Fekter stellt sie auch. Wir sind aber  hier, und nach dem Zweiten Weltkrieg, nachdem wir den Faschismus besiegt  haben, ist das hier kein deutsches Land mehr. Das muss klar sein! Und  es wird auch nie mehr eines werden!<br /> <br /> Ob die Eliten das wahrnehmen wollen oder nicht - wir alle sind schon  längst ein Bestandteil dieser Gesellschaft. Unsere Kinder wachsen hier  auf und gehen hier in die Schule, unsere Toten werden am Zentralfriedhof  begraben. Und wir werden für immer da bleiben! Dieses Land ist unser  Land! Dieses Land ist ein Einwanderungsland! Die Herrschenden sind die,  die sich in die neuen gesellschaftlichen Realitäten INTEGRIEREN sollen!  Wir sind schon längst darin integriert und ein für alle Mal hier zu  Hause! Indem wir das Land über Generationen hinweg ernähren, haben wir  die gleichen Rechte erworben wie diejenigen, die meinen, in ihren Adern  fließe Ostarrichiblut. Um die Anerkennung dieser Rechte kämpfen wir.<br /> <br /> Die neuen Gesetze, die vor ein paar Tagen im Ministerrat von SPÖ und ÖVP  - wohlgemerkt, um die Absurdität noch zu vergrößern, auch von einer  Gleichstellungsministerin - auf Vorschlag von SozialpartnerInnen,  beschlossen wurden, wollen genau diese Gleichberechtigung verhindern.  Sie wollen weiterhin verhindern, dass wir auch de jure und nicht nur de  facto Teil der Gesellschaft werden. Sie wollen unsere Teilnahme an der  Gesellschaft verhindern, in der wir schon längst die ProduzentInnen der  Reichtümer sind. Sie wollen uns weiterhin in der Abhängigkeit halten.  Dort, von wo wir leicht abgeschoben, leicht ins Gefängnis geworfen,  leicht unter Druck gesetzt werden können, von jedem mittelmäßigen  Vorarbeiter existenziell bedroht werden können. Das will das neue  Gesetz. Darum heißt es darin, dass zukünftig die Menschen wegen eines  Verwaltungsdeliktes (z.B. falsch parken, bei Rot über die Straße gehen,  usw.) abgeschoben werden sollen. Darum steht drinnen, dass wenn eineR  ohne StaatsbürgerInnenschaft sich arbeitslos meldet, das AMS dies  automatisch der Fremdenpolizei melden muss. Wenn es dann darum geht, die  Aufenthaltsbewilligung zu verlängern, dann wird diese eben deswegen  verweigert. Unsere Arbeit ist eben mit Zwang verbunden. Und Zwang wird  ausgeübt, damit es billige Arbeitskräfte gibt. Billig für wen? Wenn wir  die Antwort auf diese Frage genau wissen werden, werden wir auch wissen,  wer genau hinter den Zwangsinstrumenten steht, um diese Arbeit billig  zu halten.<br /> <br /> Dieses neue Gesetz steht in der Tradition anderer früherer  Gesetzeswerke. Deren einziger Zweck war und ist die Erhaltung der  Ungleichheit. Wir sollen arm, abhängig, untertan sein. Und wir sollen  dazu noch lächeln und unsere Zufriedenheit und Begeisterung kundtun. Das  wird dann eine gelungene Integration genannt. Das will das neue Gesetz  fortsetzen. Nicht allein das Gesetz, sondern das wollen diejenigen, die  hinter dem Gesetz stehen.<br /> <br /> Wir lassen uns aber nicht täuschen. Wir wissen, worum es geht. Wir  sprechen die Sprache derer, die uns solche Gesetze bescheren, und kennen  die Verhältnisse hier unten auf der Straße, auf der Produktionsebene  besser als sie. Sie wollen entweder, dass wir von hier verschwinden oder  da bleiben und uns mit den uns zugeteilten, entrechteten Positionen  zufrieden geben. Die rassistischen Gesetze sind ein Instrument dafür.<br /> <br /> Es geht natürlich auch darum, dass diejenigen unter uns, die nicht mehr  nützlich sein können, abgeschoben werden. Insofern ist dieses Gesetz  auch ein Instrument, das gegen die Armen in der Gesellschaft gerichtet  ist. Einerseits das Gesetz und andererseits die Hetze. Die Hetze der  gutbürgerlichen Schichten gegen die AnalphabetInnen aus Anatolien, gegen  die &quot;Kameltreiber&quot; und gegen die von Natur aus aggressiven Menschen,  die dem Aufklärungsideal nicht entsprechen. Einem pervertierten  Aufklärungsideal, dem es nicht um die Emanzipation, nicht um die  Freiheit und Gleichheit geht, sondern nur um die Disziplinierung und  Ordnung. Ich liebe mein anatolisches Dorf und ich liebe meine  anatolischen Bekannten und Verwandten und es wird mich niemand auf der  Welt davon abhalten, sie zu lieben und zu unterstützen.<br /> <br /> Zu den Ärmsten in unserer Gesellschaft gehören die Kopftuch tragenden  Frauen. Wie wollen die IntegriererInnen diesen Frauen helfen? Indem man  ihnen im Namen der Aufklärung die Kopftücher runter reißt. Nicht indem  man ihnen einen sicheren Arbeitsplatz, erschwingliche Möglichkeiten zu  wohnen, genug bezahlte Arbeit, Stipendien für die Kinder usw. anbietet,  nein, sondern indem man den Islam zum Hauptfeind stilisiert und so die  Tatsache der gesellschaftlichen Armut mit einer Kreuzritter-Ideologie  verdeckt.<br /> <br /> Das war in der Geschichte immer so: Immer wurde versucht, die soziale  Ungleichheit durch die Behauptung der Rückständigkeit der Betroffenen zu  rechtfertigen. Aber es gibt auch eine andere Regel, die genauso gilt:  Immer wieder ist es den Unterdrückten gelungen, diese Lügen zu  durchbrechen und sich zu emanzipieren. Die Emanzipation im Bereich  Migration heißt nicht die Emanzipation von rückständigen mitgebrachten  Traditionen, sondern eine Emanzipation vom Herrschaftssystem des  Rassismus, dessen Hauptinstrument die Fremdgesetzgebung ist. In diesem  Sinne: Die Emanzipation kann nur eine bedingungslose Abschaffung der  gesamten Fremdengesetze bedeuten. Erst dann können wir über die  Möglichkeiten und Wirklichkeiten reden.<br /> <br /> Unser Kampf geht also in zwei Richtungen: Einerseits geht es um die  Abschaffung der Unterdrückungsinstrumente und andererseits um die  Erreichung der demokratischen, uns schon längst zustehenden Rechte. Denn  eines muss klar sein: Solange Gesetze beschlossen werden, die auf die  Migrantinnen und Migranten wirken, ohne dass diese die Möglichkeit  haben, diese mitzubeschließen, handelt es sich um undemokratische  Gesetze. Wir Migrantinnen und Migranten, die kein Wahlrecht haben, leben  nicht in einer Demokratie. Da können die ideologischen Bedienstete der  Herrschaft behaupten, was sie wollen. Wir leben in einem System, das  über uns entscheidet, ohne dass wir die Möglichkeit haben,  mitzuentscheiden. Wir leben also in einem System, das unsere  Emanzipation verhindert.<br /> <br /> Aber, wie schon gesagt, die ArbeiterInnen haben es in der Geschichte  immer wieder geschafft, diese Art von Unterdrückungssystem zu  durchzubrechen, den Frauen ist das auch gelungen und es wird uns auch  gelingen. Darum haben wir uns hier und in Amerika, Italien, Frankreich,  Griechenland, usw. versammelt. Und darum werden wir diese Aktionen  fortsetzen. Denn wir sind trotz allen Widrigkeiten, wir sind trotz aller  Anfeindungen und trotz aller ungustiösen primitiven Beamten hier  geblieben und wir werden weiterhin hier bleiben. Es ist unser Land. Es  ist kein schönes Land, aber unser Land.<br /> <br /> Und wir kämpfen dafür, dass wir in einem Land ohne Rassismus, in einem  Land ohne antiislamischen Rassismus, in einem Land ohne Antisemitismus,  in einem Land ohne patriarchalen Verhältnissen, in einem Land ohne  Homophobie und in einem Land ohne Klassen leben.<br /> <br /> Dieses und jedes andere Land wird durch diese Kämpfe besser!<br /> <br /> Danke!]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 16:19:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Something new from the first of March</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/something-new-from-the-first-of-march/</link>
			<description>ein bericht aus bologna</description>
			<content:encoded><![CDATA[Pictures on <link https://exwww.d.univie.ac.at/owa/redir.aspx?C=2e48d1b4e3544a95927b8f0f27162c96&URL=http%3a%2f%2fwww.coordinamentomigranti.splinder.com _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">www.coordinamentomigranti.splinder.com</link>
 One year after the first “day without us” in Europe, on the first of March 2011 Nettuno square in Bologna was full of people again. Once more it was a transnational day: new paths of struggle have been opened in Austria; the fight of the hunger strikers in Greece was supported; a link between the two shores of the Mediterranean sea, against the reigns of fear, was built up. Differently from the last year, because of the lack of the media clamor rose by the Rosarno revolt, and in a moment when the crisis beats particularly strong, less people demonstrated in Italy. However, something new happened in Bologna, and the first of March 2011 marked some thresholds that we will not cross back.
The first one concerns the strike. Compared with 2010, much more factories and much more workers, both migrant and italian, got on strike. This fact points out the importance of the communication with the union delegations within the working places and with workers, who understood that the strike of migrant labour is a strike of the whole labour.
The second one is the visibility of migrant and italian women during the demonstration of the first of March. They pointed out the patriarchal character of the Bossi-Fini law, showing in this way that the time of a neutral antiracism and of an organization of migrants which keeps silence on women’s subordination – or accepts it by masking it as “culture” – is now over.
The third one is the absolute new fact of the presence and participation to the struggle of migrants’ sons and daughters. In the morning there was a migrant students’ demonstration, and this initiative, together with the participation to the general struggle through the hip hop music made by the guys of the OnTheMove Laboratory, shows the power of a presence which is not available to be caged within an eternal “second generation”.
On the first of March workers, men and women, boys and girls, they all pretended visibility, presence, voice. They all expressed conditions that cannot be represented or be regarded as emergency – be it the emergency decided by governments, or an extreme condition pointed out by an old-fashioned antiracism. Workers, men and women, boys and girls who spoke on the first of March, made clear that they are not at the margins, but at the core of contemporary transformation of labour and, most of all, they can be at the core of the struggles.
We, the Coordinamento Migranti Bologna, will move on from this point, and we want to repeat, as we said during the demonstration, that we are not interested in celebration days, in empty solidarity statements, in mere assistance. We are interested in that space where migrant workers, men and women, boys and girls, could feel powerful, and not only for one day. 
Coordinamento Migranti Bologna e Provincia]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 17:10:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Radio FRO 105.0 MHz: Transnationale Proteste </title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/radio-fro-1050-mhz-transnationale-proteste/</link>
			<description>In der aktuellen Ausgabe des FROzine beschäftigen wir uns auch mit der heutigen Aufgabe desTages,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Erstmals findet bzw. fand heute, am 1. März 2011, auch in Wien ein  Migranten und Migrantinnenstreik  statt. Es organisierten sich in  mehreren Ländern weltweit  Migranten und Migrantinnen gegen soziale  Ausschlüsse, Diskriminierung und Rassismus.  Angefangen haben diese  transnationalen Proteste im Jahr 2006 mit einem  Streik von Migranten  und Migrantinnen in den USA und breiten sich seitdem immer  weiter aus.  2011 werde  auch in Österreich der Grundstein für einen breiten  Zusammenschluss  gelegt, um eine Wende der Politik gegenüber Menschen  mit Migrationshintergrund einzuleiten.<br /> Gerhard Kettler sprach im  Vorfeld mit Radostina Patulova und Erkan Gül, die den &quot;Transnationalen  Migrant/innenstreik&quot; mitorganisiert haben.
Beitrag zum Nachhören:
<link http://www.fro.at/ondemand/index.php?id=43313>http://www.fro.at/ondemand/index.php?id=43313</link> ]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 22:55:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>DiePresse.com: Fotostrecke (c) Aram Ghadimi</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/diepressecom-fotostrecke-c-aram-ghadimi/</link>
			<description>Migrantenstreik: ''Lärmdemo'' und Kundgebung in Wien</description>
			<content:encoded><![CDATA[
http://diepresse.com/home/panorama/integration/638622/Migrantenstreik_Laermdemo-und-Kundgebung-in-Wien?_vl_backlink=%2Fhome%2Fpanorama%2Findex.do
]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 22:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>radio dreyeckland</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/radio-dreyeckland/</link>
			<description>Ein Tag ohne uns - transnationaler Migrant_innenstreik am 1. März</description>
			<content:encoded><![CDATA[Am ersten März streiken Migrantinnen und Migranten in mehreren  europäischen Ländern. In diesem Jahr ist erstmals auch Österreich dabei.   Wir wollen die Ziele der Streikenden genauer beleuchten, die weit über  das Thema Arbeit hinaus gehen. 
Anhören:
<link http://www.rdl.de/images/stories/audio_mp3/20110301-eintagohne-12704.mp3>http://www.rdl.de/images/stories/audio_mp3/20110301-eintagohne-12704.mp3</link>

Im Teaser (2. Teil) hört ihr ein Live-Update direkt von der Kundgebung in Wien am 1. März, ca. 17.40h.
<link http://www.freie-radios.net/mp3/20110301-eintagohne-39340.mp3>http://www.freie-radios.net/mp3/20110301-eintagohne-39340.mp3</link>
]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 22:33:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Radio Helsinki: Sondersendung - 1. März Transnationaler Migrant_innenstreik</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/radio-helsinki-sondersendung-1-maerz-transnationaler-migrant-innenstreik/</link>
			<description>&quot;Mit uns gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. Mit uns für gleiche Rechte und gleiche...</description>
			<content:encoded><![CDATA[
Migrant_innen auf der ganzen Welt haben den 1. März zum Tag des  Transnationalen Migrant_innenstreiks ausgerufen. Ein breites Bündnis aus  Migrant_innen, antirassistischen Organisationen und Aktivist_innen  mobilisiert dieses Jahr zum ersten Mal auch in Österreich gegen den  sozialen Ausschluss und die fortschreitende Illegalisierung von  Migrant_innen.
http://helsinki.at/programm/sendung.php?id=2771&amp;datum=2011-03-01
]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 22:25:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Wien heute vom 01.03.2011 19.00 Uhr</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/wien-heute-vom-01032011-1900-uhr/</link>
			<description>Anti-Rassismuskundgebung in Favoriten</description>
			<content:encoded><![CDATA[
<div style="text-align: left;">Videofile: <link http://www.hektor.apa.at/InstantVideos/4429524.asf - - blocked::http://www.hektor.apa.at/InstantVideos/4429524.asf>http://www.hektor.apa.at/InstantVideos/4429524.asf</link></div>
</p>]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 16:30:00 +0100</pubDate>
			
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		<item>
			<title>Pressemitteilung: Kulturrat Österreich</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/pressemitteilung-kulturrat-oesterreich/</link>
			<description>Kulturrat Österreich fordert klares Bekenntnis gegen Rassismus und ruft auf zum 1. März –...</description>
			<content:encoded><![CDATA[__/ 14 Uhr Kunst/Kultur/Medien-“Betriebs“versammlung <br />Literaturhaus, Zieglergasse 26a, 1070 Wien <br />__/ 16 Uhr Lärmdemo: Asylgerichtshof, Laxenburger Straße 36, 1100 Wien <br />__/ 17 Uhr Kundgebung: Viktor Adler Markt, 1100 Wien <br />_______/ <link http://kulturrat.at / _blank external-link-new-window>http://kulturrat.at<br /> </link>_______/ <link http://www.1maerz-streik.net / _blank external-link-new-window>http://www.1maerz-streik.net </link><br /><br />„Wir sind hier! Ausschluss Basta!“ heißt es, wenn am 1. März 2011 erstmals auch in Wien zum „Transnationalen Migrant_innenstreik“ aufgerufen wird. Arbeitsniederlegung, Straßenprotest und dezentrale Aktionen stehen auf dem Programm. „Gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung.  Für gleiche Rechte und für gleiche Privilegien für alle.“ lautet die Devise. Und zunehmend mehr MitstreiterInnen schließen sich mit eigenen Aktivitäten an. Auch der Aufruf zu Betriebsversammlungen zeigt Erfolge: In mehreren Betrieben wird am 1. März die Lohnarbeit unterbrochen, um sich mit den Themen des MigrantInnestreiktags in Bezug auf den eigenen Arbeitsalltag auseinanderzusetzen.<br /><br />Der Kulturrat Österreich greift diese Idee auf, auch wenn die eigene „Betriebs“struktur nicht annähernd groß genug ist, um überhaupt eine BetriebsrätIn wählen und eine Betriebsversammlung im klassischen Sinn einberufen zu können. Eine Realität, die schließlich für die allermeisten meisten im Kunst-, Kultur- und Medienbereich Tätigen zutrifft. Der Kulturrat Österreich ruft daher zu einer gemeinsamen Kunst/Kultur/Medien-“Betriebs“versammlung auf.<br /><br />Gerade das nun drohende nächste „Fremdenrechtspaket“ stößt auch hier auf&nbsp; heftige Kritik. Das grundsätzliche Aushebeln von Grund- und Menschenrechten ist allemal Anlass genug, hier aufzuschreien, die zunehmende Verunmöglichung von künstlerischem Austausch noch das Tüpfelchen auf dem I.<br /><br />Unter der Devise „Mobilität statt Barrieren“ hat der Kulturrat Österreich zuletzt die fremden- und beschäftigungsrechtlichen Mobilitätsbarrieren von Kunst- und Kulturschaffenden unter die Lupe genommen und in der Folge einen umfassenden Forderungskatalog präsentiert. Seit Dezember 2009 hat das BMUKK hierzu eigens eine interministerielle Arbeitsgruppe eingerichtet – unter Beteiligung von Sozial-, Innen- und Außenministerium standen notwendige Änderungen au der Agenda. In diesen Sitzungen haben Interessenvertretungen und Kultureinrichtungen schließlich beispielhaft vor Augen geführt, wie auch Subventionen aus der Kunstförderung in den Sand gesetzt werden, wenn Kunstschaffenden ohne EU/EWR-Pass beispielsweise die Einreise nach Österreich verweigert wird oder die gesetzlichen Einreisevoraussetzungen schlichtweg realitätsfern interpretiert und angewandt werden. Ein Zustand, dem auch das BMUKK nicht länger zusehen kann und möchte und in&nbsp; einer entsprechenden Stellungnahme zu dem Gesetzesentwurf auch klar formuliert hat. Nichts desto trotz: Im MinisterInnenrat wurde letzte Woche die Regierungsvorlage für das nächste „Fremdenrechtspaket“ beschlossen – mit den Stimmen aller MinisterInnen.<br /><br />Der Kulturrat Österreich appelliert an die Abgeordneten im Nationalrat, ein klares Bekenntnis gegen Ausgrenzung und strukturellen Rasssismus abzulegen und folglich NICHT für dieses Gesetzespaket zu stimmen! „Machen wir Schluss mit der Trennung zwischen Wir und Ihr.“, wie es im Aufruf zum Transnationalen Migrant_innenstreik heißt. Denn: „Die Zukunft sind wir Alle!“<br /><br />__/ 1. März – Transnationaler Migrant_innenstreik<br /><link http://www.1maerz-streik.net/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://www.1maerz-streik.net</link><br /><br />__/ Ausschluss Basta (Petition)<br /><link http://ausschlussbasta.wordpress.com/2010/11/08/ausschluss-basta _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://ausschlussbasta.wordpress.com/2010/11/08/ausschluss-basta</link><br /><br />__/ Kulturrat Österreich: Mobilität statt Barrieren!<br /><link http://kulturrat.at/agenda/imag/mobilitaet _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://kulturrat.at/agenda/imag/mobilitaet</link>]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 14:07:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Stellungnahme des Vizerektors Andreas Spiegl (Akademie der Bildende Künste) zum Migrant_innenstreiktag</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/stellungnahme-des-vizerektors-andreas-spiegl-akademie-der-bildende-kuenste-zum-migrant-innenstreik/</link>
			<description>In &amp; Out: Eine Kritik an der Ausgrenzung von Studierenden aus Drittstaaten im Kontext des...</description>
			<content:encoded><![CDATA[An der Akademie der bildenden Künste Wien studieren 1.309 Student_innen, die aus 58 verschiedenen Herkunftsländern kommen. 27 % unserer Studierenden sind EU-Bürger_innen und&nbsp; knapp10% kommen aus so genannten Drittstaaten, also aus Ländern außerhalb der EU. So hoch das Interesse der Akademie daran ist, sich als international attraktive Kunstuniversität zu positionieren, so hoch ist der Anteil von Studierenden, die zu 37% nicht aus Österreich kommen. Und so nachdrücklich der politische und gesetzliche Auftrag für die Universitäten lautet, sich auch im Sinne des Staates international zu profilieren und wahrgenommen zu werden, so widersprüchlich verhalten sich dazu die Fremdenrechtsbestimmungen, die zunehmend jede Form von wissenschaftlicher und künstlerischer Lehre und Forschung über die Grenzen hinweg erschweren und torpedieren.
Jenseits bildungspolitischer und damit gesellschaftspolitischer Interessen orientieren sich die Fremdenrechtsbestimmungen und deren weitere und geplante Verschärfungen an strukturellen Ausgrenzungsmechanismen. Die Bedingungen, in diesem Lande studieren zu können, werden immer schwieriger und skizzieren einen Horizont, der europäische Universitäten nur mehr für Europäer_innen&nbsp; vorsieht.
Wer nicht aus Österreich oder aus der EU kommt, kann hier kaum mehr studieren – es sei denn, man erfüllt&nbsp; primär ökonomische Kriterien, deren Auflagen aber kaum mehr erfüllt werden können. Und wer es dennoch schafft, diese zu erfüllen, ist dann mit aufwendigen und so umständlichen Visumsbestimmungen konfrontiert, die so lange dauern, dass sich der tatsächliche Studienbeginn nach der positiv absolvierten Zulassungsprüfung im Regelfall gleich um ein Semester verzögert und das Studium unnötig erschwert.
Mit diesem Prinzip, das Studium nur mehr wohlhabenden Student_innen aus nicht EU-Ländern zu ermöglichen, wird die Bildungslandschaft radikal verändern und in ihrer Komplexität und Qualität gefährden. Das Ergebnis ist dann eine Zweiklassengesellschaft aus EU-Bürger_innen und reichen Studierenden aus Drittstaaten. Was damit verloren geht, ist nicht nur ein Wissens- und Kunstbegriff, der die verschiedenen kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen und damit die Gesellschaft als Ganze betrifft, sondern auch eine Qualität und Komplexität des Wissens, das gerade auf dieser Diversität basiert und sich nur aus dieser entwickeln kann. Damit wird dem gesellschaftlichen Anspruch auf eine transnationale Dimension von Wissen und Kunst realpolitisch ein nationalstaatliches und diskriminierendes Konzept entgegen gestellt, das die Entwicklung der Lehre und Forschung in diesem Land und in der EU nachhaltig gefährdet.
In diesem Sinne unterstützt die Akademie der bildenden Künste Wien die Forderungen und Aktivitäten, die im Kontext des Migrant_innenstreiktags und im Sinne der Kritik an den geplanten Verschärfungen fremdenrechtlicher Bestimmungen erhoben und unternommen werden.
Andreas Spiegl<br /> Vizerektor für Lehre und Forschung]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 12:40:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>fm4: Migrants's strike</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/fm4-migrantss-strike/</link>
			<description>Migrants in Austria protest against racisim and anti-foreigner politics</description>
			<content:encoded><![CDATA[<link http://static2.orf.at/vietnam2/files/fm4/201109/rc-_migrants_day_145650.mp3>http://static2.orf.at/vietnam2/files/fm4/201109/rc-_migrants_day_145650.mp3</link>
]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 10:41:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>AUGE/UG zu 'MigrantInnenstreik': &quot;Wer in Österreich lebt, muss hier arbeiten dürfen - illegale Beschäftigungsverhältnisse legalisieren!&quot;</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/augeug-zu-migrantinnenstreik-wer-in-oesterreich-lebt-muss-hier-arbeiten-duerfen-illegale-bes/</link>
			<description>Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen fordern Harmonisierung von Aufenthalts- und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Wien (OTS) -&nbsp;&nbsp;&nbsp; &quot;Wer unter dem Vorwand, den 'heimischen' Arbeitsmarkt zu schützen,&nbsp; Menschen mit nicht-österreichischer StaatsbürgerInnenschaft entrechtet und ihnen den Zugang zu legaler Beschäftigung verwehrt, unterstützt in Wirklichkeit die Entstehung eines informellen Arbeitsmarkts und bewirkt&nbsp; entsprechend dieHintertreibung von sozialen Rechte, Mindestlohnregelungen und arbeitsrechtlichen Schutzbestimmungen - wer hier lebt, muss hier arbeiten dürfen! Das ist der wirksamste Schutz gegen Lohn- und Sozialdumping, Prekarisierung der Arbeit und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen,&quot; fordert Klaudia Paiha, Bundessprecherin derAUGE/UG - Alternative und Grüne GewerkchafterInnen/Unabhängige GewerkschafterInnen angesichts des heutigen Aktionstags 'MigrantInnenstreik'. <br /><br />Entsprechend gilt es auch, für AsylwerberInnen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu öffnen und endlich ein humanitäres Bleiberecht zu verwirklichen: &quot;AsylwerberInnen werden über Jahre hinweg zum Nichtstun verurteilt und in illegale Beschäftigungsverhältnisse gedrängt, gleichzeitig werden sie für Lohn- und Sozialdumping verantwortlich gemacht und von der extremen Rechten als 'Sozialschmarotzer' hingestellt. Das ist schäbigste und verlogene Politik auf dem Rücken von Schutzbedürftigen! Wer weiter die Entrechtung von MigrantInnen aufrecht hält und die Gleichstellung von in- wie ausländischen ArbeitnehmerInnen verhindert, betreibt Politik auf Kosten der ArbeitnehmerInnen insgesamt und das Geschäft der extremen Rechten,&quot; warnt Paiha. Entsprechend seien Aktionen wie der 'MigrantInnenstreik' auf jeden Fall unterstützenswert, nicht zuletzt, um sichtbar zu machen, wo MigrantInnen arbeiten und wie wenig MigrantInnen aus der Arbeitswelt wegzudenken sind, &quot;mögen die rechtsextremen Propagandisten auch anderes behaupten.&quot;<br /><br />Zwt.: Nachholbedarf auch bei Gewerkschaften<br /><br />Nachholbedarf hinsichtlich des 'sichtbar Machens' von MigrantInnen bestünde nach wie vor auch bei den Gewerkschaften: &quot;Die Zusammensetzung von gewerkschaftlichen Gremien entspricht nicht ansatzweise dem Anteil von MigrantInnen in der Arbeitswelt. Nach wie vor gibt es in gewerkschaftlichen Spitzenfunktionen kaum GewerkschafterInnen mit unmittelbarem Migationshintergrund. Erst seit wenigen Jahren können auch Nicht-ÖsterreicherInnen zu Betriebsräten gewählt werden, was erst durch eine entsprechende Klage der AUGE/UG vor dem europäischen Gerichtshof ermöglicht wurde&quot;, erinnert Paiha. Auch wenn sich in den Gewerkschaften bereits einiges an Einstellung gegenüber Migration und MigrantInnen geändert habe: &quot;Auch die Gewerkschaften und ihre Fraktionen sind noch nicht endgültig in einer von Migration und MigrantInnen mitgeprägten Gesellschaft angekommen,&quot; schließt Paiha durchaus auch selbstkritisch. <br /><br />Rückfragehinweis:<br />Klaudia Paiha, Bundessprecherin der AUGE/UG<br />Tel: 0664/614 50 14<br />Internet: <link http://www.auge.or.at/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">www.auge.or.at</link><br /><br />*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***<br /><br />OTS0250&nbsp;&nbsp;&nbsp; 2011-03-01/13:36<br /><br />011336 Mär 11<br /><br />AGG0002 0373<br /><br /><link http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110301_OTS0250/augeug-zu-migrantinnenstreik-wer-in-oesterreich-lebt-muss-hier-arbeiten-duerfen-illegale-beschaeftigungsverhaeltnisse-legalisieren _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110301_OTS0250/augeug-zu-migrantinnenstreik-wer-in-oesterreich-lebt-muss-hier-arbeiten-duerfen-illegale-beschaeftigungsverhaeltnisse-legalisieren</link>]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 10:28:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>daStandard.at: Transnationaler MigrantInnenstreik - Viktor-Adler-Markt</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/dastandardat-transnationaler-migrantinnenstreik-viktor-adler-markt/</link>
			<description>Fotostrecke</description>
			<content:encoded><![CDATA[
http://dastandard.at/1297819304313/Ansichtssache-Transnationaler-MigrantInnenstreik---Viktor-Adler-Markt
]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 10:21:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wiener Zeitung: Heuer wurde erstmals zum &quot;Transnationalen Migrant _innenstreik&quot; am ersten März aufgerufen</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/wiener-zeitung-heuer-wurde-erstmals-zum-transnationalen-migrant-innenstreik-am-ersten-maerz-aufg/</link>
			<description>Streik gegen die Migrationspolitik</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="author" style="padding-bottom: 3px;"><b>Von Stefan Beig</b>
<ul><li>Der Protest richtet sich gegen &quot;die restriktive Gesetzgebung und die öffentliche Debatte&quot;. </li><li>Junge Wissenschafter nehmen teil.</li></ul>
<br /><b>Wien. </b>Etliche  Nicht-Regierungsorganisationen sind dabei, von &quot;Enara – European  Network Against Racism&quot; über SOS Mitmensch bis zu Frauensolidarität. Sie  alle beteiligten sich am ersten März an der Kundgebung vor dem  Asylgerichtshof und am Viktor-Adler-Markt &quot;gegen die vorherrschende  Migrationspolitik in Österreich&quot;. Der Auftritt nennt sich  &quot;Transnationaler Migrant_innenstreik&quot;. </div>
Er hat Vorbilder: 2006 gab es in den USA Proteste gegen ein Gesetz,  das in den Augen der Protestierenden zwölf Millionen undokumentierte  Migranten und ihre Helfer kriminalisierte. Später folgten ähnliche  Aktionen in Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien, die alle den  mittlerweile symbolischen ersten März für ihren Protest wählten.
Eine breite gesellschaftliche Basis für das Anliegen zu finden, ist  anscheinend nicht leicht. Im Internet erntet die Demo bereits böse  Postings. Worum geht es den Teilnehmern eigentlich konkret? &quot;Wir haben  drei zentrale Anliegen&quot;, berichtet lker Atac vom Wiener Institut für  Politikwissenschaft. Er gehört zu den Initiatoren der Kundgebung.  &quot;Erstens wollen wir die öffentliche Debatte, den Diskurs über Migranten  beeinflussen. Die zentrale Frage ist: Wer redet wie über Migranten? Es  wird viel über sie gesprochen, aber die Betroffenen selbst kommen kaum  zu Wort.&quot;
Der Politikwissenschafter fährt fort: &quot;Zweitens wird die Gesetzgebung  immer restriktiver und gefährdet die Existenzgrundlage von hier  lebenden Steuerzahlern. Drittens geht es uns um politische und soziale  Themen wie Schule, Bildung und Jugend.&quot; Migranten würden nicht als  Akteure und Teil des politischen Systems gefördert. Es gelte, Zugänge  zum System zu öffnen.
Iker Atac ist nicht der einzige junge Wissenschafter unter den  Teilnehmern. &quot;Dieser Streik ermöglicht, dass Migranten über soziale  Grenzen hinweg als eine transnationale Gruppe wahrgenommen werden&quot;,  meint Assimina Gouma, Kommunikationswissenschafterin und Mitglied der  Forschungsgruppe &quot;Kritische Migrationsforschung&quot;. &quot;Die Politik hat  bereits versucht, Migrantengruppen gegeneinander auszuspielen. So wurde  schon behauptet, Wirtschaftsflüchtlinge seien schuld an den Problemen  der Asylwerber.&quot;
Durch diese gemeinsame Kundgebung sollten Migranten als Gruppe mit  einer politischen Stimme wahrgenommen werden. Es koste viele von ihnen  eine große Überwindung, sich zu Wort zu melden, weil das Migrant-Sein  öffentlich oft negativ dargestellt werde, etwa im Zusammenhang mit  Kriminalität.
&quot;Die Politik fördert eine Entsolidarisierung zwischen Migranten und  anderen sozialen Gruppen, etwa in der Arbeitspolitik&quot;, betont die  Kommunikationsforscherin weiter. &quot;Auch die Gewerkschaft hat hier in der  Vergangenheit eine schlechte Rolle gespielt. Immer wieder heißt es:  ‚Migranten nehmen uns die Arbeitsplätze weg.‘ Man sollte die Gruppen als  Teil des globalen Kampfs um Arbeitsrechte begreifen, statt sie  gegeneinander auszuspielen.&quot; Atac und Gouma betonen beide, dass sich  auch Einheimische am Protest beteiligen können. &quot;Die Unterscheidung in  ‚Wir‘ und ‚Ihr‘ wollen wir durchbrechen. Die Kämpfe um Gerechtigkeit  betreffen uns alle&quot;, sagt Gouma.
<b>Kritik an Gesetzesnovelle</b>
Geboren wurde die Idee zum Protest erst vor kurzem. &quot;Im Anschluss an  die Wiener Gemeinderatswahlen haben einige Persönlichkeiten die  Stellungnahme ‚Ausschluss Basta!‘ herausgebracht,&quot; erzählt Atac. &quot;Darin  wehren wir uns gegen Rassismus und das gesellschaftliche Klima.&quot; Die  Stellungnahme wurde von mehr als 1000 Personen unterzeichnet. &quot;Im  Dezember fand eine weitere Veranstaltung mit mehr als 100 Teilnehmern  von verschiedenen NGOs und Migrantencommunitys statt. Bei diesem Treffen  wurde die Idee zum ‚Transnationalen Migrant_innenstreik‘ am ersten März  geboren.&quot;
Das schlechte Gesellschaftsklima schlage sich in der Gesetzeslage  nieder. &quot;Mit jeder gesetzlichen Novellierung werden neue Hürden für  Migranten errichtet&quot;, kritisiert Gouma. Dazu gehöre die in der Vorwoche  im Ministerrat beschlossene Fremdenrechtsnovelle. &quot;Sie bedeutet nur  geringfügige Verbesserungen, denen gravierende Verschärfungen der  ohnedies restriktiven Rechtslage gegenüberstehen&quot;, kritisiert auch  Joachim Stern vom Institut für Staats- und Verwaltungsrecht an der Uni  Wien, der nicht an der Demonstration teilnimmt. &quot;Nun genügt schon eine  einzige Verwaltungsübertretung für ein 18-monatiges Einreiseverbot. Das  halte ich für europarechtswidrig.&quot;
Weiters forderte das Europarecht, dass jede Abschiebung in einem  fairen Verfahren vor einer unabhängigen Behörde angefochten werden kann.  &quot;Derzeit kann gegen Abschiebungen nur bei den Sicherheitsdirektionen im  Innenministerium berufen werden. Die Novelle sieht keine Korrektur  vor.&quot; Zu einem fairen Verfahren gehöre ein unabhängiger, qualifizierter  Rechtsberater. &quot;Die Vorschläge in der Novelle sind hier schwer  defizitär. Die Rechtsberater werden vom Ministerium ausgesucht und  gekündigt, die geringen Anforderungen weiter abgeschwächt: Nun genügt  ‚Erfahrung im Fremdenrecht‘ als Qualifikation.&quot;
Hochproblematisch sei die Einführung der automatischen Haft für  Asylsuchende bei Antragsstellung von bis zu 168 Stunden. &quot;Dabei ist  nicht einmal der Zugang zu einer unabhängigen Betreuung gewährleistet.  Die Betroffenen können oft schwer traumatisiert sein.&quot; Kritik kommt von  Stern auch an den Bestimmungen zur Erlangung der österreichischen  Staatsbürgerschaft. &quot;Bis zur Novelle im Jahr 2006 wurde jährlich im  Schnitt 40.000 Menschen die Staatsbürgerschaft verliehen, seither sind  es nur mehr 6000.&quot; Die Mängel würden in der Novelle nicht behoben.
<link http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3858&Alias=wzo&cob=547123 _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3858&amp;Alias=wzo&amp;cob=547123</link>
]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 10:18:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Rassismus konsequent bekämpfen?</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/rassismus-konsequent-bekaempfen/</link>
			<description>von adgh und rkjv</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Den bürgerlichen Staat zerschlagen!</b>
Es gibt immer wieder vielerlei Proteste, Aktionen und Widerstand gegen Rassismus – trotzdem ist Rassismus ein gewöhnlicher Bestandteil unserer Gesellschaft. Rassismus und Faschisierungstendenzen nehmen sogar verstärkt zu. Mit kunstvollen Protesten, „ein Zeichen setzen“ und Appellen an die bürgerliche Regierung können wir keinen konsequenten Kampf führen!
Wir müssen uns klar vor Augen führen, dass wir in einer Klassengesellschaft leben, in der die Interessen der Herrschenden immer den unterdrückten Volksmassen aufgezwungen werden. Rassismus dient dabei der Spaltung, er soll uns ArbeiterInnen im Klassenkampf schwächen. Die Wurzel des Rassismus liegt jedoch im Lohnsystem. Durch den jeweiligen Wert, den ArbeiterInnen im Lohnsystem zugesprochen bekommen und die Konkurrenz unter ihnen, kann Rassismus erst entstehen. Darauf baut die bürgerliche Politik und Propaganda auf. Es wird Konkurrenz geschürt, Feindbilder für jede schlechte Lage geschaffen, um so die ArbeiterInnenklasse zu spalten und schwächen. Denn durch die gemeinsame Lager der ArbeiterInnen, kann im Gegenteil zu Rassismus, auch Solidarität, vor allem in gemeinsamen Kämpfen entstehen – und das würde uns im Klassenkampf stärken. Unser Kampf gegen Rassismus kann also konsequent nur als gemeinsamer Kampf, aller ArbeiterInnen und unterdrückter Menschen, gegen das Lohnsystem, für die sozialistische Revolution geführt werden! Alles andere wäre ein Scheinkampf und ein glatter Betrug für die Mehrheit der Weltbevölkerung. 
Der Imperialismus (das höchste Stadium des Kapitalismus) ist gekennzeichnet durch aggressive, rassistische Politik, welche die Machtposition der jeweiligen Imperialisten sichert. Aus den Neokolonien, den abhängigen Ländern, ziehen die imperialistischen Mächte den nötigen Profit um im „eigenen“ Land für Wohlstand zu sorgen. Es werden Kriege geführt, die Volksmassen in abhängigen Ländern massiv ausgebeutet, Lebensgrundlagen zerstört und somit die Grundlage für den „Fluss“ von billigen Arbeitskräften in die imperialistischen Zentren („moderne Migration“) geschaffen. Der österreichische Imperialismus beispielsweise, zieht seine Profite hauptsächlich aus Osteuropa und dem Balkan. Wobei der österreichische Staat maßgeblich am Jugoslawien Krieg beteiligt war. Aus diesem Krieg holte die österreichische Bourgeoisie „billige“ Arbeitskräfte, sicherte Einflussgebiete und profitiert nach wie vor davon. 
Innenpolitisch ist die Asylpolitik gekennzeichnet von Willkür und Brutalität der Staatsgewalt. Es ist Normalität, dass MigrantInnen in Anhaltelager gesteckt, misshandelt, ermordet und ausgeliefert werden. Es spielt dabei keine Rolle, dass Familien zerrissen werden, Lebensgrundlagen zerstört werden, oder Folter und der sichere Tod für Flüchtlinge im Herkunftsland gewiss sind. Es gibt eine Fremdenpolizei, welche eine staatliche Hetzjagd in der ArbeiterInnenklasse betreibt. Mit der Rot-Weiß-Rot Card soll Migration nun durch ein Punktesystem geschehen, welches hauptsächlich qualifizierte Arbeitskräfte, die am österreichischen Arbeitsmarkt benötigt werden „hereinholt“. Diese sollen den Herrschenden als „billige“ Facharbeiter dienen, werden zur Drückung der Löhne benutzt und die Konkurrenz unter den ArbeiterInnen soll somit schärfer werden. 
Auch die derzeitige Ausbeutungsoffensive der Herrschenden, unter dem Motto „Krisenlasten“ und Belastungspaket, profitiert von der starken Konkurrenz zwischen den ArbeiterInnen. So trifft es&nbsp; trifft MigrantInnen und Jugendliche der ArbeiterInnenklasse am stärksten. Denn sie müssen als Reservearmee am Arbeitsmarkt herhalten, werden eingesetzt um Löhne zu drücken, haben unsichere und miserable Arbeitsbedingungen, kaum rechtlichen Schutz, können sich somit am wenigsten zur Wehr setzten. Die Kürzungen bei der Familienbeihilfe, Kürzung der ohnedies zu niedrigen Pensionen, Intensivierung der Arbeit (höheren Leistungszwang, Arbeitszeitflexibilisierung...) usw. - all dies passiert unter dem Vorwand der Krise, dient dazu, die ArbeiterInnen und Volksmassen verstärkt auszubeuten und soll uns zudem auf die verschärfte Streichung Sozialer Leistungen, den Abbau sozialer Rechte und Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen vorbereiten.&nbsp; 
Lohnabhängige Migrantinnen haben dabei am allerwenigsten von diesem System zu erwarten. Sie sind der Unterdrückung und Ausbeutung zu Hause (Reproduktionsarbeit für die Kapitalisten) und am Arbeitsmarkt ausgesetzt. Migrantinnen unterliegen mehr als andere Arbeiterinnen den patriarchalen Strukturen der bürgerlichen Herrschaft. Formale Rechte existieren hier oft nicht und können noch seltener tatsächlich eingefordert werden. Verlust des Bleiberechts, Kündigungen und Abschiebung schließen Migrantinnen systematisch vom bürgerlich demokratischen Recht aus und öffnen somit den Kapitalisten die Möglichkeit zur massiven Ausbeutung der „Billig-Lohnarbeiterinnen“. Prostitution, Sexarbeit sei hier als eines der deutlichsten Beispiele zu nennen.
Kindern von MigrantInnen der ArbeiterInnenklasse wird bereits im Schulsystem ein Weg bereitet, der die gesellschaftliche Stellung der Familie reproduzieren sollen. Sie werden diskriminiert, aufgrund der Sprache in Sonderschulen gesteckt und bewusst in eigenen Kindergärten und Schulen ausgegliedert. Diese rassistische Politik prägt bereits im Kindesalter das Bewusstsein und trägt sicherlich zur Spaltung der Massen bei. Über die kürzlich veröffentlichte Pisa Studie schrieben bürgerliche Medien, MigrantInnen seien schuld am schlechten Lernerfolg und würden zudem den gesamten Lehrbetrieb aufhalten! 
Welchen konsequenten Kampf können wir dem aber entgegensetzen: den Kampf gegen Rassismus, gegen Faschismus, gegen den bürgerlichen Staat, gegen den Kapitalismus, gegen den Imperialismus? Es ist der Kampf gegen das Lohnsystem, der gemeinsame Kampf der unterdrückten Masse für eine klassenlose Gesellschaft. Es ist die kommunistische Wissenschaft, die uns theoretisch dabei leitet, es sind die Erfahrungen aus den bisherigen Klassenkämpfen aus denen wir Lehren ziehen und es ist unsere Praxis in der Kommunismus lebendig wird. Dieses System mit all seinen Handlangern, ob nun die verschiedensten Regierungen oder die Gewerkschaftsführung, muss durch die sozialistische Revolution gestürzt werden. Denn Sozialismus bedeutet einen wirklichen Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung - einen permanenten Kampf, bis die Überreste dieser Gesellschaft endgültig beseitigt sind.
Wir müssen die Grundlage dieser Gesellschaft verändern, um die Realität nach unseren Interessen gestalten zu können – um mit Ideologien wie Rassismus, endgültig aufräumen zu können. Dafür ist es notwendig uns auf einen umfassenden Kampf vorzubereiten, uns zu organisieren und vor allem eine revolutionär kommunistische Linie zu verfolgen – das bedeutet uns loszureißen von der bürgerlichen Führung, einen radikalen Umsturz zu machen, keine Illusionen in soziale Gerechtigkeit im&nbsp; zu haben, bei dem tagespolitischen Geschehen unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, uns nicht im Reformkampf zu verlaufen, uns immer wieder selbst im Kontext dieser Gesellschaft kritisch zu betrachten, aus Erfahrungen zu lernen, eine enge Verknüpfung kommunistischer Theorie und Praxis&nbsp; und internationale Solidarität in der Praxis zu zeigen! Diese Linie bedeutet den gemeinsamen Kampf mit allen ArbeiterInnen und unterdrückten Massen. Dafür müssen wir hier in Österreich unseren Kampf in erster Linie gegen den bürgerlichen Staat ausrichten! Es ist notwendig jetzt eine revolutionär kommunistische Organisation aufzubauen, um im Klassenkampf – im Kampf gegen das Lohnsystem eine Waffe zu haben! 
<i>Organisieren wir uns für den revolutionären Kampf gegen die bürgerliche Diktatur!<br />Kämpft mit uns gemeinsam für den Kommunismus!</i>]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 14:38:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Presseaussendung APA: &quot;Ein Tag ohne uns&quot;: Aufruf zum Migrantenstreik</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/presseaussendung-apa-ein-tag-ohne-uns-aufruf-zum-migrantenstreik/</link>
			<description>&quot;Transnationaler Migrant_innenstreik&quot; am 1. März - Kundgebung am Viktor-Adler-Markt </description>
			<content:encoded><![CDATA[Wien (APA) - Ein Aktionsbündnis ruft Migranten dazu auf, am 1. März in Streik zu treten: Im Rahmen des &quot;Transnationalen Migrant_innenstreiks&quot; wollen die Aktivisten für gleiche Rechte und gegen Rassismus und die Novelle des Fremden- und Asylrechts protestieren, erklären die Organisatoren in einer Aussendung. Sie fordern Migranten auf, am Dienstag die Arbeit niederzulegen und Betriebsversammlungen abzuhalten. Die Plattform plant um 16:00 Uhr eine &quot;Lärmdemo&quot; vor dem Asylgerichtshof. Im Anschluss soll es eine Kundgebung am Viktor-Adler-Markt geben.
Der Protest, bekannt als &quot;Ein Tag ohne uns&quot;, hat in den USA begonnen. Im März 2006 sind dort über eine Million Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Verschärfungen der Asyl- und Einwanderungsgesetze zu protestieren. 2010 gab es in der Folge in Italien und Frankreich große Kundgebungen. In Österreich steht ein breites Bündnis aus Migranten, linken und antirassistischen Organisationen hinter dieser Aktion.
(Schluss) fpr/ks
APA0317<br />2011-02-28/13:14<br />281314 Feb 11]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 14:08:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Frauenberger zu Migrant_innenstreik: &quot;Vielfalt braucht Chancengleichheit&quot;</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/frauenberger-zu-migrant-innenstreik-vielfalt-braucht-chancengleichheit/</link>
			<description>Wien (OTS) - Heute Dienstag findet in Österreich erstmalig miteiner Kundgebung am Viktor Adler...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Wien (OTS) - Heute Dienstag findet in Österreich erstmalig miteiner Kundgebung am Viktor Adler Markt der &quot;TransnationaleMigrant_innenstreik &quot;statt. Die Wiener Integrationsstadträtin SandraFrauenberger erklärte sich solidarisch mit den InitiatorInnen undTeilnehmerInnen dieser Aktion. &quot;Integration verlangt gleiche Chancenfür alle! Eine offensive Integrationspolitik muss daher den sozialenAufstieg für alle im Focus haben.,&quot; unterstrich Frauenberger. Wiensetze daher, so die Wiener Stadträtin weiter, mit seinemIntegrationskonzept genau hier den Hebel an. Frauenberger kritisierteeinmal mehr die Verschärfungen im neue Fremdenrechtspaket, die auchAngelpunkt der heutigen Kundgebung sind. ***
Zwtl.: Kritik an Fremdenrechtspaket Frauenberger: &quot;Es muss endlich Schluss sein mit dem FekterFlickwerk, das nur neue Hürden bringt. Es muss Schluss sein mit derpermanenten Vermengung von Zuwanderung, Asyl und Kriminalität.Darüber täuscht bedauerlicher Weise auch die an sich positive RotWeiß Rot Karte nicht hinweg. Was wir im Gegensatz dazu brauchen istein vernünftiges Gesamtkonzept, dass Integration fördert und nichtbehindert, und leistbare Sprachkurse für alle statt &quot;Deutsch vorZuzug&quot;. Was wir brauchen ist ein Staatsekretariat für Integration undZuwanderung und damit eine Entkoppelung von Sicherheit undIntegration.&quot; Als blanken Zynismus bezeichnete Frauenberger dieAussage der Innenministerin, das neue Fremdenrechtspaket undinsbesondere die &quot;Deutsch vor Zuzug&quot; Bestimmung sei einemanzipatorischer Ansatz. Gerade MigrantInnen, die ohnehin schondoppelt diskriminiert seien, werde durch die neuen Regelungen dieIntegration erschwert, betonte die Stadträtin. 
Frauenberger abschließend: &quot;Wien verfolgt in derIntegrationspolitik einen völlig anderen Ansatz. Wir sehen dieVielfalt der Menschen in unserer Stadt als Potenzial und als Garantfür den Wohlstand unserer Stadt, an dem alle gleichberechtigtteilhaben. Mein integrationspolitisches Ziel ist es daher, dass alleMenschen in unserem Wien in Vielfalt respektvoll zusammenleben undeine gemeinsame Sprache sprechen, getragen von einer klaren Haltunggegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Die heutige Kundgebung &quot;EinTag ohne uns&quot; sehe ich als starkes Zeichen für ein Wien, dass nurdurch Vielfalt gewinnt!&quot; (schluss)gph 
Rückfragehinweis: <br />Büro Stadträtin Sandra Frauenberger <br />Mediensprecherin Gabriele Philipp <br />Tel.: +43 1 4000 81295 gabriele.philipp@wien.gv.at 

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHERINHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** <br />OTS0232 <br />2011-03-01/13:08 <br />011308 Mär 11 <br />NRK0011 0328 
<link http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110301_OTS0232/frauenberger-zu-migrantinnenstreik-vielfalt-braucht-chancengleichheit _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110301_OTS0232/frauenberger-zu-migrantinnenstreik-vielfalt-braucht-chancengleichheit</link>]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 14:05:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Korun zum transnationalen MigrantInnenstreik: Gleiche Rechte und Pflichten für MigrantInnen, gegen Ausgrenzung!</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/korun-zum-transnationalen-migrantinnenstreik-gleiche-rechte-und-pflichten-fuer-migrantinnen-gegen/</link>
			<description>Grüne unterstützen Anliegen des transnationalen MigrantInnenstreiks</description>
			<content:encoded><![CDATA[Wien (OTS) - Der heutige transnationale MigrantInnenstreiktagmacht auf die unverzichtbaren Beiträge und Leistungen eingewanderterMenschen aufmerksam und verlangt gleiche Rechte für gleiche Pflichtenund ein Ende der Diskriminierung, Ausgrenzung und rassistischerPraktiken. &quot;Wir Grüne unterstützen die Anliegen deszivilgesellschaftlichen Bündnisses des MigrantInnenstreiktags undtreten für diese seit Jahren auf parlamentarischer Ebene ein&quot;, sagtAlev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen. 
Das rassistische Verschärfungspaket der österreichischenBundesregierung, das im April vom Parlament beschlossen werden soll,zeigt, wie aktuell die Kämpfe von MigrantInnen um gleiche Rechte undChancen und gegen Diskriminierung und Illegalisierung sind. &quot;DieLeistungen von ArbeitsmigrantInnen, die seit den 1960ern einenwesentlichen Beitrag zum Wohlstand Österreichs beigetragen haben,werden noch immer nicht anerkannt. Anstatt endlich eine Politik derGleichstellung und Antidiskriminierung zu betreiben macht dieBundesregierung unbefristete Visa und die österreichischeStaatsbürgerschaft immer unerreichbarer&quot;, kritisiert Korun. Es mussendlich Schluss sein mit der heuchlerischen Politik gegenüberMigrantInnen, deren Arbeitskraft gerne angenommen und oft auchausgebeutet wird, die aber in der Politik fast nur mehr alsSündenböcke vorkommen. Die Grünen fordern gleiche Rechte für gleichePflichten und die Anerkennung der Vielfalt der ÖsterreichischenGesellschaft, die auch eine wesentliche Stärke ist.
Rückfragehinweis:<br />Die Grünen <br />Tel.: +43-1 40110-6697 <br /><link presse@gruene.at - mail "Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">presse@gruene.at </link>

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** OTS0111 2011-03-01/10:49 <br />011049 Mär 11 FMB0001 0215
<link http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110301_OTS0111/korun-zum-transnationalen-migrantinnenstreik-gleiche-rechte-und-pflichten-fuer-migrantinnen-gegen-ausgrenzung  _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110301_OTS0111/korun-zum-transnationalen-migrantinnenstreik-gleiche-rechte-und-pflichten-fuer-migrantinnen-gegen-ausgrenzung </link>]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 14:04:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>vida-Kaske: &quot;Einige Branchen könnten ohne MigrantInnen zusperren&quot;</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/vida-kaske-einige-branchen-koennten-ohne-migrantinnen-zusperren/</link>
			<description>Jobs von MigrantInnen haben einen hohen sozialen Wert für die Gesellschaft</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Wien (OTS/vida/ÖGB) - Am 1. März organisieren sich weltweitMigrantInnen gegen Diskriminierung, soziale Ausschlüsse und Rassismus. Denn MigrantInnen tragen zwar wesentlich zum Funktionierender Wirtschaft sowie zum sozialen und kulturellen Leben bei,gleichzeitig werden ihnen aber zentrale Rechte vorenthalten. DieGewerkschaft vida unterstützt diesen Aktionstag: &quot;Wir leben undarbeiten gemeinsam, daher wollen wir auch die gleichen Rechte undgute, gerechte Lebensbedingungen für alle&quot;, meint vida-VorsitzenderRudolf Kaske in diesem Zusammenhang. Das sei nicht nur ein Akt derSolidarität, sondern vielmehr eine Selbstverständlichkeit.
Vom Gastgewerbe über die Reinigung bis zur Pflege - &quot;Einige Branchen,deren ArbeitnehmerInnen von der Gewerkschaft vida vertreten werden,könnten ohne Beschäftigte mit Migrationshintergrund zusperren&quot;, soKaske. Österreichs Aufschwung wäre ohne Zuwanderung nicht möglichgewesen. &quot;Von diesem Wohlstandszuwachs haben allerdings vor allem dieArbeitgeber profitiert, denn Löhne und Gehälter sind in denvergangenen Jahren weniger stark gestiegen als die Gewinne. Auch imSteuersystem erfolgte eine einseitige Belastung derArbeitnehmerInnen&quot;, kritisiert der Gewerkschafter.
Am österreichischen Arbeitsmarkt haben rund 13 Prozent derBeschäftigten einen Migrationshintergrund. Diese sind jedoch nichtgleichmäßig auf alle Branchen und Sektoren verteilt: &quot;StrukturelleBenachteiligung und fehlende Chancengleichheit drängen Personen mitMigrationsgeschichte in erster Linie in das Niedriglohnsegment undmachen sie dort leichter ausbeutbar&quot;, sagt Kaske. In derReinigungsbranche etwa haben fast 90 Prozent der ArbeitnehmerInneneinen Migrationshintergrund. 
&quot;Gewisse Jobs, die in der Gesellschaft kein hohes Ansehen genießen,haben jedoch einen hohen sozialen Mehrwert&quot;, weiß Kaske. BritischeÖkonomen haben in einer Studie versucht, den gesellschaftlichen Wertvon Berufsgruppen und Dienstleistungen zu ermitteln - mit demResultat: Während Putzkräfte in einem Spital für jeden Euro Lohn, densie erhalten, einen sozialen Wert von elf Euro schaffen, vernichtenBanker acht Euro. 
&quot;Anstatt uns gegeneinander aufhetzen zu lassen, wollen wir zusammenfür mehr Verteilungsgerechtigkeit kämpfen. Dafür, dass die Reicheneinen fairen Anteil an den Steuern zahlen und dafür, dass dieBeschäftigten, egal woher sie kommen, einen gerechten Lohn erhalten&quot;,so Kaske abschließend. 
Rückfragehinweis: <br />vida-Öffentlichkeitsarbeit <br />Ines Schmied-Binderlehner <br />Tel: 01/53 444-79 263 <br />E-Mail: ines.schmied-binderlehner@vida.at <br /><link http://www.vida.at / _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://www.vida.at </link>

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHERINHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** <br />OTS0092 2011-03-01/10:20 <br />011020 Mär 11 <br />NGB0004 0343 <br /><link http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110301_OTS0092/vida-kaske-einige-branchen-koennten-ohne-migrantinnen-zusperren  _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110301_OTS0092/vida-kaske-einige-branchen-koennten-ohne-migrantinnen-zusperren </link>]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 14:02:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ö1 Mittagsjournal 1200</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/oe1-mittagsjournal-1200/</link>
			<description>Ein Tag ohne die Arbeit von MigrantInnen: Aufruf zum transnationalen MigrantInnenstreik</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: left;"><b>Ö1 Mittagsjournal (12:00) - Aktionsbündnis ruft zu  MigrantInnen-Streik auf</b></div>
<div style="text-align: left;">Viele MigrantInnen legen am Dienstag ihre Arbeit nieder und halten  Betriebsversammlungen ab, um zu zeigen, dass die österreichische  Wirtschaft ohne ihre Leistung schlecht dastehen würde. Flächendeckend  findet dieser Streik zwar nicht statt, ein Cafe in Wien, das von  MigrantInnen geführt wird, nimmt den Aufruf aber sehr ernst.
<h3>Gegen Diskriminierung und schlechte Bezahlung</h3>
Schon auf dem Weg zum Café Boem in der Koppstraße in Wien wird klar:  Zu allen ist der für Dienstag ausgerufene MigrantInnenstreik nicht  durchgedrungen. Zeitungskolporteure und Taxifahrer befinden sich wie  immer auf den Straßen. Im Café aber nimmt man die Sache ernst, sagt  einer der drei Betreiber Alexander Nikolic. Und dann erklären die  Gastgeber, dass sie sich wehren gegen tägliche Anfeindungen, schlechte  Bezahlung und Diskriminierung im Bildungs- und Sozialsystem: &quot;Es ist  unglaublich, wie weit verbreitet und wie gesellschaftsfähig Rassismus  heutzutage geworden ist. Zum Beispiel, wenn es in den Siebzigerjahren  diese Einwanderungsgesetze gegeben hätte, die es heute gibt, wär ich nie  da. Da hätte ich keine Chance auf ein halbwegs anständiges Leben in  Österreich.&quot;
<h3>Nachname erschwert Wohnungssuche</h3>
Viele Jugendliche zweiter oder dritter Generation fühlen sich noch  immer als Menschen zweiter Klasse. Dem Geschäftsführer des Boem, Michael  Kalivoda, hat allein sein Nachname eine lange Wohnungssuche beschert.  &quot;Ich bin in Österreich aufgewachsen, habe auch keine zweisprachige  Erziehung gehabt oder irgendwas, aber ich habe auch schon oft die  Erfahrung gemacht, zum Beispiel bei der Wohnungssuche, dass hier schon  ein Unterschied gemacht wird, ob ich meinen Nachnamen sage oder jemand  anderer.&quot;
<h3>Falscher Eindruck</h3>
Im Ausland Geborene machen sich öfter selbstständig als Österreicher,  sie sind kürzer arbeitslos. Und sie zahlen mehr  Sozialversicherungsbeiträge als für sie ausgegeben wird. Das bestätigen  Wirtschaftsforschungsinstitut und Wirtschaftskammer seit Jahren. Dass  diese Fakten bei der Bevölkerung noch nicht angekommen sind, sei kein  Wunder, sagt Boem-Betreiber Martin Hollerweger: &quot;Weil einfach in den  Medien und in der Politik anderes kommuniziert wird. Wenn man vor Wahlen  durch die Straßen geht, fallen einem in erster Linie Plakate auf, die  etwas anderes behaupten. Und wie soll dann eine breite Öffentlichkeit  geschaffen werden für Gegenstimmen.&quot;
<h3>Ungenütztes Potenzial</h3>
Viele gründen auch deshalb Unternehmen, weil sie auf dem Arbeitsmarkt  schlechte Chancen haben, auch das bestätigt die Wirtschaftskammer.  Dabei müsste man nur nach Skandinavien schauen, sagt Alexander Nikolic.  &quot;Es kommt nicht dazu, dass Zahnärzte als Bauarbeiter arbeiten müssen.  Also ich frage mich, wie sie es sich leisten können, auf so viel  Potenzial zu verzichten. <br /> <br /> Am Dienstag rufen MigrantInnenorganisationen weltweit zu Protesten auf.  Es sind auch Schaltungen nach Italien und Frankreich geplant.
<link http://oe1.orf.at/artikel/270945>http://oe1.orf.at/artikel/270945</link>

<b>Videofile: </b><link http://www.hektor.apa.at/InstantVideos/4428416.asf - - blocked::http://www.hektor.apa.at/InstantVideos/4428416.asf><b title="blocked::http://www.hektor.apa.at/InstantVideos/4428416.asf">http://www.hektor.apa.at/InstantVideos/4428416.asf</b></link></div>]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 13:58:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gewerkschaft vida unterstützt Aktionstag 1. März</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/gewerkschaft-vida-unterstuetzt-aktionstag-1-maerz/</link>
			<description>vida-Vorsitzender kritisiert strukturelle Benachteiligung und fehlende Chancengleichheit....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul><li>Presseaussendung zum 1. März durch VS Rudolf Kaske:</li></ul>
&quot;Einige Branchen könnten ohne MigrantInnen zusperren&quot;
<link http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110301_OTS0092/vida-kaske-einige-branchen-koennten-ohne-migrantinnen-zusperren>http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110301_OTS0092/vida-kaske-einige-branchen-koennten-ohne-migrantinnen-zusperren</link>
<ul><li>MigrantInnenstammtisch in der Gewerkschaft vida und gemeinsame Teilnahme an der Kundgebung.</li><li>Betriebsrat von Pro Mente übernimmt die Verteilung von Buttons, Flugblättern udn Plakaten an die Beschäftigten in der Zentrale von Pro Mente (Sozialökonomischer Betrieb mit KundInnenkontakt) und an die Beschäftigten der Betriebskantine im Gewerkschaftshaus Catamaran.</li><li>Reinigungswagen am Podest als sichtbares Zeichen im Gewerkschaftshaus Catamaran</li></ul>
<span style="font-size: 12pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;"></span><span style="font-size: 12pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;"><br /></span>]]></content:encoded>
			<category>1.März 2011</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 13:15:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>derStandard: Proteste</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/derstandard-proteste/</link>
			<description>&quot;Migrantentag&quot; in Rom, Paris und Wien gegen Ausschlusspolitik</description>
			<content:encoded><![CDATA[Rom/Paris/Wien - Das Abgedrängtwerden in Illegalität und Schwarzarbeit,  die permanente Gefahr, in Schubhaft und außer Landes gebracht zu werden:  Gegen diese &quot;rassistischen Ausschlüsse unter der Regierung Berlusconi&quot;  wird am Dienstag, den 1. März in Rom, Florenz, Triest, Neapel und  anderen italienischen Städten protestiert und gestreikt. 
Mehrere italienische Gewerkschaften unterstützen die Aktionen zum  &quot;Transnationalen Migrant_nnenstreik&quot;. Auch in französischen Städten,  allen voran Paris, starten Aktionen , die aufzeigen, was wäre, wenn  Einwanderer als Arbeitskräfte und Konsumenten ausfallen würden. 
Die Initiative, die das Ziel verfolgt, den &quot;Migrant_nnenstreik&quot;  international zu einem alljährlich fixen Termin zu machen, geht auf  Proteste in den USA 2006 zurück. Von März bis Mai gingen damals  Millionen Menschen gegen die Verschärfung von Asyl- und  Einwanderungsgesetzen auf die Straße. Teile der Pläne wurden  zurückgenommen. 
<b>Fremdenrecht im Fokus </b>
Die aktuell geplanten Fremdenrechtsverschärfungen in Österreich sind  Angelpunkt der erstmaligen 1. März-Aktionen am Dienstag hierzulande. In  mehreren Firmen finden Betriebsversammlungen statt, am Wiener  Viktor-Adler-Markt ist eine Kundgebung angesagt. Würden in Österreich  alle Migranten streiken, es hätte &quot;akute Personalnot in Gastronomie,  Pflege, am Bau und bei Reinigungsdiensten&quot; zur Folge, sagt Ilker Atac,  Mitorganisator und Politikwissenschafter an der Uni Wien. (Irene  Brickner, DER STANDARD-Printausgabe, 1.3.2011)
http://derstandard.at/1297819172977/Proteste-Migrantentag-in-Rom-Paris-und-Wien-gegen-Ausschlusspolitik
]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 13:08:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>krone.at: Migranten wollen am Dienstag in den Streik treten</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/kroneat-migranten-wollen-am-dienstag-in-den-streik-treten/</link>
			<description>Ein Aktionsbündnis hat Migranten dazu aufgerufen, heute in Streik zu treten: Im Rahmen des...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Sie fordern Migranten dazu auf,&nbsp;heute die Arbeit niederzulegen und  Betriebsversammlungen abzuhalten. Die Plattform plant um 16 Uhr eine  &quot;Lärmdemo&quot; vor dem Asylgerichtshof. Im Anschluss soll es eine Kundgebung  am Viktor- Adler- Markt geben.
Der Protest, bekannt als &quot;Ein Tag ohne uns&quot;, hat in den USA begonnen.  Im März 2006 waren dort mehr als eine Million Menschen auf die Straße  gegangen, um gegen Verschärfungen der Asyl- und Einwanderungsgesetze zu protestieren. 2010 gab es in der Folge in Italien und Frankreich große Kundgebungen.
In Österreich steht nach Angaben der Organisatoren&nbsp;ein breites  Bündnis aus Migranten, linken und antirassistischen Organisationen  hinter der Aktion.
<link http://www.krone.at/Oesterreich/Migranten_wollen_am_Dienstag_in_den_Streik_treten-Ein_Tag_ohne_uns-Story-248489 _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://www.krone.at/Oesterreich/Migranten_wollen_am_Dienstag_in_den_Streik_treten-Ein_Tag_ohne_uns-Story-248489</link>]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 13:05:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>ZIP-FM - Radio Orange 94,0</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/zip-fm-radio-orange-940/</link>
			<description>Transnationaler Migrant_innenstreik am 1. März – erstmals auch in Österreich.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="entry_b">Erstmals findet am 1. März 2011 auch in Wien ein  Migrant_innenstreik statt. An diesem Tag organisieren sich in mehreren Ländern  weltweit Migrant_innen gegen soziale Ausschlüsse, Diskriminierung und Rassismus.  Angefangen haben diese transnationalen Proteste im Jahr 2006 mit einem Streik  von Migrant_innen in den USA und breiten sich seitdem immer weiter aus, wird auf  http://www.1maerz-streik.net/ berichtet. 2011 werde auch in Österreich der  Grundstein für einen breiten Zusammenschluss gelegt, um eine Wende der Politik  gegenüber Migrant_innen einzuleiten.<br />Wir sprachen mit zwei  Mitorganisator_innen des ersten Wiener Migrant_innenstreik. </div>
<link http://cba.fro.at/43273>http://cba.fro.at/43273</link>
]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 12:54:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>ORF-Sendung: Heimat, fremde Heimat - „Ein Tag ohne uns“ </title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/ofr-sendung-heimat-fremde-heimat-ein-tag-ohne-uns/</link>
			<description> MigrantInnen auf der ganzen Welt haben den 1. März zum Tag des  transnationalen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[ MigrantInnen auf der ganzen Welt haben den 1. März zum Tag des  transnationalen MigrantInnenstreiks ausgerufen. Der Protest, bekannt als  „Ein Tag ohne uns“, startete im März 2006 in den USA und führte zu  weiteren Aktionen in mehreren Ländern. Ein breites Bündnis aus  MigrantInnen, antirassistischen Organisationen und AktivistInnen  mobilisiert dieses Jahr auch in Österreich „gegen den sozialen  Ausschluss und die fortschreitende Illegalisierung von MigrantInnen“.  Mehmet Akbal sprach mit den Organisatoren der Aktion in Wien. 
<link http://tvthek.orf.at/programs/1357-Heimat--fremde-Heimat/episodes/1979991-Heimat--fremde-Heimat/1982579----Ein-Tag-ohne-uns--->auf tvthek.orf.at ansehen</link>
]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 16:58:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Aktionen: IG Bildende Kunst legt die Arbeit nieder</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/ig-bildende-kunst-legt-die-arbeit-nieder/</link>
			<description>16:30 Uhr: Die IG Bildende Kunst legt die Arbeit nieder.</description>
			<content:encoded><![CDATA[„Ausschluss Basta! Transnationaler Migrant_innenstreik! Wir legen die<br />Arbeit nieder! Die IG BILDENDE KUNST schließt am 1. März um 16:30 Uhr und<br />ruft auf, um 17 Uhr zur Kundgebung am Viktor Adler Markt in 1100 Wien zu<br />kommen. Gegen Rassismus. Sichtbarkeit und Solidarität. Die Zukunft sind<br />wir alle!“
<link http://www.igbildendekunst.at/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">www.igbildendekunst.at</link>]]></content:encoded>
			<category>1.März 2011</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 14:12:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Aktionen: Betriebsversammlungen</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/132011-6/</link>
			<description>Folgende Betriebsräte haben am 1. März zu einer Betriebsversammlung aufgerufen.
Verein Wiener...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Folgende Betriebsräte haben am 1. März zu einer Betriebsversammlung aufgerufen.
<ul><li><link http://typo.jugendzentren.at/vjz/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Verein Wiener Jugendzentren</link></li><li><link http://wien.gruene.at/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Die Grünen Wien</link></li><li><link http://www.horuck.at/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">HO &amp; RUCK Gebrauchtmöbel Gemeinnützige GmbH, Innsbruck</link></li><li><link http://www.migrare.at/cms/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">migrare - Zentrum für MigrantInnen OÖ</link></li><li><link http://www.kulturrat.at/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Kulturrat Österreich</link> und die darin organisierten Interessenvertretungen halten eine Kunst/Kultur/Medien&quot;betriebs&quot;versammlung ab. </li><li><link http://www.interface-wien.at/ - external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">Interface Wien</link> (am 2. März)</li></ul>]]></content:encoded>
			<category>1.März 2011</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 12:24:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Aktionen: &quot;Streikhunger&quot;</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/132011-5/</link>
			<description>Eine politische kulinarische dezentrale Aktion</description>
			<content:encoded><![CDATA[Alte und aktuelle Compañer@s der Kantine im Museumsquartier, sowohl der Küche als auch des Servierpersonals, nehmen am transnationalen Streik der MigrantInnen am 1. März 2011 teil. In der Gastronomie sind viele MigrantInnen tätig, oft informell. An diesem Tag &quot;streikt&quot; das Personal symbolisch, sie kochen für sich und nicht für die Gäste. Sie treffen sich im Kochklub Kühn (<link http://www.kochklub.at/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">www.kochklub.at</link>) sowohl zu Mittag als auch am Abend, je nach Belegschaft, da sie trotzdem an diesem Tag in der Kantine arbeiten.<br /><br />Hier ein Dankeschön an den Kochklub! Camote und Papel<br /><link http://tid.nextroom.at / _blank external-link-new-window>http://tid.nextroom.at </link>]]></content:encoded>
			<category>1.März 2011</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 12:23:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Diskussion: Undokumentiertes Arbeitsleben von Studentinnen aus Drittstaaten in Wien</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/132011-4/</link>
			<description>20h Diskussion: Undokumentiertes Arbeitsleben von Studentinnen aus Drittstaaten in Wien
Im Rahmen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[20h Diskussion: <b>Undokumentiertes Arbeitsleben von Studentinnen aus Drittstaaten in Wien</b>
Im Rahmen des Prekär Cafés am 1. März, dem Tag der transnationalen Migrant_innenstreiks, wollen wir uns mit der Situation von Studierenden aus Drittstaaten, die illegalisiert und undokumentiert in Wien arbeiten, beschäftigen. Wir haben mit Studentinnen gesprochen und ihre Berichte und Erzählungen mit der aktuellen Gesetzeslage verknüpft. Die Aussagen der Frauen zeigen, dass mit der faktischen Unmöglichkeit in Österreich als Studentin mit Drittstaatsbürger_innenschaft legalisiert zu arbeiten, nicht nur finanzielle Probleme einhergehen. Sexuelle Belästigung, Abhängigkeit von der Familie und permanenter Druck sind fixe Bestandteile ihres prekären Lebens in Wien. Wir möchten ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit der aktuellen Gesetzgebung verstehen und sichtbar machen.<br /><i><br />Anschließend Solifest. Eine Veranstaltung im Rahmen des 1. März - Transnationaler Migrant_innenstreik! Ausschluss basta!</i>
Nähere Infos: <link http://www.prekaer.at/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://www.prekaer.at</link>]]></content:encoded>
			<category>1.März 2011</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 12:19:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>AFTERPARTYs in ATIGF und planet 10</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/132011-3/</link>
			<description>anschließend an die Kundgebung: AFTERPARTYs in ATIGF, Wielandgasse 2-4 und planet 10,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[ATIGF: Wielandgasse 2-4, 1100 Wien. http://www.atigf.org
mit DJs &amp; Vokü<br /><br />planet 10: Pernerstorfergasse 12, 1100 Wien.<br />Party um die Ecke/party around the corner @ planet 10 mit mexikanischem Essen, Tombola, Demovisuals und Auflegerei/Dj's: 'what the fuck is balkan!' und 'forget romeo and juliet'<br /><br /><link http://planet10wien.wordpress.com/ _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://planet10wien.wordpress.com</link>]]></content:encoded>
			<category>1.März 2011</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 12:13:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>6 Uhr bis 24 Uhr: MIGRANT*INNENSTREIK </title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/132011-2/</link>
			<description>boem: 1160, Koppstraße 26</description>
			<content:encoded><![CDATA[die migratischen arbeitskräfte streiken am 1. märz vor dem betrieb und ihre arbeit wird von mehrheitsleuten übernommen.<br /><br /><link http://boem.postism.org/blog/tag/cafe-boem _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://boem.postism.org/blog/tag/cafe-boem</link>]]></content:encoded>
			<category>1.März 2011</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 12:12:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>17:00 Kundgebung</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/132011-1/</link>
			<description>Viktor-Adler-Markt
1100 Wien</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>1.März 2011 17:00, Viktor Adler Markt, 1100, Wien</h4>
<ul><li><h4>17:00 KUNDGEBUNG (Viktor-Adler-Markt, 1100 Wien)</h4></li></ul>
<h4>mit Musik von Düzgün Çelebi, Item7, HOR „29 Novembar“, Daniel, Kid Pex, Vlada Divljan&amp;Fatal Kissuti mit Songs von Idoli<br /><br />mit  Redebeiträgen zu Arbeit und Gewerkschaften, Asyl und Legalisierung,  Bildung und Jugend, Krise und sozialer Frage, Sexismus, Rassismus und  Antirassismus sowie zum neuen Fremdenrechtspaket<br /><br />und mit Live-Schaltungen zu 1. März Aktionen in Italien und Frankreich</h4>
<h4>moderiert von Grace Latigo und Alexander Nikolić<b></b></h4>]]></content:encoded>
			<category>1.März 2011</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 12:11:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Presseaussendung - 1. März Transnationaler Migrant_innenstreik</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/presseaussendung-1-maerz-transnationaler-migrant-innenstreik/</link>
			<description>Proteste für gleiche Rechte, gegen Rassismus und die Novelle des Fremden- und Asylrechts</description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Transnationaler Migrant_innenstreik am 1. März - Kundgebung am Viktor-Adler-Markt (1. März 2011, um 17:00)</h2>
<b>Utl: Proteste für gleiche Rechte, gegen Rassismus und die Novelle des Fremden- und Asylrechts</b>
Die Novelle des Fremden- und Asylrechts ist der nächste Schritt einer Politik, die die Illegalisierung und Kriminalisierung von Migrant_innen systematisch vorantreibt. Die geplanten Bestimmungen betreffen Menschen und Familien, die seit Jahren in Österreich leben.
Im Rahmen des Transnationalen Migrant_innenstreiks am 1. März protestieren Migrant_innen und Aktivist_innen gegen die rassistische Politik der Regierung. Sie setzen damit ein Zeichen gegen soziale Ausschlüsse und beanspruchen das gleiche Recht auf sichere Lebens- und Arbeitsverhältnisse.
Neben der Niederlegung der Arbeit und Betriebsversammlungen ist am 1. März eine Reihe von Veranstaltungen geplant. Um 16:00 findet eine Lärmkundgebung vor dem Hauptsitz des Asylgerichtshofs in Wien (Laxenburger Straße 36, 1100) statt. Im Anschluss daran beginnt die Kundgebung am Viktor Adler Markt in Wien. Mit Redebeiträgen und Musik erheben wir wie viele Migrant_innen weltweit an diesem Tag unsere Stimmen und erobern diesen von rechtextremen Parteien immer wieder besetzten Ort zurück.
Am 1.März 2011 wollen wir in Österreich den Grundstein für einen breiten Zusammenschluss legen, um eine Wende der Politik gegenüber MigrantInnen einzuleiten. Unser Motto ist: Wir sind hier und wir bleiben hier! Und hier, wo wir gerade leben und arbeiten, wollen wir die gleichen Rechte und gute, gerechte Lebensbedingungen für Alle.
<i>Mit uns - gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung.<br />Mit uns - für gleiche Rechte und für gleiche Privilegien für alle.</i>
Kontakt: Kübra Atasoy<br />Email: <link 1.maerz.presse@gmail.com - mail "Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail">1.maerz.presse@gmail.com</link>
Infos unter <link http://www.1maerz-streik.net>www.1maerz-streik.net</link>
<h3>Hintergrundinfos</h3>
Der transnationale Migrant_innenstreik am 1. März geht auf die Proteste im Jahr 2006 in den USA zurück. Auslöser war damals &quot;The Border Protection, Anti-terrorism, and Illegal Immigration Control Act of 2005&quot;, bekannt auch als H.R. 4437. Das Gesetz denunzierte u.a. die damals rund 12 Mio. undokumentierten Migrant_innen wie auch ihre Helfer_innen als verbrecherische Personen. In den folgenden Jahren schlossen sich weltweit Migrant_innen und Unterstützer_innen mit den gleichen Anliegen gegen Ausbeutung und Kriminalisierung den Protesten am 1. März an. In Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien finden seitdem zahlreiche Aktionen an diesem Tag statt.
Bei den Aktionen zum 1. März geht es um die Sichtbarkeit einer heterogenen sozialen Gruppe, die sich transnational verständigt und solidarisiert. Damit sind nicht die Grenzen der Herkunft, sondern der Widerstand gegen politische und gesellschaftliche Machtverhältnisse, die Ungleichheit und Ausschlüsse produzieren, das gemeinsame Projekt.]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 11:39:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Call for a 1st of March against the reigns of fear and the European borderegime</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/call-for-a-1st-of-march-against-the-reigns-of-fear-and-the-european-borderegime/</link>
			<description>In support of the people revolutions</description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: 12pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;" lang="EN-GB">From Migrant Coordination of Bologna – towards the 1st of March 2011</span>
<span lang="EN-GB">It wasn’t necessary to wait until today to know that the so-called moderate regimes of the Mediterranean had among their tasks that of repressing the freedom of movement of migrants. Shocking images are arriving however in these hours from Libya, where the Gheddafi regime is repressing the legitimate protests of that which until yesterday it called its own people in a bloodbath. Let us not forget that the Libyan government is a lynchpin of the Italian-and thus European-migratory policies. For years Italian governments have made agreements with the Libyan government in order to externalize the dirty work of repression of migrants trying to reach Europe. The results have been thousands of dead in the Libyan Desert, thousands of prisoners in Libyan detention centers, without any rights, at the will of a regime that shows its true face bombing its own citizens as they protest.</span>
<span lang="EN-GB">In front of all of this there cannot be hesitations, it is necessary to choose once again on what side one is: either in defense of policy based on the ideology of controlled migrations one continues to seek the support of whoever blocks migrants, or otherwise one supports the end of those policies inaugurated by the readmission agreements and the politics of deportations.</span>
<span lang="EN-GB">The silence and the hesitations of the Italian government and of many political forces, worried about hypothetical “invasions” demonstrate the hypocrisy of Italian politics. To all of them we wish to say their “concern” for years has handed migrants over to the harshest repression, against all international laws, without any respect for human rights. It is time to say stop, and to respond with mass protest: it is not only the policies carried out within Italy that concern us, but also that which the Italian government does and promotes outside of its own borders. Behind the mask of cooperation Italy and the European Union are responsible for the policies carried out by dictatorial governments against migrants and their own citizens, governments which are given technical, economical and military aid. In these last weeks, with amazing cynicism, in front of the struggle for freedom of thousands of women and men, the only concern seems to have been of an “invasion of the desperate”. There is no invasion. Let there be an end to the reign of fear in Italy and in Libya. Those women and men seek with courage the hope of freedom and of a better life. There are those that fear Islamic fundamentalism and a new caliphate at the gates of Italy, while in reality all that one can observe is a healthy fundamentalism of freedom.</span>
<span lang="EN-GB">We have already affirmed the connection that exists between the strugge for freedom in Africa and the struggles of migrants in Europe. The first of March there will be a day of strikes and mobilization of migrant labor, against the blackmail of the Bossi-Fini Law, against institutionalized racism and for the rights of all. After last year’s mobilization, from the Rosarno revolt to the strike and protest on the crane at Brescia and the tower at Milan, this year migrants will return to a protagonist’s role in social struggles. With them there will be many Italian workers and students. It is a protest that is spreading to various European countries: last year in France, Greece and elsewhere, this year in Austria, because the migrants’ strike speaks of the possibility to defend and extend the rights of all.</span>
<span lang="EN-GB">We direct an appeal to all that this day of migrant struggle also becomes a general mobilization against the repression in act and that on way, against the European borderregime and against European complicity with murderous regimes. As well as bringing into the streets the battle against the Bossi-Fini and institutionalized racism in Italy, the first of March will also be an occasion to show our support for these revolts (from Tunisia to Egipt, from Morocco to Lybia from Bahrein to the next struggle) of women and men free to choose their own destiny.</span>
<span lang="EN-GB">We also express our support and solidarity with the 300 migrants that in Athens and Thessaloniki, in Greece, are on hunger strike since the 25th of January: your struggle is our struggle, your demands, our demands, against racism, for the regularization of all migrants!<br /> <br /> We want:</span>
<ul><li><span lang="EN-GB">the end of all financial, logistic and military aid finalized at the repression of migrants, starting from the treaty with Libya</span></li><li><span lang="EN-GB">the end of the policy of externalization of European borders through funding of and treaties with bordering countries in the function of repressing migrants.</span></li><li><span lang="EN-GB">the closing of all migrant detention centers financed by Italy in Libya and other countries</span></li><li><span lang="EN-GB">the closing of Frontex, the only existing European military force, that is used to try and stop migrants, forcing them every time to seek more dangerous routes</span></li><li><span lang="EN-GB">the end of attempts to repel migrants that have had as their only result the increase of deaths in the Mediterranean and elsewhere.</span></li></ul>
<span lang="EN-GB">Migrant Coordination of Bologna – towards the 1st of March 2011<br /> </span>
 Info: <a href="/mc/compose?to=coo.migra@yahoo.it" title="blocked::/mc/compose?to=coo.migra@yahoo.it" ymailto="mailto:coo.migra@yahoo.it">coo.migra@yahoo.it</a>
<link http://coordinamentomigranti.splinder.com/ _blank - blocked::http://coordinamentomigranti.splinder.com/>http://coordinamentomigranti.splinder.com/</link>
<span style="font-size: 12pt; font-family: &quot;Times New Roman&quot;;"><link http://coordinamentomigranti.splinder.com/ _blank - blocked::http://coordinamentomigranti.splinder.com/><span lang="IT"></span></link></span>]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 11:35:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>AUGUSTIN „Ausschluss basta“: endlich eine klassisch linke Aktionsform</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/augustin-ausschluss-basta-endlich-eine-klassisch-linke-aktionsform/</link>
			<description>MigrantInnen-Streiktag am 1. März</description>
			<content:encoded><![CDATA[In Italien wurde im letzten Jahr am ersten März in insgesamt 45 Städten gestreikt – die Gewerkschaften beteiligten sich. Migranten und Migrantinnen legten die Arbeit nieder, um auf ihren Beitrag zum Funktionieren der Gesellschaft hinzuweisen. Heuer werden es „nur“ 25 Städte sein, da sich die Gewerkschaften vom Streiktag zurückzogen, berichtet der Moderator des Vorbereitungs-Plenums für eine Initiative, die sich „Ausschluss Basta! 1. März. Transnationaler Migrant_Innenstreik“ nennt. Der Moderator ist eben aus Dakar, der Hauptstadt Senegals, zurückgekommen. Auf dem Social Forum (40.000 Menschen!) hatten dort mexikanische AktivistInnen bereits einen zweiten internationalen MigrantInnen-Streiktag am 18. Dezember eingefordert, dem Tag, an dem die Leichen von 70 WanderarbeiterInnen gefunden wurden. 
„Haben sonstige Menschen etwas zu sagen?“, fragt der Moderator nach. Einigen der Sonstigen merkt man ihre Herkunft aus den ganz unterschiedlichen linken Gruppen an: „Das Propagandamaterial ist da.“ Alle klatschen. Oder: „Wer macht die Reden? Eine Redegruppe oder die Menschen selber?“ „Die deutsche Sprache ist groß auf dem Plakat zu sehen, die anderen winzig“, kritisiert eine Österreicherin. „Die Leute, die der Streik betrifft und die sich dafür interessieren, können schon deutsch. Da draußen läuft alles anders“, antwortet ihr ein älterer Türke. Nur bei der türkischen Übersetzung am Plakat steht „Internationaler Streiktag“, denn die türkischen Genossen fanden den Ausdruck „transnational“ neoliberal. Ein Österreicher will ausgerechnet ein Kebab-Buffett haben, ein junger Türke lacht ihn aus.
Der Verein Wiener Jugendzentren wird am 1. März eine Betriebsversammlung „mit 300 Betriebs-Menschen“ abhalten. Ein Künstler wünscht sich für die Kundgebung, dass sein „stattlicher Psychiater“ über die psychischen Folgen von Lohnarbeits-Ausbeutung spricht. Am Viktor Adler Markt („Raum nehmen gegen Strache“, erklärt eine) gibt es um 17 Uhr eine Kundgebung mit der Vlada Divljan Band, die Songs von IDOLI aus Belgrad covern wird, und dem Rapper Dominic Gilbert/aka Item7, mit Live-Schaltungen nach Italien und Frankreich und diversen stattlichen Reden natürlich.
Kerstin Kellermann
AUGUSTIN Nr. 292, 23.2. – 8.3. 2011]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 17:58:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Darfst du hier leben? Hast du Papiere? Bist du sicher? </title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/darfst-du-hier-leben-hast-du-papiere-bist-du-sicher/</link>
			<description>Auch noch nach dem nächsten „Fremdenrechtspaket“?</description>
			<content:encoded><![CDATA[Wenn Du die österreichische Staatsbürgerschaft schon hast, bist Du selbst einstweilen in Sicherheit. Aber was ist mit Deinen Verwandten?
Was ist, wenn Du Dich in einen Menschen verliebst, der nur ein Visum hat? Dieses Gesetz wird Familien auseinanderreissen. Es wird kaum mehr möglich sein, die eigenen Kinder oder andere Familienmitglieder nach Österreich zu holen, außer Du finanzierst 100 Stunden Deutschkurs samt Prüfung im Ausland. Und diejenigen, die keine österreichische Staatsbürgerschaft haben, sind mehr denn je von Ausweisung bedroht.
Wenn Du ein unbefristetes Visum hast, dann sieh zu, dass es Dir nicht aberkannt wird. Denn das neue Gesetz macht die Aberkennung des unbefristeten Visums möglich. Es gibt keine Rechtssicherheit mehr für Deinen Aufenthalt. Das ist zwar wahrscheinlich gegen geltendes EU-Recht, aber wer kann es sich schon leisten, jahrelang gegen den Staat Österreich Prozess bei Europäischen Instanzen in Brüssel zu führen?! Und falls Du die österreichische Staatsbürgerschaft willst, dann vergiss es gleich, wenn Du das Lernen nicht gewohnt bist und nicht sehr gut Deutsch reden, lesen und schreiben kannst. Die Deutschprüfung für die Staatsbürgerschaft wird doppelt so schwer wie bisher.
Wenn Du ein befristetes Visum hast und ein unbefristetes Visum willst, dann heißt es: Zurück auf die Schulbank. Du wirst mit Deutschkursen schikaniert, auch wenn Du mit Deinen Deutschkenntnissen im Alltag gut durchkommst. Unbefristetes Visum gibts nur mehr, wenn Du ein B1-Zeugnis bringst. Dafür brauchst Du je nach Vorkenntnissen ca. 600 Stunden Deutschkurs. Für Menschen, die das Lernen nicht mehr gewohnt sind, ist die B1-Prüfung normalerweise nicht zu schaffen. Und wenn Du die Prüfung verhaust, bist Du auf ewig vom unbefristeten Visum gesperrt. Außerdem steht im Gesetzesentwurf, dass Deine Zeugnisse nicht älter als ein Jahr sein dürfen. Daher müsstest Du gegebenenfalls Prüfungen, die länger als ein Jahr zurückliegen, wiederholen, wenn Du das unbefristete Visum beantragst.
Wenn Du ein befristetes Visum hast, dann verlier besser nicht Deinen Job, denn wenn Du unter eine bestimmte Netto-Einkommensgrenze rutscht, dann droht Dir eine “Rückkehrentscheidung” samt einem Wiedereinreiseverbot für mindestens 2 Jahre. Und versäum besser keine Fristen, denn sonst kannst Du in der ersten Woche nach Verlust der Aufenthaltserlaubnis vollkommen ohne Verfahren in Dein Herkunftsland zurückgeschoben werden.]]></content:encoded>
			<category>Blog</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 13:24:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Presse berichtet: Ein Tag ohne uns: Migrantenstreik</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/ein-tag-ohne-uns-migrantenstreik/</link>
			<description>Am 1. März wollen Österreichs Migranten in Streik treten.  Begonnen hat die Idee in den USA, wo im...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Am 1. März wollen Österreichs Migranten in Streik treten.  Begonnen hat die Idee in den USA, wo im Jahr 2006 über eine Million  Menschen gegen die Verschärfungen der Asyl- und Einwanderungsgesetze  protestieren. </b>
Es ist früh am Morgen, der Kaffee fertig. Aber die Zeitung ist noch  nicht geliefert. Der Kiosk geschlossen. Dann in Eile in die Arbeit mit  dem Taxi fahren, aber weit und breit ist keines auf der Straße zu sehen.  Diese Situation könnte am 1.März wahr werden. An diesem Tag findet zum  ersten Mal der „Transnationale MigrantInnenstreik“ statt.
Begonnen hat die Idee in den USA, wo 2006 über eine Million Menschen  auf die Straße gingen, um gegen Verschärfungen der Asyl- und  Einwanderungsgesetze zu protestieren. 2010 gab es in der Folge in  Italien und Frankreich große Kundgebungen.
Can Gülcü, Mitinitiator des Streiks in Österreich, hofft auf viele  Teilnehmer, „obwohl viele Migranten nicht in ihren Arbeitsplätzen  abgesichert sind und dies ihre Teilnahme erschwert“. Die Organisatoren  rufen am 1.März zu Betriebsversammlungen auf. Geplant ist auch eine  Lärmdemo vor dem Asylgerichtshof in der Laxenburger Straße.
WEITERE INFORMATIONEN UNTER
<link http://www.1maerz-streik.net/ _blank>www.1maerz-streik.net</link>
(&quot;Die Presse&quot;, Print-Ausgabe, 23.02.2011)
<link http://diepresse.com/home/panorama/integration/636477/Ein-Tag-ohne-uns_Migrantenstreik _blank external-link-new-window "Öffnet externen Link in neuem Fenster">http://diepresse.com/home/panorama/integration/636477/Ein-Tag-ohne-uns_Migrantenstreik</link>
]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 12:17:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>IG BILDENDE KUNST Pressemitteilung: Sprengt das FEKTERrechtspaket!</title>
			<link>http://www.1maerz-streik.net/blog-termine/article/sprengt-das-fekterrechtspaket/</link>
			<description>Die Zukunt sind wir alle!
1. März - Transnationaler Migrant_innenstreik!
</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Pressemitteilung, 22.2.2011) Wir haben es satt:  Jahr für Jahr lassen sich irgendein_e Innenminister_in und ihre  Mitregierenden neue Ausschluss- und Repressionsmechanismen einfallen, um  allen, denen kein EU/EWR-Pass in die Wiege gelegt wurde, das Leben in  Österreich so prekär wie nur möglich zu gestalten bzw. ein Leben in  Österreich erst gar nicht zuzulassen. Danke, SPÖVP! Rechtsextreme  Parteien sind dabei als Steigbügelhalter_innen offensichtlich gar nicht  nötig.
Wurde beim Fremdenrechtspaket 2006 Künstler_innen  und Wissenschafter_innen mit der Abschaffung der berufsspezifischen  Niederlassungsbewilligung die Möglichkeit der Aufenthaltsverfestigung  entzogen, trifft ebendiese Rauswurf-auf-Abruf-Strategie diesmal alle.  „Die nun geplanten Verschärfungen der Asyl-, Fremdenpolizei-,  Aufenthalts- und Staatsbürger_innenschaftsgesetze entrechten auch  Menschen, die lange in Österreich leben oder sogar hier geboren sind“,  betont Petja Dimitrova, Vorsitzende der IG BILDENDE KUNST. Wer z.B.  Fristen für die Verlängerung von Aufenthaltspapieren versäumt, soll das  Land verlassen. Aufenthaltstitel werden von Deutschkenntnissen bzw.  einer Lohnarbeitsstelle abhängig gemacht. Und der Erwerb der  österreichischen Staatsbürger_innenschaft bekommt noch mehr ökonomische  und nationalistische Hürden.<br /><br />„Eine solche Destabilisierung der  Lebens- und Arbeitsverhältnisse von Migrant_innen bedeutet die  Verunmöglichung der so scheinheilig geforderten Integration. Dieses  FEKTERrechtspaket kriminalisiert und unterdrückt, steckt Flüchtlinge und  ihre Kinder in Gefängnisse“, verurteilt Petja Dimitrova die geplanten  Gesetzesnovellen mit Hinweis auf das&nbsp; dahintersteckende „chauvinistische  Kalkül“ und zählt hierzu etwa auch die ausgegebene Devise „Deutsch vor  Zuzug“.<br /><br />Gegen eine solche migrant_innenfeindliche Stimmung  organisieren sich derzeit Migrant_innen in Wien erstmals am 1. März im  Rahmen des transnationalen Migant_innenstreiks. Dieser Streiktag hat  seine Ursprünge 2006 in den USA und sich seither weltweit ausgebreitet.  Die Wiener Initiator_innen rufen auf zu Arbeitsniederlegung,  Straßenprotest und dezentralen Aktionen. Sichtbarkeit und Solidarität  sind die Devise: Machen wir Schluss mit der Trennung zwischen Wir und  Ihr. Die Zukunft sind wir Alle!<br /><br /><link http://www.1maerz-streik.net/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">1. März – Transnationaler Migrant_innenstreik</link><br />Mit uns - gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung. <br />Mit uns - für gleiche Rechte und für gleiche Privilegien für alle.<br /><br />Kundgebung am 1. März 2011 um 17 Uhr am Viktor Adler Markt, 1100 Wien.]]></content:encoded>
			<category>Presse</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 11:57:00 +0100</pubDate>
			
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